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Nachrichten Kirchlicher Kitaneubau dauert deutlich länger
Umland Ronnenberg Nachrichten Kirchlicher Kitaneubau dauert deutlich länger
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01:43 10.03.2018
Die Garagen und Pflanzen im hinteren Bereich des Grundstücks wurden bereits entfernt. Die Fläche ist damit für den Kitabau vorbereitet. Quelle: Uwe Kranz
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Ronnenberg

 Eigentlich sollten zu Beginn des neuen Kindergartenjahres im Sommer die 40 Kinder in einer neuen Einrichtung in der Deisterstraße in Ronnenberg betreut werden. Dort entsteht eine Kita, die von den beiden örtlichen Kirchengemeinden geführt werden soll. Allerdings können diese den anvisierten Zeitplan nicht halten. „Ich gehe eher davon aus, dass die Eröffnung anfang nächsten Jahres erfolgen wird“, sagte Dietmar Adam.

Als stellvertretender Pastoralratsvorsitzender leitet Adam die Planungen vor Ort. Ihm zur Seite steht die Bezirksarchitektin der katholischne Kirche in Hildesheim und ein Architektenbüro aus Hannover. Gemeinsam habe man einen neuen Zeitplan für den Bau der Kita erstellt, der derzeit eine Endreiniung der Baustelle im Januar 2019 vorsehe, so Adam. Indes sei man mit der Auftragsvergabe für den Bau beschäftigt, wenn diese erfolgt sei, könne man auch einen neuen Termin für einen „ersten Spatenstich“ festlegen. „Wir hätten es lieber zum Anfang des Kitajahres geschafft, aber das wird nicht möglich sein“, bedauerte Adam. 

Auslöser für die Verzögerung sei vor allem die Bürokratie gewesen. Es sei schwierig gewesen, alle nötigen Genehmigungen zu erhalten. Was dabei geholfen habe sei die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Ronnenberg und der Caritas, die als Träger der Kita fungieren wird, erklärte Adam. Laut dem stellvertretenden Pastoralratsvorsitzenden sei, anders als vielfach gemunkelt wurde, die Finanzierung nie ein Problem gewesen. Die Finanzplanung sei aber überarbeitet worden, da beispielsweise das Frisch- und Abwassermanagement neu organisiert werden musste. 

Gerade in dieser Hinsicht ist allerdings auf dem Grundstück der katholischen Kirche eine Menge passiert: Die Leitungen inklusive einer neuen Gasversorgung sind inzwischen verlegt. Dabei wurden jedoch Mauerreste entdeckt, die von Anwohnern mit einer Flakstellung aus dem 2. Weltkrieg in Verbindung gebracht wurden. Deshalb könnten sich dort noch Blindgänger im Erdreich befinden, hieß es. Diese Vermutung überraschte, da Ronnenberg nicht zu den belasteten Flächen gezählt wird und es hier keine Auflagen zur Blindgängersuche bei Bauvorhaben gibt. Am Dienstag kam dann auch  die Entwarnung: Eine Luftbildauswertung ergab keinen Verdacht auf vergessen Fliegerbomben in diesem Umfeld. „Das hat mich beruhigt“, sagt Adam. 

Weitere Verzögerungen hat die Kirche vermieden, indem sie einen Baum und eine Hecke rechtzeitig vor Beginn der Brut- und Setzzeit noch im vergangenen Monat entfernt hatte. Auch die Garagen im rückwärtigen Bereich des Grundstücks wurden bereits abgerissen, sodass die Fläche nun für den eigentlichen Bau vorbereitet ist. 

Von Uwe Kranz

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