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Vörie feiert 40 Jahre Dorfgemeinschaftshaus

Vörie Vörie feiert 40 Jahre Dorfgemeinschaftshaus

Seit eineinhalb Jahren weht frischer Wind durch das Dorfgemeinschaftshaus in Vörie. Die neuen Pächter Michaela Wessel und Friedrich Flachsbarth haben es durch Engagement und neue Ideen geschafft, neue Gäste anzulocken. Nun steht die Feier zum 40-jährigen Jubiläum an.

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Friedrich Flachsbarth und Michaela Wessel kümmern sich mit hohem Engagement um ihre Gäste im Dorfgemeinschaftshaus.

Quelle: Marcel Sacha

Vörie.  Vor eineinhalb Jahren haben Manuela Wessel und ihr Mann Friedrich Flachsbarth die Bewirtschaftung des Dorfgemeinschaftshauses übernommen. Nahezu täglich sind sie seitdem vor Ort, um ihren Gästen Essen und Getränke anzubieten oder größere Familien- oder Vereinsfeiern vorzubereiten. Den großen Schlüssel, der über der Tür zum Saal hängt, haben sie jedoch erst Anfang Dezember erblickt. In großen Buchstaben und Ziffern ist darauf das Datum geschrieben, an dem das Dorfgemeinschaftshaus das erste Mal seine Türen öffnete. Es war der 14. Dezember 1977, also vor genau 40 Jahren. „Da war uns sofort klar, dass so ein Jubiläum gefeiert werden muss“, sagt Flachsbarth.

Am Sonnabend, 13. Januar, soll es soweit sein. Ab 18 Uhr steht das Dorfgemeinschaftshaus an der Landwehrstraße für alle interessierten Gäste offen. Bei Musik, Gegrilltem und Getränken sollen die vier Jahrzehnte, die das DGH als zentrale Anlaufstelle im Ort bereits seinen Dienst erfüllt, gebührend gewürdigt werden. „Passend dazu wird es Bratwurst und Bier zu Nostalgiepreisen geben“, sagt Wessel. Ausdrücklich erklärt die erfahrene Wirtin, dass nicht nur Vörier eingeladen sind. Auch Einwohner der Nachbarorte Weetzen, Linderte oder Holtensen seien gern gesehene Gäste. 

Vom Kaufmannsladen zum Dorfgemeinschaftshaus

Auch bevor das Dorfgemeinschaftshaus im Jahr 1977 erbaut worden ist, war die Landwehrstraße 3 bereits der zentrale Anlaufpunkt für die Einwohner Vöries. Früher stand auf dem Grundstück eine alte Scheune, die als Kaufmannsladen genutzt wurde. Die Einwohner konnten somit im Dorfmittelpunkt ihre wichtigsten Lebensmittel direkt vor Ort erwerben. Darüber hinaus befand sich in der Scheune ein Kalthaus, das die Vörier als Genossenschaft gründeten und betrieben, wo sie ihre Nahrungsmittel einfrieren konnten, auch wenn sie über keinen eigenen Gefrierschrank verfügten. Anfang der 1970er-Jahre wurde die Scheune abgerissen, um Platz für ein Dorfgemeinschaftshaus zu schaffen. Anlass hierfür war der Neubau des Feuerwehrgerätehauses direkt nebenan, das nicht mehr dem damaligen Standard entsprach. Dadurch bekamen die Kameraden die Möglichkeit, nur wenige Schritte von ihrem Feuerwehrhaus entfernt ihre Sitzungen abhalten zu können – was sie bis heute tun. ms

Die Funktion des Dorfgemeinschaftshauses hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten nicht geändert. Nach wie vor treffen sich dort die örtlichen Vereine, die Feuerwehr oder kleinere Gruppen für ihre Versammlungen, zum Skat- oder Romméspielen oder einfach nur zum Klönen. „Mittlerweile sind es allerdings wieder deutlich mehr Leute als noch vor ein paar Jahren“, sagt Eckehardt Baumgarte, langjähriger Einwohner des rund 300-Seelen-Dorfes und Mitglied des Dorfvereins. Dies liegt seiner Ansicht nach vor allem am Engagement, das das Ehepaar Wessel/Flachsbarth an den Tag legt. 

„Wir versuchen in der Tat, regelmäßig neue Ideen zu entwickeln, um die Leute zu uns zu locken“, sagt Wessel. Dabei kann sie auf ihren Erfahrungsschatz im Gastronomiebereich zurückgreifen. Seit zehn Jahren betreibt sie die Sportgaststätte des SV Ihme-Roloven. Neben größeren Veranstaltungen, wie zum Beispiel einer Party zu Himmelfahrt oder Silvester, setzen Wessel und Flachsbarth auch auf optische Anreize. Neue Gardinen, Barhocker, Tischdecken oder Gläser gehören seitdem zum Ambiente des Gemeinschaftshauses. „Das sind Kleinigkeiten, die jedoch dazu beitragen, dass sich die Gäste wohlfühlen“, erklärt Wessel.

Offenbar hat das Ehepaar mit seinem gewählten Ansatz Erfolg. Besonders freuen sich beide, dass das DGH auch unter jüngeren Leuten zunehmend an Beliebtheit gewinnt. Laut Flachsbarth kommen regelmäßig junge Männer und Frauen als Weetzen oder Linderte, um in Vörie ihr Feierabendbier zu trinken. „Wir sind wirklich sehr zufrieden mit der Resonanz, die wir erfahren“, sagt Flachsbarth. Wie der landwirtschaftliche Angestellte berichtet, helfen die Gäste ab und zu schon mal beim Abräumen oder Saubermachen mit. Seine Frau kann dies nur bestätigen: „Ich habe noch nie so hilfsbereite Menschen getroffen, wie hier.“

Abseits von Feiern oder Vereinstreffen ist das Dorfgemeinschaftshaus donnerstags ab 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 14 Uhr geöffnet.

Von Marcel Sacha

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