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Stadt will Buslinien erhalten

Ronnenberg Stadt will Buslinien erhalten

Für die Buslinien 350 und 510 gibt es einen Bedarf in Ronnenberg –und auch eine Zukunft. Argumente dafür hat die Verwaltung als Grundlage für eine politische Diskussion in einer Stellungnahme zusammengestellt. 

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Die Buslinie 350 von Gehrden nach Wülfel soll eingestellt werden.

Quelle: Uwe Kranz

Ronnenberg.  Die Planungen der Region Hannover, sowohl die Buslinie 350 zwischen Gehrden und Wülfel als auch die Linie 510 zwischen Empelde und Benthe zum Jahr 2020 einzustellen, stoßen nicht nur bei Pendlern auf Kritik. Auch die Stadt Ronnenberg ist mit den Einsparungsvorschlägen in ihrer derzeitigen Form nicht zufrieden. 

In einer Stellungnahme, die als Grundlage für die politischen Diskussionen in den Ortsräten dienen soll, spricht sich die Stadtverwaltung gegen mehrere Maßnahmen zur Steigerung der Wirtschaflichkeit des öffentlichen Nahverkehrs im Bereich des Ronnenberger Stadtgebiet aus. Aus Sicht der Region sind Einsparungen notwendig, da der Betrieb der Firma Regiobus wirtschaftlicher gestaltet werden müsse. 

„Das Busliniennetz in der Region Hannover und insbesondere auch im Stadtgebiet Ronnenberg hat sich mit seiner Qualität in den letzten Jahrzehnten gut bewährt. Das Angebot ist an Nutzergruppen, aber auch an Zielorten orientiert und stellt auf eine Verknüpfung der bestehenden Nahverkehrseinrichtungen ab“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt. Auch die örtlichen Entscheidungen zum Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) hätten sich daran orientiert. 

Nicht nur in Bezug auf die Linie 510 argumentiert die Stadt sehr konkret: „Mit der geplanten Einstellung des Streckenabschnitts Empelde-Benthe werden die Haltestellen Rathaus, Apollostraße und Lange Straße (alle gelegen innerhalb von Gewerbegebieten unter anderem mit dem Rathausgelände und der Großküche des Klinikum Region Hannover) nicht mehr bedient“, schreibt die Verwaltung. Dies sei jedoch unerlässlich.  

Ein Kompensation durch die Linie 560/561 sieht die Stadt zudem kritisch, wenn diese Linie gleichzeitig im Spätverkehr ausgedünnt wird. Auch dürften nicht der Frühverkehr an Samstagen auf beide Linien eingestellt werden.

Hinsichtlich der Einstellung der Linie 350 fordern die Ronnenberger genauere Zahlen bezüglich der Schüler- und Pendlerziel- und Quellverkehre ein. Erst dann könnten die Auswirkung einer Einstellung der Linie ausreichend beurteilt werden. 

Für den gut genutzten Abschnitt dieser Linie zwischen Gehrden und Bahnhof Weetzen soll ein neuer Pendelverkehr mit je drei Fahrtenpaaren in den beiden Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags bei Beibehaltung einzelner zusätzlicher Schulfahrten eingerichtet werden. Ein zusätzliche Anbindung an die Lange Reihe in Ronnenberg soll die Attraktivität der Linie 350 erhöhen. Weitere Fahrgäste für die Linie könnten mit Ausbau der Stadtbahnverlängerung in Hemmingen gewonnen werden. 

Auf allen Linien muss zudem nach Ansicht der Stadtverwaltung die Schülerbeförderung uneingeschränkt möglich bleiben. Zustimmung erfahren die Planungen der Region für die Pläne zur Einstellung der sehr wenig genutzten Linie 533 von Bad Nenndorf nach Empelde. 

„Wir erhoffen uns aus der politischen Diskussion weitere Einzelheiten, die in die Stellungnahme eingearbeitet werden könnten“, sagt der zuständige Fachbereichsleiter, Wolfgang Zehler. Der Seniorenbeirat habe bereits zugestimmt. Das Jugendparlament hat am 12. Januar Gelegenheit, über das Papier zu beraten. Die Fachausschüsse bleiben, wegen der kurzen Reaktionszeit, die die Region eingerichtet hat, allerdings außen vor.  

Von Marcel Sacha und Uwe Kranz

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