Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ronnenberg Lüerßen soll Dorfgemeinschaftshaus werden
Umland Ronnenberg Lüerßen soll Dorfgemeinschaftshaus werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:21 26.02.2019
Nur wer genau hinsieht, kann noch erkennen, dass es sich bei dem Gebäude um das frühere Gasthaus Lüerßen handelt. Quelle: Uwe Kranz
Weetzen

Gasthäuser waren in früheren Zeiten Zentren dörflichen Lebens. In Weetzen soll das für das frühere Gasthaus Lüerßen bald wieder gelten. Der Ortsrat hat jetzt einstimmig für die Nutzung des Gebäudes als Dorfgemeinschaftshaus (DGH) votiert. Dem soll der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch, 27. Februar, zustimmen.

Die Stadt Ronnenberg hatte das Gebäude nach der Schließung des Gasthauses Ende 2015 zur Unterbringung von Flüchtlingen erworben. Schon stand als mögliche Nachnutzung ein Dorfgemeinschaftshaus für den Stadtteil Weetzen im Raum. Trotzdem bedurfte es noch eines Antrages der örtlichen CDU, um den Prozess hin zur neuen Nutzung jetzt in Gang zu bringen.

Zunächst sollte die Verwaltung die Eignung des früheren Gasthauses als DGH prüfen. Das Ergebnis war positiv, nicht zuletzt, da Lüerßen bereits barrierefrei zugänglich ist und über ein differenziertes Raumangebot verfügt. Allerdings war die Stadt zunächst zurückhaltend, was das Platzangebot anging: Lediglich der Flur, der Saal, die Garderobe, die Toiletten und eine Teeküche wurden zur gemeinschaftlichen Nutzung empfohlen. Im Ortsrat kündigte Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms jetzt allerdings Verbesserungen an. Die Anfrage stamme aus dem vergangenen Jahr, die Antwort aus dem Dezember. Inzwischen deute sich aber an, dass für den Hortbetrieb der Grundschule keine Räume bei Lüerßen benötigt würden, führte sie aus. Deshalb könnten voraussichtlich auch weitere Räume für das DGH freigegeben werden.

Das hörten die Ortsratsmitglieder gern, zumal auch kleineren Vereinsgruppen entsprechende Räume zur Verfügung gestellt werden sollten, wie Thomas Bensch (SPD) anmerkte. Weitere Detailplanungen wurden aber überwiegend zurückgestellt. „Es ist heute nur unsere Aufgabe zu sagen ,Plant weiter’“, stellte Sylvie Röhrkasten (Grüne) fest. Einstimmig gaben die Ortsratsmitglieder diesen Auftrag dann auch an die Verwaltung, wobei Manfred Behrens (CDU) die Gelegenheit nutzte, festzustellen, das für ihn eine spätere Privatnutzung des DGH keine Option sei. Lediglich Vereinen soll dies seiner Meinung nach gestattet sein.

Auch ein weiterer Antrag der CDU fand die Zustimmung aller Ortsratsmitglieder. Allerdings wurde der beschlossene Einbau einer Behindertentoilette auf 2020 verschoben, da diese Einrichtung keine Voraussetzung für die Eröffnung eines DGH sei, wie Harms erklärte. Die geschätzten Kosten für diesen Umbau belaufen sich auf rund 20.000 Euro.

Ob der Stadtrat im Zuge der Haushaltsberatungen für den Etat 2019 am Mittwoch ebenso einstimmig für ein DGH in Weetzen stimmt, erscheint fraglich. Im Fachausschuss für Gebäudewirtschaft hatte zuvor zumindest Dieter Herbst (FDP) stattdessen für einen Verkauf des Gebäudes plädiert. In Anbetracht der Haushaltslage müsse man sich ansehen, „was wir uns als freiwillige Leistungen leisten können“, sagte er. Dem hielt Jens Williges (Grüne) entgegen, für eine Veräußerung könne lediglich das Grundstück einen angemessenen Preis erzielen.

Die öffentliche Sitzung des Stadtrates, in der unter anderem auch noch einmal über die Einführung der dritten Kraft in Kitagruppen abgestimmt werden muss, beginnt am Mittwoch um 18 Uhr in der Aula der Marie Curie Schule, Am Sportpark, in Empelde.

Von Uwe Kranz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Jazzbegeisterte Besucher erleben im Café benthe.mitte einen wundervollen Abend. Lars Holzapfel ergänzt das Programm mit Texten von Mark Twain und Elke Heidenreich.

26.02.2019

Mit 12.500 Euro fördert der Lions-Club in diesem Jahr soziale Projekte. Insgesamt hat der Verein mit dem Verkauf seines Adventskalenders seit 2013 bereits mehr als 60.000 Euro zur Verfügung gestellt.

26.02.2019

Mit der Zusammenlegung der Marie Curie Schule in Empelde hat das Pendeln für Schüler und Lehrkräfte ein Ende. Rat soll am 27. Februar die Planungen zum Umzug beschließen.

25.02.2019