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Umland Ronnenberg Nachrichten Große Resonanz bei erster Planungswerkstatt
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22:57 21.02.2018
Nach einem Spaziergang durch den betreffenden Bereich von Ronnenberg tragen die rund 100 Besucher ihre Ideen zur Gestaltung des Ortskerns im Gemeinschaftshaus zusammen. Quelle: Uwe Kranz
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Ronnenberg

 Die bereitgestellten Stühle reichten nicht aus, als sich die Teilnehmer der ersten Planungswerkstatt im Ronnenberger Gemeinschaftshaus einen Platz suchten. Das Interesse an der Umgestaltung des Ortskerns, den die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Plan zwei und umfassender Bürgerbeteiligung vorbereitet, war größer als erwartet. „Ich bin überwältigt, ob der Beteiligung“, sagte Wolgang Zehler, Fachbereichsleiter der Verwaltung zu Beginn seiner Begrüßung. 

Rund 50 der Teilnehmer mussten sich allerdings zunächst einmal aufwärmen. Sie hatten zuvor gemeinsam mit Bürgermeisterin Stephanie Harms, Zehler sowie Mitarbeitern der Verwaltung und des Planungsbüros während eines einstündigen Rundgangs trotz Schneeregens und kalter Temperaturen das Planungsareal im Zentrum der Kernstadt in Augenschein genommen. An einigen neuralgischen Punkten wie an der Buswendeschleife Lange Reihe und auf dem Kirchhügel machte die Gruppe Halt und tauschte erste Ideen und Argumente aus. 

Bürgermeisterin Harms machte den Bürgern den allgemeinen Konsenz im Rat deutlich. „Parteiübergreifend sind sich die Politiker einig, dass hier etwas gemacht werden soll“, sagte sie. Zehler verwies auf das Intergrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), welches als Grundlage für die nun zu planenden konkreten Maßnahmen in der Stadtplanung diene.

Die Bürgerbeteiligung sei aus mehreren Gründen wichtig: Fachkenntnisse und örtliche Kenntnisse der Ronnenberger können demnach von großem Nutzen sein. Auch bei der Abwägung und späteren Rechtfertigung der Entscheidung seien die Bürger gefordert. Dazu sollten die Anwesenden auch nach außen für Transparenz des Prozesses helfen. 

Durch sogenannte Akteursgespräche und mithilfe eines Standes auf dem Weihnachtsmarkt hatte die Stadt im Vorfeld bereits erste Meinungen eingeholt. Nun waren aber die Anwesenden dran. Zunächst sollte sie über Nachbarinterviews in den Sitzreihen Informationen über den Ort ermitteln. Dann trugen sie in Arbeitsgruppen zu den drei Oberthemen „Stadtraum, „Umwelt“ und Soziales“ ihre Ideen zusammen. Jeder bekam die Möglichkeit, sich in zwei der drei Gruppen einzubringen. 

Danach stellten die Mitarbeiter des Planungsbüros einen ersten Ergebnisüberblick vor.  Demnach fehlt es den Ronnenbergern vor allem an einem echten Treffpunkt im Ort – möglicheweise zusätzliche Gastronomie und die bereits so viel geforderten Eisdiele. Auch Übernachtungsmöglichkeiten für auswärtigen Gäste werden vermisst. 

Der unmittelbare Ortskern um Kirche und Buswendeschleife entwickelt zudem nur wenig identitäre Kraft bei den Bürgern. Sie wünschen sich ein echtes Zentrum, in dem auch der Durchgangsverkehr deutlich reduziert werden soll. Als Beispiel wurde eine in der Vergangenheit bereits dikutierte Einbahnstraßenregelung für die Straßen Lange Reihe und Hagentor in Richtung Velsterstraße genannt. 

Ideensammlung bis in den Sommer 

Nach der ersten Planungswerkstatt steht für die Mitarbeiter von Plan zwei die Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse auf dem Programm. Sie sollen als Grundlage für die weiteren Termine am 15. April und 21. Juni, voraussichtlich wieder im Gemeinschaftshaus in Ronnenberg, dienen. Danach soll dem Rat über die Ergebnisse Bericht erstattet werden. Bis zum letzten Treffen können die Ronnenberger Bürger fortlaufend weitere Ideen und Vorschläge einbringen. Die Vertreter der Stadtverwaltung haben am Donnerstagabend immer wieder auf die aus ihrer Sicht große Wichtigkeit der Bürgerbeteiligung hingewiesen. Informationen über die Planungen sind bei Timo Fleckenstein vom Team Räumliche Stadtentwicklung, Baurecht, Telefon (05 11) 4 60 03 70 oder nach einer E-Mail an timo.fleckenstein@ronnenberg.de erhältlich. 

Im sozialen Bereich vermissen die Ronnenberger Kulturveranstaltungen und Räume, um diese durchzuführen. auch Gruppen und Vereinen stünden zu wenige Räumlichkeiten zur Verfügung. Die Wünsche und Anregungen der Teilnehmer zierten am Ende drei Stellwende. Plan zwei versprach, eine ausführliche Dokumentation der Ergebnisse bis zur nächsten Planungswerkstatt zu erstellen. 

Von Uwe Kranz

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