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Umland Ronnenberg Nachrichten Forderung nach Stadtgeschichte zum Anfassen
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00:16 14.09.2017
Historische Fotos, beispielsweise des Kalisalz-Bergwerks, könnten bald in einem Stadtarchiv der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Quelle: Herbert Rogge
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Ronnenberg

"Schrift- und Bildquellen, mit denen sich Ereignisse, Entwicklungen, Strukturen der Stadt und seiner Ortsteile rekonstruieren und dokumentieren lassen, sollten durch geeignete Maßnahmen an zentraler Stelle übernommen, registriert und erhalten werden", heißt es darin. Ein Stadtarchiv diene zudem der Heimatforschung und komme daher dem politischen und kulturellen Leben vor Ort zugute. Darüber hinaus profitiere durch den öffentlichen Zugang des Archivmaterials auch das Stadtmarketing von einem Ort mit gebündelten Informationen über die Geschichte der Stadt sowie seiner Bürger, begründen die Politiker den Antrag.

In dem Archiv sollen demzufolge unterschiedliche Unterlagen der Stadt, der Vereine sowie der Bürger gesammelt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden: Karten, Pläne, Urkunden und vieles mehr. Aus Sicht der Ratsgruppe besteht für eine solche Einrichtung ein breites Interesse innerhalb der Einwohnerschaft. "Es ist klar ersichtlich, dass die kulturelle und historische Bedeutung des Stadtarchivs gerade in jüngster Zeit zunimmt", sagt Jung. Dies bewiesen auch die Archive in Kommunen anderer Städte in der näheren Umgebung, sagt er mit Verweis auf Barsinghausen, wo ein entsprechendes Angebot seit Jahren bestehe.

Seit zwei Jahren bemühe sich der Arbeitskreis Stadtgeschichte um den Benther Wilhelm Kulke intensiv um die Verwirklichung eines Stadtarchivs, berichtet der Grünen-Fraktionschef Jens Williges. Parteiübergreifend seien sich die Ratspolitiker einig über die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung. Auch die Verwaltung habe signalisiert, dass die nötigen Mittel in den kommenden Haushalt eingestellt werden könnten. Zuletzt sei man noch auf der Suche nach geeigneten Räumen gewesen, berichtet Williges über die jüngsten Entwicklungen.

Profitieren könnten von einem Stadtarchiv nicht zuletzt auch jüngere Menschen - durch den freien Zugang zu den Archivstücken nach Jungs Ansicht auch die örtlichen und regionalen Bildungseinrichtungen. Schüler und Studenten könnten auf diese Weise Einsicht in historisches Schriftgut erhalten und somit mehr über die Geschichte der Stadt erfahren, sagt er.

Während seiner jüngsten Sitzung hatte der Stadtrat den Antrag zur Beratung an die Fachausschüsse verwiesen.

Von Marcel Sacha und Uwe Kranz

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