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Umland Ronnenberg Nachrichten KSG zeigt Pläne für Quartier Memeler Straße
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00:19 11.02.2018
So könnten die neuen Häuser in der Löwenberger und Memeler Straße aussehen. Quelle: privat
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Empelde

 Die Siedlungsgesellschaft KSG plant in Empelde bis 2027 die Umgestaltung ders Quartiers Memeler Straße in großen Stil. 18 große Wohnhäuser sollen abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Die Pläne dazu erläuterte das Karl-Heinz Range, Geschäftsführer des Unternehmens, am Mittwoch im Stadtplanungsausschuss.

Im Fokus der Planer stehen insgesamt 100 Wohnungen entlang der Löwenberger und der Memeler Straße, die aus den Fünfzigerjahren stammen und laut Range „nicht mehr modernisierungsfähig sind“. Die KSG will diese nun „schlicht und einfach abreißen“. Als Ersatz sind energetisch günstigere Neubauten mit besserem Zuschnitt und moderner Ausstattung geplant. Insgesamt soll dabei die Wohnfläche durch Erhöhung der Wohnungsanzahl auf 126 und die Aufstockung der Häuser von zweistöckigen auf vier- bis fünfstöckigen Gebäuden um rund 50 Prozent anwachsen. Nachverdichtung nennt das der Fachmann. Das Projekt ist Teil der Unternehmensstrategie, wonach die Gesamtanzahl der KSG-Wohnungen von rund 8000 auf 10.000 anwachsen soll. 

Das Quartier Memeler Straße soll in fünf Bauabschnitten bis 2027 umgestaltet werden. 30 Prozent der dabei enstehenden Wohnungen sollen im öffentlich geförderten Wohnungsbau entstehen, das heißt, die Mieten werden zugunsten sozial schwächerer Mieter gedeckelt. 

Als erstes Gebäude soll das Haus Löwenberger Straße 22/24 fallen. Die acht Mietparteien haben bereits neue Wohnungen gefunden, sechs davon innerhalb des Quartiers. Das sei Ergebnis eines intensiven Umzugsmanagements der KSG, wie Range betonte. Die Erfahrungen hierzu habe das Unternehmen bei einem noch größeren Projekt in Langenhagen gesammelt, so der Geschäftsführer. 

Wegen der Größe der Quartiersentwicklung und der langen Bauzeit müssten nicht alle Mieter mit einem baldigen Umzug rechnen. Eine umfangreiche Informationsveranstaltung mit allen Betroffenen kündigte Range für die nahe Zukunft nach der Ausschusssitzung an. Dabei soll Ängsten und Verunsicherungen der Mieter entgegengetreten werden. 

Für einen Baubeginn noch in diesem Jahr fehlen der KSG noch die Baugenehmigungen der Stadt Ronnenberg, unter anderem deshalb erfolgte die Präsentation vor dem Fachausschuss der Stadt. Danach soll im ersten Bauabschnitt an der Löwenberger Straße zunächst das sogenannte Wilhelm-Humbeck-Haus entstehen. Das Gebäude soll 18 barrierefreie Wohnungen für ein selbstbestimmtes Wohnen für Senioren anbieten. Dazu kommt ein Bewohner-Café, ein Quartierstreff für das gesamte Quartier, eine Sozialberatung der Stadt und ein Servicepunkt eines Pflegeanbieters. 

Freies Wlan für kleinere Ortsteile?

Auf eine Anfrage der Gruppe 2 (CDU, Freie Wähler und FDP) hin berichtete Wirtschaftsförderer Torsten Jung dem Stadtpanungsausschuss über die Themen freies Wlan und Hotspots. Dem flächendeckenden freien Wlan in Ronnenberg erteilte er dabei eine Absage. Das sei „ordnungspolitisch fragwürdig“. Hotspots für einen freien Internetzugang gebe es derzeit bereits im Großen Sitzungsraum des Rathauses, der Aula der Marie Curie Schule, im Bürgerhaus Empelde und dem Gemeinschaftshaus Ronnenberg, dazu in den Supermärkten Edeka und Rewe in Empelde. Von neuen Hotspots könnten unter anderem die kleineren, unterversorgten Stadtteile im Süden profitieren, so Jung. Denkbar seien unter anderem Standorte in öffentlichen Gebäuden wie Museen, Sporthallen und Schulen sowie in Vereingebäuden und Dorfgemeinschaftshäusern.

Zwischen den Häusern will die Gesellschaft zahlreiche grüne Inseln einrichten, wie Range es beschreibt. Die 136 Pkw-Stellplätze sollen am äußeren Rand des Areals am Straßenrand eingerichtet werden. An der Löwenberger Straße würde sich durch einrücken der Stellflächen zudem die Durchfahrtbreite vergrößern. „Dadurch ergibt sich mehr Platz für Rettungsfahrzeuge“, sagte Range. Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler bestätigte, dass der Ausbau der Löwenberger Straße im Zuge der Quartiersentwicklung neu zu entwerfen sei. „Das wird zu einem späteren Zeitpunkt ein Thema in diesem Ausschuss“, sagte er. 

Von Uwe Kranz

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