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Ronnenberg Rat begrüßt neue Gleichstellungsbeauftragte
Umland Ronnenberg Rat begrüßt neue Gleichstellungsbeauftragte
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12:58 13.09.2018
Lara Carolin Sindt (Mitte) wird von Jens Williges (v.l.), Dieter Schur, Stephanie Harms, Hans-Heinrich Hüper, Karin Reinelt und Georg Zimbelmann begrüßt. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Eine Einigkeit, wie sie in der Vergangenheit selten bei diesem Thema im Rat der Stadt Ronnenberg festzustellen war, herrschte am Mittwoch bei der Bestimmung der neuen Gleichstellungsbeauftragten. Die Beschlussvorlage, Lara Carolin Sindt für diese Aufgabe einzustellen, erhielt die Stimmen aller anwesenden Ratsmitglieder. Um die Notwendigkeit und die Besetzung dieser Stelle in der Verwaltung hatte es in zu früheren Zeiten zum Teil intensive Diskussionen zwischen den Fraktionen gegeben.

Der jüngste Disput hatte sich im Fachausschuss zwischen dem SPD-Fraktionschef Dieter Schur und Bürgermeisterin Stephanie Harms ereignet. Schur forderte Einsicht in einen Bericht, den Sindts Vorgängerin Katherine Jürgens bei ihrem Ausscheiden im Frühjahr hinterlassen hatte. Harms entgegnete, diesen wegen fehlender Kapazitäten noch nicht für den Rat aufbereitet zu haben. Der Ausschuss forderte die Bürgermeisterin deshalb auf, dieses bis zur nächsten Ausschusssitzung nachzuholen.

Während der zurückliegenden Sitzung des Verwaltungsausschusses hatten sich mehrere Bewerberinnen für die Stelle einer Gleichstellungsbeauftragten vorgestellt. Sindt habe die Mitglieder des Gremiums dabei am meisten überzeugen können, erklärte Harms während der Ratssitzung. Das bekräftigten die Mitglieder des Rates mit ihrem anschließenden einstimmigen Votum für die Einstellung Sindts. Harms begrüßte die neue Mitarbeiterin mit einem Blumenstrauß. Die Ratsvorsitzende Karin Reinelt, die Gruppenvorsitzenden Dieter Schur (SPD und Linke) und Hans-Heinrich Hüper (CDU; Freie Wähler und FDP) sowie die Fraktionschefs Jens Williges (Grüne) und Georg Zimbelmann (AfD) schlossen sich den Glückwünschen spontan an.

Die 26-Jährige wird am 3. Dezember ihren Dienst aufnehmen. Wie ihre Vorgängerin bekleidet sie als Gleichstellungsbeauftragte eine halbe Stelle. Gerade abgeschlossen hat die neue Verwaltungsmitarbeiterin ein Bachelor-Studium der Sozialwissenschaften. Die verbleibende Zeit will Sindt indes nutzen, um an der Leibnitz-Universität in Hannover ihren Master-Abschluss in Soziologie zu machen.

Bezahlbare Wohnungen am Seegrasweg?

Nicht nur in den sozialen Netzwerken läuft die Suche nach „bezahlbaren Wohnungen“ in Ronnenberg auf Hochtouren. Zumindest einigen Wohnungssuchenden mit kleinem Geldbeutel konnte Erster Stadtrat Torsten Kölle in der Ratssitzung Hoffnung machen. Der Empelder Rüdiger Waldeck hatte sich während der Einwohnerfragestunde erkundigt, warum in dem Baugebiet am Seegrasweg der Wohnblock Nenndorfer Straße 1d leersteht. Kölle erklärte, dieses Gebäude werde frei gehalten, da die Region im Dezember eine neue Zuweisungquote angekündigt habe. Falls diese den jetzigen Erwartungen entsprechend niedrig ausfällt, könnten die Wohnungen in dem Block als Sozialwohnungen genutzt werden. Dazu müsste die Region das Belegungsrecht an den Investor zurückgeben. Entsprechende Gespräche mit der Region liefen bereits, so Kölle.

Jürgens hatte in ihrer nur eineinhalbjährigen Amtszeit als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ronnenberg immer wieder auf die ihrer Erfahrung nach knapp bemessene Stundenzahl im Vergleich zu ihren vielfältigen Aufgaben hingewiesen. Im Frühjahr hatte sie die Stadt verlassen, um anderswo eine Vollzeitstelle anzutreten. Seither hatte Birgit Sommerfeld den Posten als Gleichstellungsbeauftragte kommissarisch ausgefüllt. Die Leiterin des Teams Soziale Dienste wird die Vertretung Sindts auch in Zukunft ausüben.

Von Uwe Kranz

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