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Umland Ronnenberg Nachrichten Politiker suchen die Nähe zu den Bürgern
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00:17 17.09.2017
Von Uwe Kranz
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Ronnenberg

Die überwiegende Zahl der Fragen und Anregungen drehten sich um den Zustand von Straßen und Flächen in Ronnenberg. Auch die Entwicklung des geplanten Baugebietes "Im Sacke", die geplanten Lärmschutzeinrichtungen der Bahn, die Verkehrsführung im Ort und die vom Rat erwogene Rückübertragung der Kontrolle des Waffenrechts an die Region Hannover spielten in den Beiträgen eine Rolle. Carsten Mauritz, der als stellvertretender Bürgermeister die Veranstaltung moderierte zeigte sich am Ende aufgrund der Themenvielfalt auch zufrieden. "So ähnlich hatten wir uns das vorgestellt, nur vielleicht mit etwas mehr Beteiligung", stellte er fest.

Die geringe Teilnehmerzahl führte Karl Seemann unter anderem auf eine unzureichende Werbung für die Veranstaltung zurück. Es hätte früher auf den Abend hingewiesen werden müssen, meinte der Ronnenberger. Die acht anwesenden Ratsmitglieder gelobten, diese Anregung an geeigneter Stelle vorzubringen. Auch allen anderen Beiträgen widmeten die Politiker viel Aufmerksamkeit. Marion Menzel führte sogar akribisch Protokoll über das Gesagte.

Leichtes Unverständnis kam Aufgrund dieser Aufmerksamkeit dann auf, als Bürger Manfred Riedel anmerkte, ihm fehle wegen des in Ronnenberg nicht existierenden Ortsrates ein zuverlässiger Ansprechpartner. Er wisse nicht, ob seine Anliegen an den richtigen Stellen ankämen. Mauritz erklärte daraufhin, er gehe nicht davon aus, dass in einen Ortsrat andere Personen gewählt würden, als jetzt Ronnenberger im Stadtrat sitzen. "Wir sind alle gewählt worden, um für Sie als Ansprechpartner zu dienen. Dafür machen wir unter anderem solche Veranstaltungen", sagte er. Jedes Ratsmitglied habe aber auch Telefon. "Machen Sie Gebrauch davon", forderte der stellvertretende Bürgermeister auf. Im Internet könne man zudem einsehen, welcher Politiker in welchem Fachausschuss sitzt und somit direkt die entsprechenden Fachleute finden.

Hermann-Josef Mersch ergänzte, die Politiker "sind darauf angewiesen", dass Anregungen aus der Bevölkerung sie erreichten, um "auch mal einen anderen Fokus" auf die Dinge zu bekommen. Sonst schwämmen sie irgendwann im eigenen Saft.

Auch positive Nachrichten

Für die Ratspolitiker gab es während der Bürgerversammlung nicht nur Kritik und neue Aufgaben. Die Teilnehmer hatten auch positive Nachrichten dabei. Friedrich Haeseler berichtete, dass sich an der Nomannischen Straße die Situation in der Hundekotproblematik deutlich verbessert habe. Das Aufstellen eine Tütenspenders habe gewirkt, so der Anwohner. Herrmann-Josef Mersch berichtete von einem Besuch in der Duclaire. Der neue Bügermeister der französischen Partnerstadt zeige zunehmende Begeisterung für die Verbindung der beiden Kommunen. Zum 50-jährigen Jubiläum im kommenden Jahr sei sogar ein Aufleben des Jugendaustausches denkbar. Paul Krause ergänzte den Termin für den runden Geburtstag: Am ersten Wochenende im September 2018 soll das Jubiläum gefeiert werden.

Verkehrsführung gerät wieder in den Fokus

Wieso fahren so viele Fahrzeuge vom Ihmer Tor aus in Richtung Gehrden durch das Ronnenberger Zentrum und nicht die schnellere Strecke über die Bundesstraße 217? Für Manfred Riedel ist die Sache klar: Die Beschilderung an der Bundesstraße weise auf die Strecke quer durch die Kernstadt hin. Ortsfremde Fahrer würden sich davon verleiten lassen. Der Hinweis müsse von den Schildern verschwinden, mente er. Der stellvertretende Bürgermeister Carsten Mauritz hielt dagegen, allein die Tempobegrenzung auf 30 Stundenkilometer in der Ortdurchfahrt müsse eigentlich als Abschreckung ausreichen. Diese ist aber auf den besagten Hinweisschildern nicht vermerkt. Ortsfremde Verkehrsteilnehmer merken die Einschränkung deshalb erst, wenn sie sich längst im Ortskern befinden. Eine befriedigende Lösung für die Ronnenberger bei diesem Thema scheint also noch nicht gefunden zu sein.

Zwar ist die Anzahl von Obdachlosigkeit bedrohter Menschen im ländlichen Raum geringer als in Ballungszentren, doch auch dort gibt es entsprechende Fälle. Diesen Personen zu helfen ist seit vier Jahren das Ziel des Projektes Rose. Nun verfügen die Sozialarbeiter über neue Räumlichkeiten in Empelde.

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Indem die Stadt eine Dienstleistung nicht mehr anbietet, könnte sie fast 30.000 Euro pro Jahr sparen. Zu diesem Ergebnis kommt die Prüfung eines Antrags der Grünen-Fraktion im Rat. Künftig soll sich stattdessen die Region Hannover wieder um die Kontrolle des Waffenrechts kümmern.

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Die Verwaltung der Stadt leitet einen weiteren Schritt zur Umgestaltung des Ronnenberger Ortskerns ein. Dazu hat sie den Bebauungsplan "Im Sacke/Meiergarten" zur Beratung im Auschuss für Stadtplanung vorgelegt. Dieser umfasst eine Fläche von rund 27.000 Quadratmetern.

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