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Nachrichten Jugendzentrum soll auf dem Festplatz entstehen
Umland Ronnenberg Nachrichten Jugendzentrum soll auf dem Festplatz entstehen
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13:53 22.02.2018
Die Container auf dem Festplatz sind nicht vollständig ausgelastet. Quelle: Stephan Hartung
Ronnenberg

 Auf breite Zustimmung ist die Gruppe 2 im Rat der Stadt Ronnenberg mit ihren Antrag gestoßen einen Teil der Flüchtlingsunterkunft auf dem Ronnenberger Festplatz in ein Jugendzentrum umzuwidmen. Beschlossen wurde der Vorstoß von CDU,Freien Wählern und FDP im Bildungsausschuss allerdings noch nicht. Den anderen Fraktionen waren dazu noch zu viele Fragen ungeklärt. 

„Nachdem sich die Flüchtlingssituation erfreulicherweise deutlich entspannt hat, sind wir der Meinung, dass auch das Thema Jugendzentrum wieder aufgenommen werden sollte“, heißt es in der Begründung zum Antrag der Gruppe 2. „Nach unseren Kenntnissen ist es unproblematisch, einen Teil der auf dem Festplatz befindlichen Unterkünfte als Jugendzentrum herzurichten, da die Unterkünfte bereits seit ihrer Errichtung nicht vollflächig benötigt wurden.“ Carsten Mauritz präzisierte: „Am Skaterpark ist eine Unit frei.“ Zu einer solchen Unit gehören Unterkünfte für sieben Personen inklusive Küche und sanitären Einrichtungen. 

Der Standort sei ideal, so die Gruppe 2. Im Übrigen ließe sich dort ein Stück „gelebte Integration“ verwirklichen, wenn die Jugendlichen mit in den anderen Units untergebrachten Flüchtlingen in Kontakt kämen. 

Fachbereichsleiter Torsten Kölle legte zudem eine Kostenberechnung vor. Demnach kämen jährlich zu 25.500 Euro Mietausfall seitens der Region, 9000 Euro Reinigung, 76.000 Euro Personalkosten für zwei Stellen und 4000 Euro Honorare für etwaige weitere Mitarbeiter noch 16.000 Euro für eine Erstausstattung. 

Das war Jens Williges (Grüne) indes zu konkret. Man müsse zunächst bei den Jugendlichen den Bedarf ermitteln. Zunächst solle die Unit deshalb als Jugendraum belegt werden und dann nach und nach mit Leben gefüllt werden. Auch die Gruppe 1 sah noch eine Reihe ungeklärter Fragen. Antonia Friedrich erklärte für das Jugendparlament, dass nach ihrer Ansicht der Bedarf in jedem Fall vorhanden sei. Es sei aber sinnvoll die Jugendlichen nach ihren Bedürfnissen zu fragen. Anregungen böte sicher auch das Jugendzentrum in Gehrden. „Das läuft ganz gut“, urteilte sie. 

Ein Problem könne in der Zukunft noch eine Erhöhung der Flüchlingsbelegung aufgrund des möglichen Familiennachzugs werden, räumte Kölle ein. „Darauf würde ich es aber ankommen lassen“, sagte er. 

Am Ende einigte sich der Ausschuss darauf, bis zum Ende der Sommerpause die Bedarfsermittlung abzuschließen und die Einrichtugn eines Jugendzentrums in der bis dahin voraussichtlich ohnehin leer stehenden Unit umzusetzen. 

Von Uwe Kranz

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