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Ronnenberg Harms schlägt Einführung von Parkrangern vor
Umland Ronnenberg Harms schlägt Einführung von Parkrangern vor
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12:48 06.02.2019
Der Einsatz von Parkrangern könnte nach Meinung der Bürgermeisterin dazu führen, dass die Mitarbeiter des Bauhofes weniger wilden Müll einsammeln müssen. Quelle: Ingo Rodriguez (Archiv)
Ronnenberg

Wilder Müll in den Gräben, Hundekot auf den Fußwegen – zumindest der subjektive Eindruck deutet darauf hin, dass vielen Einwohner der Stadt Ronnenberg das äußere Erscheinungsbild ihrer Stadt immer weniger wichtig ist. Ausnahmen bestätigen allerdings auch bei diesem Thema die Regel. So gibt es in fast allen Stadtteilen von den Ortsräten organisierte oder angeregte Dorfputz-Aktionen, und in Empelde geht die Initiative „Sauberes Empelde“ sogar alle drei Wochen gegen die „Vermüllung des öffentlichen Raumes“ vor, wie es im Verwaltungsdeutsch heißt.

Bürgermeisterin Stephanie Harms hat nun zu diesem Thema während der Vorstellung ihres Haushaltsentwurfes eine neue Idee ins Spiel gebracht. Sie sieht eine „Stärkung der Außenpräsenz“ der Verwaltung als erforderlich an. Dazu gehören für die Bürgermeisterin die Überwachung des ruhenden und des fließenden Verkehrs sowie die Ordnung im öffentlichen Raum. Die Lösung könnten ihrer Ansicht nach so genannte Parkranger sein. Die Stadt Langenhagen habe gute Erfahrungen damit gemacht, Mitarbeiter im Stadtgebiet patrouillieren zu lassen. Dies geschehe dort in enger Zusammenarbeit mit der Polizei, erklärte Harms.

Die Stadt Langenhagen beschäftigt drei dieser Parkranger, die unter anderem auch damit beschäftigt sind, das Anleingebot für Hunde in Parks und an Seen zu kontrollieren. Bei Verstößen dürfen sie dann auch Bußgelder verhängen. Ähnliche Kontrollen könnte sich Harms auch an besonderen Orten, wie beispielsweise in Empelde Mitte oder dem neuen Quartiersplatz am Ententeich vorstellen. Dort war es in jüngerer Vergangenheit häufiger zu Vandalismus oder Vermüllungen gekommen.

Auch die Verbreitung von Hundekot auf Gehwegen oder wie hier auf der Dreiecksfläche Lange Reihe in Ronnenberg soll mit dem Einsatz von Parkrangern zurückgehen. Quelle: Uwe Kranz (Archiv)

Die derzeitigen Grenzen dieser Idee zeigt allerdings Wolfgang Zehler auf. Der Fachbereichsleiter der Stadt ist für die betreffenden Aufgaben zuständig. Bislang sind die Mitarbeiter des Bauhofes damit beschäftigt, das Stadtbild in Ordnung zu halten. Ihr regelmäßiger Einsatz habe bereits dazu geführt, dass erste Erfolge sichtbar sind, befindet er. Für die Einführung von Parkrangern gebe es allerdings weder ein ausgearbeitetes Konzept, noch personelle Ressourcen. In den derzeitig in der Beratung befindlichen Haushalt 2019 können dazu auch nur finanziellen Mittel vorgesehen werden, „wenn dazu Anträge kommen“, erklärt der Fachbereichleiter die Möglichkeiten der Politik.

Um die Kontrolle des fließenden Verkehrs zu verbessern, werde derzeit ein Mitarbeiter in der Bedienung eines Blitzgerätes der Gemeinde Wennigsen ausgebildet. Dieser Geschwindigkeitsmesser soll zusätzlich zu den regelmäßigen Messungen der Region von der Gemeinde Wennigsen ausgeliehen und in Eigenregie betrieben werden. Eine zusätzliche Aufgabe für den städtischen Mitarbeiter, der sonst mit der Kontrolle des ruhenden Verkehrs betraut ist. „Wir müssen beobachten, wie wir damit zurecht kommen“, sagt Zehler mit Blick auf die zusätzliche Belastung. Einen ähnlichen Ablauf könne er sich bei der Wahrnehmung weiterer Aufgaben eines Parkrangers vorstellen. Dass alle neuen Anforderungen auf Dauer ohne zusätzliches Personal erfüllt werden können, erscheint auf den ersten Blick allerdings äußerst schwierig.

Von Uwe Kranz

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