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Ronnenberg Eine komplette Lösung für die Grundschule
Umland Ronnenberg Eine komplette Lösung für die Grundschule
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00:17 07.01.2019
Platz für vielerlei Nutzung sehen Wolfgang Zehler (von links), Torsten Kölle, Cord Hennies, Stephanie Harms und Frank Schulz im Altbau der heutigen Grundschule. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg/Empelde

Die bevorstehende Anmietung von Büroräumen im Sparkassengebäude an der Langen Reihe eröffnet der Stadtverwaltung die Möglichkeit, ein Umzugspuzzle für mehrere städtische Einrichtungen zu lösen. Der dritte und letzte Teil unserer Serie beschäftigt sich mit den Veränderungen am Schulstandort Ronnenberg, die auch Auswirkungen auf den Stadtteil Empelde haben würden.

Die neuesten Schülerzahlen und die Planungen, in allen Grundschulstandorten mittelfristig ein Ganztagsangebot machen zu wollen, drängt die Stadt vor allem am Standort Ronnenberg zum Handeln. Bis zum Sommer sollen zunächst auf der Sportfläche am Mühlenrähr Container errichtet werden, in denen der Hort untergebracht wird. Dadurch werden Kapazitäten in der Grundschule für den Unterricht frei.

Eine wirkliche Lösung für die Probleme am Schulstandort bringt jedoch nur ein großer Wurf, und diesen sieht die Verwaltung in einem Umzug der Jahrgänge 5 und 6 der Marie Curie Schule an den Standort in Empelde. Erste Planungsschritte dazu sind während der Feiertage bereits erfolgt. „Wir sind aber noch in der Findungsphase“, sagt Fachbereichsleiter Torsten Kölle.

Für den Ronnenberger Standort würde das bedeuten, dass der dortige Bau der Marie Curie Schule frei werden würde für einen Umzug der Grundschule. Die Klassenräume in ausreichender Anzahl mit einer Größe von 75 Quadratmetern sowie eine vorhandene Mensa und Aula würden für die Grundschule alle Voraussetzungen für das Ganztagsangebot erfüllen. „Ronnenberg würde eine Komplettlösung bekommen“, stellt Kölle fest.

Zusätzlich würden im Altbau der heutigen Grundschule Räume frei, die Verwaltung nutzen könnte. Die nach den ersten Maßnahmen noch in der Velsterstraße verbliebenen Büros des Personalrates und der Schiedsleute könnten wie die 2. Chance hier einziehen. Darüberhinaus böte das Raumangebot Platz für Angebote der Volkshochschule, und auch die Stadtteilbücherei könnte in dieses Gebäude umziehen. Mehrere, teilweise bereits barrierefreie, Eingänge begünstigen eine vielfältige Nutzung des Baus. Der aktuell laufende Umbau des Veraltungstraktes der Grundschule werde aber nicht gestoppt, so Fachbereichsleiter Frank Schulz. Der Umzug erfolge erst in etwa sieben bis zehn Jahren und danach sei eine ähnliche Nutzung vorgesehen, begründete er die Fortsetzung der Arbeiten.

Standort Weetzen in der Warteschleife

Während in Ronnenberg die Plänefür die Erweiterung der Grundschule konkreter werden, weisen die Schülerzahlen auch für den Standort Weetzen einen Erweiterungsbedarf für die kommenden Jahre aus. Die Verwaltung will aber zunächst abwarten, wie sich die Neubebauung auf dem Areal der früheren Zuckerfabrik anlässt. Dort soll nach ersten Überlegungen vor allem Wohnbebauung entstehen, was eine weitere Erhöhung der Schülerzahlen erwarten lässt.

Wenn die Bebauung der Zuckerfabrik beginne, müsse parallel auch mit der Schulerweiterung begonnen werden, sagte Bürgermeisterin Stephanie Harms. Anders als in Ronnenberg stünden in Weetzen die Flächen zur Verfügung. Zur Überbrückung könnten auch Container aufgestellt werden, so Fachbereichsleiter Torsten Kölle. Damit habe man an der Theodor-Heuss-Schule in Empelde gute Erfahrungen gemacht. uw

Vor diesem Umzug müssen allerdings zunächst Räumlichkeiten für die Klassen 5 und 6 am Standort der Marie Curie Schule in Empelde gebaut werden. Glücklicherweise könnten dort Synergieeffekte genutzt werden, sodass nicht jeder Raum eis zu eins ersetzt werden muss. Kölle und Thomas Peest, Teamleiter Bildung, haben sich jeden einzelnen Raum der KGS angesehen, um diese Effekte zu ermitteln. Außerdem hat die Schulleitung kurz vor Weihnachten einen Raumbedarfsplan erstellt.

Cord Hennies, Teamleiter Gebäudewirtschaft, erstellt nun mithilfe dieser Informationen zwei mögliche Planungsvarianten, die möglichst noch im Januar zunächst den Verwaltungsausschuss vorgestellt werden sollen. Flächen stehen laut Hennies rund um die bestehende KGS noch zur Verfügung, so im Bereich des wenig genutzten Schulgartens oder der früheren Tennisplätze. „Zu 99,9 Prozent muss der TuS mit seinem Sportheim umziehen“, sagt Bürgermeisterin Stephanie Harms voraus. Man sei mit dem Verein aber bereits in Gesprächen, und die Schulen würden den Plänen ohnehin sehr aufgeschlossen gegenüber stehen.

Bremse für einen baldigen Schulumzug ist dagegen die Menge der aktuellen Bauprojekte, mit denen die Verwaltung beschäftigt ist. „Ganz nebenbei“, so Harms, baue das Team um Hennies schließlich gerade die neue Grundschule Auf dem Hagen in Empelde und diverse Kindertagesstätten im Stadtgebiet.

Von Uwe Kranz

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