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Ronnenberg Teichner-Umzug verschiebt die Kräfte im Rat
Umland Ronnenberg Teichner-Umzug verschiebt die Kräfte im Rat
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22:36 26.06.2018
Symbolbild Quelle: Florian Wallenwein
Ronnenberg

Mit einem Antrag zur Tagesordnung der öffentlichen Sitzung hat Felix Teichner am Dienstagabend in der Aula der Marie Curie Schule seinen Abschied aus dem Rat der Stadt Ronnenberg eingeleitet. Der Fraktionschef der AfD bat darum, einige Dankesworte sprechen zu dürfen. Hintergrund: Teichner wechselt kurzfristig den Wohnort und muss deshalb sein Mandat aufgeben.

Für die AfD-Fraktion, die erstmals in der laufenden Ratsperiode in die Ronnenberger Bürgervertretung mit fünf Ratsherren eingezogen ist, steht damit zwei Jahre nach der Kommunalwahl bereits der zweite Wechsel an der Spitze an. Im Januar 2017 hatte die Fraktion ihren damaligen Vorsitzenden Manfred Depner nach Differenzen ausgeschlossen. Seither hatte Teichner die in der Fraktion verbliebenen vier Abgeordneten angeführt.

Brisanz für den Rat erhält der Rückzug Teichners, weil es in der Partei keinen Nachrücker für das Mandat gibt. Deshalb bleibt der Stuhl des scheidenden AfD-Poltikers in Zukunft frei. Die knappe Einstimmen-Mehrheit, über die die Gruppe 2 mit CDU, Freie Wähler und FDP zusammen mit der Bürgermeisterin Stephanie Harms (CDU) und den Stimmen der AfD gegenüber der Gruppe 1 mit SPD und Linken zusammen mit den Grünen hatte, ist somit dahin.

Dazu kommt, dass die fünf AfD-Politiker schon in den zurückliegenden Monaten nach dem Disput mit Depner nicht selten uneinheitlich abgestimmt hatten und somit auch bei Einigkeit der Fraktionen keine Garanten für eine Mehrheit waren. Bei wichtigen Entscheidungen wie der Auslegung der neuen Grundschule in Empelde hatte die AfD ohnehin gemeinsam mit Gruppe 1 und Grünen gestimmt.

Teichner überraschte mit der Nachricht seines Rückzuges auch die Bürgermeisterin, die anschließend eine offenbar noch fehlende schriftliche Benachrichtigung der Verwaltung anmahnte. In seiner kurzen Rede begründete der Noch-AfD-Fraktionschef seinen Umzug mit familiären Gründen. Im Rat habe er „überwiegend gute Erfahrungen gemacht“. Sein Dank galt den Bürgern und seinen Fraktionskollegen für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. Bürgermeisterin Harms bezeichnete er „trotz Vorbehalten als Glückgriff für Ronnenberg“.

Von Uwe Kranz

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