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Seelze Heimatmuseum lädt zu Erzählcafé ein
Umland Seelze Heimatmuseum lädt zu Erzählcafé ein
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15:31 11.01.2019
Im alten Klassenraum: Waltraud Gertz (von links), Heinz Gehrke, Knut Werner und Evelyn Gorsler. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Das Heimatmuseum Seelze plant an seinem neuen Standort im Alten Krug diverse zusätzliche Aktionen und Angebote. Auftakt ist ein Erzählcafé zum Thema „Schulerinnerungen“ am Sonntag, 20. Januar. Zudem zieht der Museumsverein in Sachen Besucherzahlen eine positive Zwischenbilanz.

Seit der Eröffnung der neuen Räume im Alten Krug am 9. September habe das Museum bis Ende vergangenen Jahres rund 2750 Besucher gezählt, sagt Knut Werner, Vorsitzender des Museumsvereins. Am alten Standort in Letter seien es dagegen im gesamten Jahr im Schnitt zwischen 2500 und 3000 Besucher gewesen. „Die Entwicklung zeigt, dass es eine gute Entscheidung gewesen ist, das Museum mitten in der Stadt anzusiedeln.“ Mit dem Umzug habe der Museumsverein auch die Chance gehabt, die Räume selbst zu planen und zu gestalten, ergänzt der Museumsleiter Heinz Gehrke. „Das ist unser Museum.“ Werner verweist darauf, dass die Mitglieder nicht nur alles selbst geplant, sondern vieles auch in wochenlanger Eigenarbeit umgesetzt hätten. Das neue Museum sei doppelt so groß und biete damit neue Möglichkeiten. So werde die aktuelle Sonderausstellung zum Thema „Schule im Wandel der Jahrhunderte – Die Entwicklung der Seelzer Dorfschulen“ laufend durch neue Exponate ergänzt.

Museumsverein lädt zum Austausch von Erinnerungen ein

Die Resonanz sei gut, berichtet Evelyn Gorsler vom Schulteam. Seit den Herbstferien hätten allein 15 Schulklassen die Ausstellung besucht. Überwiegend dritte Grundschuljahrgänge, aber auch Schüler der neuen IGS und der Fortbildung „Arbeit und Leben“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Am Rande der Ausstellung hätten sich unter den Besuchern immer wieder Gespräche ergeben. Dies greife das Museum mit einem neuen Angebot auf und richte ein Erzählcafé zum Thema „Schulerinnerungen“ ein. Am Sonntag, 20. Januar, kann von 15 bis 17.30 Uhr darüber geredet werden, wie früher der Unterricht war, welche Strafen und welche Besonderheiten des Schulalltags es gab. „Es kann jeder dabei sein.“ Es bleibe den Besuchern selbst überlassen, ob sie nur zuhören oder eigene Schulerinnerungen erzählten. Dies sei die erste Begleitveranstaltung zur laufenden Sonderausstellung. Eine weitere zum Thema „Hauswirtschaft“, in der es um Handarbeiten und Kochen ginge, sei für Februar geplant. Möglicherweise gebe es auch ein drittes Erzählcafé zum Thema „Schulausflüge“.

Zusatzinformation für Themenräume

Für den Museumsverein sei dies Neuland, sagt der Vorsitzende. Das Museum wolle neben der Schulklasse auch seine drei anderen Themenräume Schuster, Friseur und „gute Stube“ mit besonderen Veranstaltungen hervorheben. Vorgesehen sei, einen Schuhmacher ebenso einzuladen wie einen Friseur, die dann die alten Werkzeuge fachkundig erklären könnten. Zudem solle es zu beiden Räumen Tafeln geben, auf denen das jeweilige Handwerk präsentiert wird, sagte Gehrke. Die Gerätschaften seien alle vorhanden, ihr Sinn würde aber häufig nur auf Führungen erklärt. Der Museumsverein will außerdem alle Ortsräte einladen.

Öffnungszeiten werden erweitert

Gute Erfahrungen habe das Museum mit zusätzlichen Öffnungszeiten gemacht, etwa beim Seelzer Lichtermeer und beim Obentrautmarkt. „Wir haben deshalb beschlossen, künftig an diesen Tagen auch wieder zu öffnen“, sagte Werner. Auch die Möglichkeit von Sonderführungen biete der Verein an, etwa für im Saal von Flügels Restaurant feiernde Hochzeitsgesellschaften. Großes Interesse gebe es auch von den Bewohnern des benachbarten Seniorenzentrums, die ebenfalls schon das Museum besucht hätten. Das Heimatmuseum Seelze habe auch ein gutes Verhältnis zum Museumsverband Niedersachsen & Bremen, der in diesem Jahr zwei Fortbildungen in Seelze anbiete, sagte Gehrke.

Junge Leute sind gefragt

Ein Ziel sei auch, junge Leute in den Verein einzubinden. Eine Mitgliedschaft wirke auf einige vielleicht abschreckend. Deshalb sei es auch eine projektbezogene Arbeit möglich, etwa bei der Mitgestaltung einer Ausstellung. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, erreicht Gehrke unter den Rufnummern (05137) 4392 oder (0151) 55914598.

Von Thomas Tschörner

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