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Ronnenberg Gedenken schlägt Brücke zur Vergangenheit
Umland Ronnenberg Gedenken schlägt Brücke zur Vergangenheit
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00:17 12.11.2018
Bürgermeisterin Stephanie Harms (links) erinnert an die Verbrechen der Pogromnacht. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
Ronnenberg

 Nach den Veranstaltungen des Fördervereins Erinnerungsarbeit hat am Freitag auch die Stadt Ronnenberg der Naziverbrechen an den Juden in der Pogromnacht vor 80 Jahren gedacht. Am Denkmal der Juden, Am Weingarten, in Ronnenberg legte Bürgermeisterin Stephanie Harms nach eine Rede ein Gesteck nieder. Die anwesenden Gäste positionierten jeweils einen einen Stein zum Zeichen ihres Gedenkens auf der Fußplatte der Erinnerungsstätte.

Ein solcher Gedenktag schlage eine Brücke zur Vergangenheit“, sagte die Bürgermeisterin in ihrer Rede an der Stele. „Wir erinnern heute an das Leiden und insbesondere an diejenigen, die die Gewalttaten nicht überstanden haben.“ Mit Chjam Scheib war erstmals auch ein Vertreter der jüdischen Gemeinde in Hannover bei einer Gedenkfeier in Ronnenberg anwesend.

Wegen mangelnder Anmeldungen war ein erneuter „Rundgang der Erinnerung“ zu den früheren Stätten jüdischen Lebens in Ronnenberg kurzfristig von der Stadtverwaltung abgesagt worden. Der Förderverein Erinnerungsarbeit hatte einen solchen tags zuvor im Rahmen der eigenen Gedenkveranstaltung bereits angeboten. Am Donnerstagabend hatten zudem rund 30 Besucher im Gemeinschaftshaus den persönlichen Geschichten gelauscht, die Peter Hertel unter dem Titel „Ronnenberger Schicksale – Die Irrfahrt der St. Louis und ihre Folgen" über die früheren jüdischen Bewohner der Stadt zu erzählen hatte. Diese persönlichen Geschichte zeigten die Vergangenheit noch einmal in einem anderen Licht, stellte Bürgermeisterin Harms nach der Veranstaltung fest.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig und Uwe Kranz

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