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Ronnenberg Feuerwehr hofft auf neue Drehleiter
Umland Ronnenberg Feuerwehr hofft auf neue Drehleiter
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00:17 15.01.2019
Die Drehleiter ist eines der wichtigsten Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr Ronnenberg und soll wegen zunehmender Mängel möglichst schon im kommenden Jahr ersetzt werden. Quelle: Archiv
Ronnenberg

Werbung für eine zukunftsweisende Investition: Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms und Stadtbrandmeister Gunnar Scheele haben in der Jahresversammlung der Feuerwehr Ronnenberg auf den dringend erforderlichen Austausch der 25 Jahre alten Drehleiter hingewiesen. Harms und Scheele sprachen sich mit Nachdruck dafür aus, dass das wichtige Rettungsfahrzeug wegen zunehmender Mängel schon im nächsten Jahr ersetzt werden soll – für Kosten in Höhe von rund 850.000 Euro und sieben Jahre früher als bislang im Bedarfsplan der Feuerwehr vorgesehen.

Die Bürgermeisterin und die Feuerwehr hoffen darauf, dass der Rat der Stadt Ronnenberg der wichtigen Investition nach den Haushaltsberatungen zustimmt. „Wenn der Rat die Pläne unterstützt, gibt es eine Verpflichtungsermächtigung, dass der Austausch in diesem Jahr geplant wird, damit 2020 eine neue Drehleiter geliefert werden kann“, sagte Harms im Gemeinschaftshaus. Laut Harms und dem städtischen Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler wird für die Ersatzbeschaffung von einem Haushaltsansatz in Höhe von 850.000 Euro ausgegangen. „Die Drehleiter stammt aus dem Jahr 1993, ist seit 25 Jahren im Einsatz und wird langsam unzuverlässig“, sagte Harms. Laut Feuerwehr falle das Rettungsgerät wegen zunehmender Mängel inzwischen gelegentlich aus.

Das Problem und der Hintergrund der unerwarteten Forderung: Eigentlich ist die Anschaffung einer neuen Drehleiter laut Bedarfsplan erst für das Jahr 2025 vorgesehen. Das Rettungsgerät sei im Jahr 2000 generalüberholt worden. „Damit wurde das Alter quasi auf Null gesetzt“, begründete Harms den bisherigen Termin für einen Austausch. Im August 2000 hatte ein Feuer im Ronnenberger Gerätehaus einen Millionenschaden verursacht. Dabei war auch die Drehleiter erheblich beschädigt worden. Das umgerechnet damals rund 455.000 Euro teuere Fahrzeug war deshalb anschließend zur Reparatur und Reinigung in das Herstellerwerk geschickt worden.

Auch Stadtbrandmeister Scheele sprach sich jetzt in der Jahresversammlung für einen frühzeitigen Ersatz aus. „Es gab zwar vor 18 Jahren eine Generalüberholung, aber deshalb lassen sich nicht auch automatisch die sieben vorherigen Einsatzjahre abziehen“, sagte Scheele. Das Fahrzeug sei eines der wichtigsten Rettungsgeräte und werde keinesfalls nur benötigt, um Unfallstellen und Einsatzorte besser von oben auszuleuchten. „Der wichtigste Nutzen ist die Rettung von Menschen aus hohen Lagen, Hochhäusern und oberen Ertagen“, betonte Scheele. Er hoffe sehr auf eine positive Entscheidung des Rates.

Scheele konnte dies anschließend in seinem Jahresbericht mit Zahlen untermauern: Im vergangenen Jahr rückte die Stadtfeuerwehr demnach zu insgesamt 319 Einsätzen aus – 33 mehr als noch 2017. Allein die Zahl der Brände sei von 37 im Jahr 2017 auf 86 angestiegen. „Der enorme Anstieg ist aber auch mit neuen Bewertungskriterien in der statistischen Erfassung begründet“, räumte Scheele ein. Technische Hilfeleistungen waren von den Ortsfeuerwehren aus dem Stadtgebiet im vergangenen Jahr laut Scheele bei 204 Einsätzen zu erbringen.

Gestiegen sei aber nicht nur die Zahl der Einsätze. „Wir haben jetzt auch mehr Personal“, berichtete der Stadtbrandmeister. Die Zahl der aktiven Einsatzkräfte im Stadtgebiet ist demnach von 282 auf 291 gestiegen. In den Jugendfeuerwehren sind laut Scheele derzeit 94 Nachwuchskräfte organisiert, in den Kinderfeuerwehren leisten 67 Jungen und Mädchen ihren spielerischen Dienst.

Von Ingo Rodriguez

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