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Ronnenberg Lüerßen soll Gemeinschaftshaus werden
Umland Ronnenberg Lüerßen soll Gemeinschaftshaus werden
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14:06 08.01.2019
Das frühere Gasthaus Lüerßen wartet auf eine Nachnutzung. Der Ortsrat kann sich hier ein Dorfgemeinschaftshaus vorstellen. Quelle: Uwe Kranz
Weetzen

Nachdem die große Flüchtlingswelle von 2015 inzwischen deutlich abgeebbt ist, sind viele der damals eilig eingerichteten Unterkünfte wieder für andere Nutzungsmöglichkeiten freigeworden. Das gilt auch für das frühere Gasthaus Lüerßen an der Hauptstraße in Weetzen. Im Ortsrat reift inzwischen der Plan, das Gebäude künftig als Dorfgemeinschaftshaus den Bürgern zur Nutzung zur Verfügung zu stellen. Aus einer Antwort der Verwaltung auf einen Prüfantrag der CDU-Fraktion im Ortsrat geht nun hervor, dass dieser Plan unter bestimmten Voraussetzungen umsetzbar ist – wenn auch nicht im gesamten Gebäude.

Bei der Beurteilung des Gebäudes hat die Verwaltung vor allem für das Obergeschoss Sicherheitsbedenken. „Das gesamte Objekt, insbesondere das Obergeschoss, lässt sich aufgrund der erschwerten Zugänglichkeiten und des fehlenden zweiten baulichen Fluchtweges im Bereich der oberen Räumlichkeiten nicht als ein in sich abgeschlossenes Gemeinschaftshaus umbauen“, heißt es in dem Papier, das von Bürgermeisterin Stephanie Harms unterzeichnet ist. Lediglich der Eingangs- und Flurbereich, der Saal, die Garderobe, die sanitären Anlagen inklusive einer noch zu bauenden Behindertentoilette und die Teeküche könnten demnach den Bereich eines Gemeinschaftshauses bilden. Eine Kostenschätzung für die dazu notwendige Umgestaltung des Gehäuses wurde allerdings noch nicht vorgenommen.

„Dieses Haus ist geradezu prädestiniert als Dorfgemeinschaftshaus“, hatten die CDU-Politiker in ihrer Anfrage befunden. Bis das frühere Gasthaus zu neuen Dorfmittelpunkt werden kann, müssen allerdings auch noch organisatorische Hürden genommen werden. So müsse zwingend die Benutzungsordnung und Gebührensatzung für die Gemeinschaftshäuser der Stadt Ronnenberg modifiziert werden, schreibt die Verwaltung. Dazu ist zu klären, ob in Weetzen lediglich Vereine, Verbände und Institutionen Zugriff auf die Räume haben sollen oder ob sich auch Privatpersonen für Veranstaltungen in das Dorfgemeinschaftshaus einmieten dürfen. Derzeit ist noch zwei Vereinen die Nutzung die Räume aus Gewohnheitsrecht für ihre Treffen gestattet.

Die Stadt hat Erfahrungen mit beiden Varianten gesammelt. In Ronnenberg und Vörie sind Privatpersonen außen vor, in Linderte und Ihme-Roloven wird auch privat gefeiert. Dabei verweist die Verwaltung auf Probleme und ungerechtfertigte Nutzungen bei der zweiten Variante. Unbeaufsichtigt feiernde Gruppen sorgten demnach häufig für Schäden und Verlusten beim Inventar. Es komme zu Ruhestörungen und Polizeieinsätzen. Außerdem komme es vor, dass Einheimische – quasi als „Strohmänner“ – die Räume für auswärtige Personen anmieteten.

Details könnten „im weiteren Verfahren“ geklärt werden, heißt es im Schreiben der Verwaltung. Dazu gehört auch, in welcher Weise die Regenbogenschule und der Hort Räume in dem betreffenden Gebäude benötigten. „Wir behalten uns vor, einen Antrag zur Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses im ehemaligen Gasthaus Lüerßen zu stellen“, hatte die CDU-Fraktion bereits in ihrer Anfrage angekündigt.

Von Uwe Kranz

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