Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Keine Mehrheit für städtische Trägerschaft
Umland Ronnenberg Nachrichten Keine Mehrheit für städtische Trägerschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:25 21.02.2018
Die Betreuungseinrichtung soll hinter dem Neubaugebiet am Seegrasweg entstehen. Quelle: Uwe Kranz
Anzeige
Empelde

 Der Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen steigt stetig an. Auch die Gebührenbefreiung, die die Landesregierung derzeit vorbereitet dürfte diesen Trend noch verstärken. In Ronnenberg befinden sich derzeit gleich drei neue Projekte in verschiedenen Stadien der Planung und Umsetzung. Über das jüngste, eine Kita am Neubaugebiet am Seegrasweg in Empelde haben die Politiker im Bildungsausschuss jetzt heißt diskutiert. Anlass war ein Antrag der Gruppe 1 mit SPD und Linken, die Trägerschaft für künftige Projekte dieser Art wieder in städtische Hände zu nehmen. In der Abstimmung fand sich dafür allerdings keine Mehrheit. 

Während sich die Kita Weetzen II an der Bröhnstraße kurz vor der geplanten Eröffnung in der ersten Aprilhälfte befindet, hat die vorgesehene Errichtung der kirchlich getragenen Einrichtung an der Deisterstraße in Ronnenberg noch immer nicht begonnen. Eigentlich sollte der Bau bereits Anfang Oktober 2017 starten. 

Doch nicht die Verzögerung in Ronnenberg ist der Grund für den Antrag von SPD und Linken, vielmehr lasse sich durch eine Fremdvergabe kein Kostenvorteil für die Stadt darstellen, monierte die Gruppe. Zudem sei die Stadt gehalten, sowohl die Pernonalbereitstellung als auch die Platzvergabe weltanschaulich neutral vorzunehmen. Die Kooperation mit den Kirchen bei dem Projekt in Ronnenberg begrüße die Gruppe dennoch, erklärte Uwe Specht (SPD). 

Den Eigenanteil, den die Kirchen an besagter Kita in der Kernstadt trage, ließen sich diese über die Miete innerhalb von 25 Jahren wieder erstatten, rechnete Jens Williges (Grüne) vor. Betriebskosten und Gehälter würden ohnehin von der Stadt übernommen. Fachbereichsleiter Torsten Kölle warb dennoch für eine Zusammenarbeit mit den Kirchen. Sie sei als „Projekt der Ökumene anzusehen“. Diesen besonderen Aspekt wolle er den Politikern ans Herz legen.

Dabei musste Kölle einräumen, dass der kirchliche Kindertagesstättenverband, mit dem die Stadt über den Bau in Empelde verhandelt, sich nicht in der Lage sieht, die neue Einrichtung zu bauen. Das müsse die Stadt in Eigenregie erledigen. Der Kooperationspartner bietet lediglich die spätere Betriebsführung als Träger an. Indes hätten die Kirchen einen „sehr ähnlichen Tarifvertrag“. Die Platzvergabe erfolgt ohnehin über das gerade erst neu entwickelte Vergabeverfahren der Stadt. 

Gesamtschulen: Rahmenkonzept steht

Die Stadtverwaltung hat für die Einführung eines offenen Ganztagsangebots in allen Grundschulen des Stadtgebiets ein Rahmenkonzept erstellt. Das berichtete Fachbereichsleiter Torsten Kölle im Bildungsausschuss. Nachdem dieses Konzept den beteiligten Gruppen zur Verfügung gestellt wurde, sollen Bedarf und Wünsche ermittelt werden, „sodass wir in der Lage wären, jeweils zum 1. 12. eines Jahres einen Antrag zum folgenden Schuljahr zu stellen“, sagte er. Derzeit sind nicht alle Schulen in der Lage ein entsprechendes Konzept umzusetzen. Knackpunkte sind das bestehende Raumangebot und der allgemeine Lehrermangel an Grundschulen.

Bürgermeisterin Stephanie Harms (CDU) bezeichnete es als „kein Teufelswerk, wenn man mit anderen Trägern zusammenarbeiten“ würde. Sie verwies auf die anderen Kommunen in der Region Hannover, die die Trägerschaft von Kinderbetreuungseinrichtungen sehr unterschiedlich handhabten. Die Gruppe ihrer Partei gemeinsam mit den Freien Wählern und der FDP sowie die AfD schlossen sich dieser Meinung an. Aufgrund der Enthaltung der Grünen Dorothea Pein kam es bei der Abstimmung im Ausschuss zur Pattsituation. Der Antrag war damit gescheitert.  

Von Uwe Kranz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Verunsichert haben viele Empelder auf den Beginn der Bauarbeiten auf dem Grundstück Hirtenstraße 14 in Empelde reagiert. Einer möglichen Verlängerung der Berliner Straße stünde dieser Bau aber nicht im Weg, wie die Verwaltung klarstellt. 

21.02.2018

Zwischen Ronnenberg, Benthe und Gehrden haben bislang unbekannte Müllsünder auf einem Feldweg an der Kreisstraße 233 großflächig alte Elektrogeräte, Schadstoffe und säckeweise Abfall abgeladen. Die Polizei ermittelt, um die Urheber festzustellen. 

21.02.2018

Bunt und laut ging es am Dienstag im Familienzentrum zu. Dutzende Kinder und deren Eltern haben gemeinsam Karneval gefeiert – inklusive Modenschau.

19.02.2018
Anzeige