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Elterntaxis: Polizeipräsenz wirkt – für einen Tag

Ronnenberg Elterntaxis: Polizeipräsenz wirkt – für einen Tag

Im gesamten Kommissariatsbereich hat die Polizei am Montag vor mehreren Schulen die sogenannten Elterntaxis kontrolliert. Dabei wurden jedoch nur wenige Verstöße registriert. Die Polizei schätzt die Zahlen allerdings als nicht repräsentativ ein und kündigt weitere unangekündigte Maßnahmen an.

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Die Polizei und die Stadt kontrollieren vor der Theodor-Heuss-Schule den fließenden und ruhenden Verkehr.

Quelle: Marcel Sacha

Ronnenberg.  Früh und zahlreich waren die Beamten des Polizeikommissariats Ronnenberg am Montag auf den Straßen in Ronnenberg, Gehrden, Hemmingen und Wennigsen unterwegs – genauer gesagt vor den dortigen Grundschulen. In einer konzertierten Aktion haben die Polizei und die jeweiligen kommunalen Fachdienste für Verkehrsüberwachung am ersten Schultag des neuen Jahres rund um die Bildungseinrichtungen die sogenannten Elterntaxis kontrolliert. Während die Polizeibeamten auf Geschwindigkeitsüberschreitungen und die korrekte Sicherung der Kinder achtete, überwachten die städtischen Mitarbeiter den ruhenden Verkehr. Schließlich gilt vor allen Schulen absolutes Halteverbot.

Insgesamt wurden laut Kommissariatsleiter Christoph Badenhop an den sechs Standorten 14 Verstöße registriert. In drei Fällen kam es demnach jeweils zu Geschwindigkeitsüberschreitungen und Falschparken, achtmal waren Kinder nicht oder nicht richtig angeschnallt.

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Im gesamten Bereich des Kommissariats Ronnenberg haben am Montag Polizei und Kommunen die sogenannten Elterntaxis kontrolliert.

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Im Ronnenberger Stadtgebiet wurden die Elterntaxis an drei Standorten kontrolliert: An den Grundschulen in Weetzen, Ronnenberg und Empelde. Insbesondere an letzterer häufen sich die Beschwerden über unerlaubtes Halten direkt vor dem Eingang. Aufgrund der schmalen Fahrbahn ist die Situation an der Theodor-Heuss-Schule (THS) dadurch sehr unübersichtlich und für die Kinder unsicher. Schulleiterin Andrea Schirmacher sprach bereits von „Chaos“. Versuche, auf freiwilliger Basis durch Bannmeilen oder sogenannte Laufbusse die Situation zu entschärfen, scheiterten an fehlendem Willen der Eltern. 

Zahlen nicht aussagekräftig

Viel Verkehr herrschte vor Schulbeginn zwar auch am Montag, Falschparker konnten Polizei und Verkehrsbehörde allerdings nicht ausmachen. „Das lag mit Sicherheit an unserer Präsenz“, sagt Badenhop. Allerdings registrierten die Polizeikräfte fünf Fälle rund um die Theodor-Heuss-Schule, in denen Kinder nicht oder falsch angeschnallt waren. Die Geschwindigkeitsverstöße ereigneten sich dagegen alle an der Hauptstraße in Weetzen, in Ronnenberg wurde lediglich ein nicht korrekt angeschnalltes Kind registriert.

Noch regelkonformer verhielten sich die Eltern in den umliegenden Kommunen. In Gehrden Am Langen Feld registrierten die Beamten lediglich zwei falsch angeschnallte Kinder, in Hemmingen-Westerfeld kam es zu zwei Parkverstößen, in Wennigsen wurde nur ein Falschparker beobachtet.

Als repräsentativ schätzt Badenhop diese Zahlen allerdings nicht ein. Da die Aktion im Vorfeld angekündigt wurde, seien viele Eltern am Montagmorgen vorsichtiger und aufmerksamer gewesen als normalerweise, ist sich der Polizeichef sicher. „Ich bin davon überzeugt, dass normalerweise mehr passiert.“ Aus diesem Grund werde die Polizei neben Präventionsveranstaltungen ähnliche Aktionen wie am Montag auch in Zukunft wiederholen, kündigte er an. „Dann aber ohne Ankündigung.“

Auch THS-Schulleiterin Schirmacher rechnet bis auf Weiteres nicht mit einem Umdenken bei den Eltern. „Es sei denn, die Polizei steht jeden Tag hier.“ Dennoch lobte sie die Aktion von Kommissariat und Stadt – ebenso wie viele Eltern. „Ich finde es gut, dass die Polizei Präsenz zeigt“, sagte Elena Felski. Sie begleitet ihre Tochter, die in die 2. Klasse geht, jeden Tag zu Fuß zur Schule. „Ich habe aufgrund der vielen Autos einfach Angst um mein Kind.“

Von Marcel Sacha

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