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13:29 21.11.2017
Setzen auf die analoge Form der Filmproduktion: Jan Korthäuer (von links), Hauke-Johanna Gerdes und Klaus Weingarten. Quelle: Marcel Sacha
Empelde

 Vereine wie das Deutsche Rote Kreuz oder den Sozialverband kennt jeder. Es gibt jedoch auch kleinere Vereine, die weitgehend unter dem Radar der breiten Öffentlichkeit fliegen, aber dennoch auf eine jahrelange Tradition zurückblicken können. Einer davon ist die Organisation zur Umwandlung des Kinos mit Sitz in Empelde. Seit 25 Jahren setzen sich die Mitglieder für den Erhalt der analogen Filmproduktion ein.

„Durch die Digitalisierung ist diese Kunstform nahezu in Vergessenheit geraten und ausgestorben“, sagt Vorstandsmitglied Klaus Weingarten. Da die rund 20 Vereinsmitglieder – mehrheitlich Absolventen der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig – das Filmen auch als Handwerk verstehen, verzichten sie bei ihren Produktionen grundsätzlich auf die Hilfe moderner Bildbearbeitungsprogramme. Stattdessen befindet sich in ihren Räumlichkeiten in der Häkenstraße eine Filmwerkstatt, wie sie vor einem halben Jahrhundert gang und gäbe war. 

Bislang hat der Verein erst zwei Filme herausgebracht. „Das liegt natürlich an der aufwendigen Produktion“ sagt Jan Korthäuer, ebenfalls Mitglied des Vorstands. Zehn Jahre hat alleine Produktion des 2012 erschienenen Films „Geistzeit“ in Anspruch genommen. Auch für die jüngste Produktion der Filmenthusiasten „Morgenröte im Aufgang“ benötigten sie rund fünf Jahre. Der Film befasst sich mit den Thesen des Philosophen und Mystikers Jacob Böhme und spiegelt somit das zweite Ziel des Vereins wider: das „Geistige im Film“ wieder zum Leben zu erwecken.

„Wir wollen das Wissen aus anderen Generationen transportieren und das innere Bewusstsein jedes Einzelnen sensibilisieren“, sagt Weingarten. Er sehe in der Kunst eine „Verantwortung für die Seele des Zuschauers“. Der Künstler ist sich sicher: Nur durch eine Bewusstseinsveränderung des Individuums könne ein gesellschaftlicher Wandel entstehen.

Wer sich einmal die Räumlichkeiten des Vereins ansehen und die Mitglieder kennenlernen möchte, hat am Freitag, 22. Dezember, dazu die Möglichkeit. Um 20.30 Uhr findet in der Häkenstraße 4 das Weihnachtsessen des Vereins inklusive einer Filmvorführung statt, zu dem alle Bürger eingeladen sind.

Von Marcel Sacha

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