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Nachrichten Kleiderkammer besteht seit zehn Jahren
Umland Ronnenberg Nachrichten Kleiderkammer besteht seit zehn Jahren
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00:21 30.03.2018
Auch Bürgermeisterin Stephanie Harms (rechts) zählt zu den Gratulanten. Quelle: Heidi Rabenhorst
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Ronnenberg

 Mit einem kleinen Umtrunk hat der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Montagnachmittag das zehnjährige Bestehen der Kleiderkammer am neuen Standort Hagentor gefeiert. Der Einladung zur kleinen Feierstunde waren auch Vertreter der benachbarten DRK-Ortsvereine aus Barsinghausen, Gehrden und Goltern gefolgt. Auch Bürgermeisterin Stephanie Harms zählte zu den Gratulanten. 

Die erste Kleiderkammer war vor 30 Jahren im Juni 1988 von der damaligen DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Hedwig Sauerzapfe im Souterrain der Grundschule Ronnenberg eröffnet worden. 2003 mussten die Räume aufgeben werden, weil die Stadt Platz für die Erweiterung des Hortes benötigt hatte. Am 27. Februar 2008 wurde die Kleiderkammer von der aktuellen Vorsitzenden Susanne Keese am Hagentor wiedereröffnet.

Ein warmer Wintermantel oder eine komplette Festgarderobe? In der Kleiderkammer des DRK-Ortsvereins können sich Erwachsene und Kinder jeden Alters neu einkleiden. 1 bis 4 Euro verlangen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen für ein Kleidungsstück. Hochwertige Teile kosten etwas mehr. 

Jeder Bürger kann im DRK-Laden einkaufen, einen Einkommensnachweis muss niemand vorlegen. „Der Zuspruch ist sehr gut“, sagte Brigitte Rabisch, die mit Marion Pfaffe und Ingrid Fenner für die Kleiderkammer verantwortlich ist. Die große Nachfrage ist wohl auch darin begründet, dass die Schaufenster jede Woche neu und verlockend dekoriert werden. „Und bei uns können sich die Kunden die Kleidung selbst aussuchen. Wir haben die Kleiderkammer wie ein Geschäft aufgebaut“, berichtet Rabisch. Zum Erfolg der Einrichtung trägt auch Ingrid Fenner bei. Beruflich war sie in der Modebranche tätig und bringt ihre Erfahrung jetzt in die Kleiderkammer ein. „Ich kombiniere die gespendeten Kleidungsstücke wie in einem realen Geschäft. Meist gehen sie dann auch in der von mir gewählten Kombination weg“, berichtet die Ronnenbergerin. 

Die Helferinnen der DRK-Kleiderkammer feiern den Anlass mit einem kleinen Umtrunk.

Das anfangs gewählte Konzept, Kleidung und Wäsche tütenweise abzugeben, habe sich nicht bewährt. Sechs bis sieben Tüten hätten manche Kunden, die auch vom städtischen Sozialamt zur Kleiderkammer geschickt werden, mitgenommen. Obwohl das Warenlager gut gefüllt sei, werden neue Artikel sehr gerne entgegengenommen. Die Kleiderkammer bietet mehrere Tausend Artikel an, von Gummistiefeln bis zur Winterjacke. Im vergangenen Jahr sind die von 380 Bürgern gespendeten 3800 Teile von 790 Käufern erworben worden. Allerdings: „Der Name wird unserem hochwertigen Angebot nicht so ganz gerecht. Schön wäre die Umbenennung in DRK-Shop oder Secondhandshop“, verrät Rabisch. Während der Öffnungszeiten nehmen die Helferinnen Kleidung und Wäsche entgegen. „Bitte nur saubere, gut erhaltene Ware abgeben“, betont Petra Mohrig. Etwa ein Drittel ungeeignete Ware müssten die Helferinnen aussortieren.

Im April öffnet die Kleiderkammer, Hagentor 7, in Ronnenberg, montags, 9. und 23. April, von 15.30 bis 17.30 Uhr sowie am Dienstag, 17. April, von 9.30 bis 11.30 Uhr.

Von Heidi Rabenhorst

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