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Umland Ronnenberg Nachrichten Sonne, Sekt, Sehenswertes auf der Rowi
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07:54 28.09.2015
Beliebtes Ausflugsziel: Die Rowi ist am Sonntag gut besucht. Quelle: Kerstin Siegmund
Empelde

Willkommen in der realen Welt: Diese Aussage von Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms bei der Eröffnung am Sonnabend ist vieldeutig. Ihre Äußerung bezog Harms auf das Internet, mit dem sich bequem Einkauf oder Transaktion erledigen lassen. „Ist da eine Wirtschaftsschau überhaupt noch zeitgemäß?“ fragte Harms. Sie lieferte die Antwort gleich mit. „Man will doch sehen und anfassen, was man zu kaufen gedenkt, man will wissen, mit wem man Geschäfte tätigt, man sucht die persönliche Beratung, man wünscht den Kontakt von Mensch zu Mensch“, lautete das Plädoyer der Bürgermeisterin für die Rowi. 

Die ROWI ist eröffnet
Der Hinweis auf die reale Welt bezieht sich auch auf einen anderen Bereich. Gemeint ist der VW-Skandal, den der Autokonzern wegen geschönter Abgaswerte bei seinen Dieselfahrzeugen auslöste. Dies war auch ein Thema auf der Rowi. In einer Talkrunde mit Politikern, Klimaschutzexperten und Vertretern des Natur- und Umweltschutzes und der Stadt sprachen die Bundespolitiker Matthias Miersch (SPD) und Maria Flachsbarth (CDU) das Thema an. "Wir haben aktuell eine schwierige Phase, die Leute werden misstrauisch gegenüber dem Klimaschutz“, sagte Miersch. Er befürchtet „eine massive Glaubwürdigkeitsdelle“. Seine Bundestagskollegin Maria Flachsbarth (CDU) wird noch deutlicher. „Das Verhalten von VW hat mit Betrug und krimineller Energie zu tun, bei fünf Millionen betroffenen Fahrzeugen weltweit“, sagte die Politikerin am Sonnabend in der Talkrunde.Miersch und Flachsbarth machten sich auf der Rowi – die zum vierten Mal von der Stadt Ronnenberg und der örtlichen Wirtschaft ausgerichtet wurde – für den ganz persönlichen Klimaschutz stark. „Jeder kann selbst dazu beitragen“, sagten die Politiker. Beide ermunterten die Bürger zum Einbau energiesparender Heizungen sowie neuer Fenster und forderten sie zu einer bewusst sparsamen Fahrweise mit den Autos auf.Weitere Informationen, auch über die finanziellen Anreize aus den zahlreichen Förderprogrammen etwa für die Althausmodernisierung, erhielten die Besucher der Rowi am Stand der Stadt Ronnenberg. Beim Aktionsprogramm für den Klimaschutz hat die Stadt etliche lokale Gewerbetreibende als Partner gefunden. Klimaschutz in Ronnenberg umfasst unter anderem öffentliche und private Bauvorhaben, Mobilität und Verkehr, die Wirtschaft sowie Naturschutz und Umweltbildung.

Berater warnen Senioren vor miesen Tricks

"Wer den Versprechungen glaubt, wird selig", sagt Manfred Bohr. "Lassen Sie sich nicht über den Tisch ziehen", meint der Benther. Er ist einer von sechs Seniorenberatern, die in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Stadt Ronnenberg älteren Einwohnern zur Seite stehen. Auf der Rowi warnen sie vor Kaffeefahrten, Trickbetrügern und Handtaschenräubern. Die geschulten Berater können kostenlos von Seniorengruppen, Vereinen und Organisationen angefordert werden bei der Stadt Ronnenberg unter Telefon (0511)260936874.

Heldenhelfer spendieren Ausrüstung

 
Wir haben nur ein Leben und wir wollen alle heil nach Hause kommen.“ Mit diesen Worten fasste Vizestadtbrandmeister Hartmut Wissel die Notwendigkeit für einen Austausch der Schutzkleidung für die Freiwilligen Feuerwehren in Ronnenbergs sieben Stadtteilen zusammen.Auf der Rowi präsentierten die Brandbekämpfer an beiden Tagen die Vorteile der neuen persönlichen Ausrüstung. Jacke und Hose sind jetzt beige statt rot. „Das neue Material ist viel hitzebeständiger als das alte“, erklärt Feuerwehrmann Julius Wolf. Neu sind auch die Stiefel, die wegen ihrer Schnürung präzise einzustellen sind. Der signalfarbene Helm lässt sich besser der Kopfform anpassen. Zur Ausrüstung gehört auch eine Flammschutzhaube, die Nacken und Gesicht bei Temperaturen von über 1000 Grad schützt. „Das ist unsere zweite Haut“, sagte Feuerwehrmann Tim Knigge.Die Stadt Ronnenberg muss 300 000 Euro für die neue Ausrüstung der 285 Brandbekämpfer aufwenden. Ein Drittel der Kosten übernehmen Sponsoren. Einige dieser Heldenhelfer stellten sich auf der Rowi vor. „Wenn wir sie nicht hätten, müssten wir zehn Jahre warten, bis alle Aktiven ausgerüstet sind. Nun dauert es nur drei Jahre“, sagte Hartmut Wissel.

Von Kerstin Siegmund

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