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Ronnenberg Historische Karten dokumentieren Stadtentwicklung
Umland Ronnenberg Historische Karten dokumentieren Stadtentwicklung
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15:55 06.01.2019
Museumsleiter Lothar von der Heide (von links), Bürgermeisterin Stephanie Harms sowie Martin Stöber, Olaf Grohmann und Wilhelm Kulke aus dem Arbeitskreis Ronnenberger Stadtgeschichte eröffnen im Heimatmuseum die Landkartenausstellung. Quelle: Ingo Rodriguez
Ronnenberg

Im Heimatmuseum Ronnenberg eröffnen sich jetzt für Besucher bei einem Blick auf alte Landkarten völlig neue Perspektiven. Dort haben Bürgermeisterin Stephanie Harms und Mitglieder aus dem Arbeitskreis Ronnenberger Stadtgeschichte (AKRS) mit Museumsleiter Lothar von der Heide eine neue Wanderausstellung eröffnet. Zu sehen sind bis zum März insgesamt 23 historische Karten, die die Lage und Aufteilung Ronnenbergs sowie aller heutigen Ortsteile in der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert dokumentieren. „Diese Ausstellung soll den Besuchern die Geschichte Ronnenbergs aus einem anderen Blickwinkeln näher bringen“, sagte Bürgermeisterin Harms bei der Eröffnung vor etwa 25 Besuchern.

Die Ausstellung und ihre Exponate werden in einem Begleitband detailliert erläutert. Quelle: Ingo Rodriguez

Das Besondere: Die alten Landkarten sind auch das Ergebnis wissenschaftlicher Forschung. Von 2012 bis 2015 befasste sich an der Leibniz Universität Hannover die Dozentin Annette von Boetticher mit Studenten eines historischen Seminares drei Semester lang mit der Geschichte der Stadt und der sieben Ortsteile – im Auftrag der Stadt Ronnenberg und des AKRS . „Ein besonderer Schwerpunkt war die Arbeit mit alten Landkarten“, sagte die Bürgermeisterin zum Auftakt. Das historische Material sei im Verlauf der Lehrveranstaltungen im Niedersächsischen Landesarchiv in Hannover gefunden und digitalisiert worden. Nach der wissenschaftlichen Auswertung habe die Dozentin das Material der Stadt für eine Ausstellung zur Verfügung gestellt, berichtete Harms. Ein Verlag hatte anschließend mit den Karten die Präsentationsform ausgearbeitet.

„Zu sehen sind auf den großformatigen und erstaunlich exakten Karten unter anderem die Aufteilungen anlässlich von Flurbereinigungen“, sagte Mitinitiator Martin Stöber aus dem Arbeitskreis. Auf der ältesten Karte aus dem Jahr 1591 wird die symbolisierte Zerstörung von Dörfern nach der Stiftsfehde von 1519 gezeigt. Die Karte diente laut Ausstellungsheft zur Vorlage in einem Prozess vor dem Reichskammergericht und dokumentiert die Schäden, die Truppen des Bischofs von Hildesheim in den Calenberger Gebieten hinterlassen hatten. Diese und weitere Informationen über die Landkarten gehen aus dem Begleitband der Ausstellung hervor, den die Stadt und der Arbeitskreis zur Erläuterung der einzelnen Exponate hat auflegen lassen. Rund 2000 Euro hat die Stadt in das Projekt investiert. Verzeichnet sind im Begleitheft in der Legende auch die Namen von früheren Grundstücksbesitzern auf den jeweiligen Kartenausschnitten.

Eine Karte aus dem Jahr 1865 zeigt die damalige Umgebung von Ronnenberg und die Lage zu Wettbergen unter Berücksichtigung der Feldmark. Quelle: Ingo Rodriguez

Ebenso wie der Eintritt in das Heimatmuseum sind für Besucher der Ausstellung auch die Hefte kostenlos. Es seien bislang 200 Exemplare gedruckt worden, teilte die Bürgermeisterin mit. Die Ausstellung ist sonntags von 15 bis 17 Uhr im Heimatmuseum an der Straße Über den Beeken zu sehen. Zusätzliche Termine können mit dem Museumsleiter vereinbart werden. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.heimatmuseum-ronnenberg.de.

Von Ingo Rodriguez

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