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Seelze Lift an Seelzes Heimstättenbrücke fällt aus
Umland Seelze Lift an Seelzes Heimstättenbrücke fällt aus
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00:16 13.07.2018
Während der Sperrung des Aufzuges bleibt nur der Weg über die Treppe, um die Heimstättenbrücke nutzen zu können. Quelle: Thomas Tschörner
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Seelze

Der Aufzug an der Heimstättenbrücke an der Kantstraße bleibt ab Montag, 23. Juli, für voraussichtlich neun Tage außer Betrieb. Die Sanierung der Türen wird nach Einschätzung der Stadtverwaltung bis zum 31. Juli dauern. „Die Stadt Seelze bittet alle Nutzerinnen und Nutzer um Verständnis“, sagt Stadtsprecher Carsten Fricke. Denn die Heimstättenbrücke ist eine wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer von Seelzes Zentrum über die Bahnlinie nach Seelze-Süd. Dabei wird auch der Fahrstuhl stark nachgefragt: Die Stadt gibt die Frequenz mit durchschnittlich mehr als 20.000 Fahrten im Monat an.

Im Auftrag der Stadt tauschen Mitarbeiter eines Fachbetriebes defekte Türelemente aus, erklärte Fricke. „Außerdem erneuern sie den Rostschutz am Aufzugsockel.“ Die Zugänge zum Aufzug werden in dieser Zeit abgesperrt und mit entsprechenden Hinweisen versehen. Im weiteren Umfeld der Heimstättenbrücke weisen zudem mehrere Schilder auf die Sperrung hin, die von der Verwaltung bereits aufgestellt worden sind. Voraussichtlich am Dienstag, 31. Juli, soll der Fahrstuhl nach Abschluss der Arbeiten und der erforderlichen Abnahme durch den TÜV wieder freigegeben werden.

Nach einem Antrag der Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen hatte der Ausschuss für Bau und Umwelt im April beschlossen, dass die Verwaltung die Realisierungsmöglichkeit eines zusätzlichen Fahrstuhls oder einer Rampe am Zugang der Heimstättenbrücke an der Kantstraße prüfen soll. Die Verwaltung hatte dazu angeregt, sich erst im Zuge der Haushaltsplanberatungen auf die konkrete Variante festzulegen.

Die Grünen halten den Aufzug und die relativ steile Treppe für einen Engpass auf dem Weg zwischen Seelze und Seelze-Süd. Deshalb hatten sie vorgeschlagen, den Fahrstuhl an der Heimstättenbrücke durch eine Rampe zu ersetzen. Diese sei immer nutzbar. Angesichts der steigenden Einwohnerzahl des Neubaugebiets Seelze-Süd und die „erwartbare Zunahme der Reparaturanfälligkeit“ des Fahrstuhls sei dies sinnvoll. Die Verwaltung hält eine Rampe für realisierbar und schätzt die Kosten auf rund eine Million Euro. Der zu überbrückende Höhenunterschied sei mit 7,30 Meter aber sehr groß. Um das Bauwerk barrierefrei zu gestalten dürfe die Neigung mit Zwischenpodesten maximal 6 Prozent und ohne Podeste 5 Prozent betragen. Die Rampe würde dann inklusive Zwischenpodeste rund 150 Meter lang werden, ohne Podeste 146 Meter. Würde aus Kostengründen von der Barrierefreiheit abgerückt, müsse geklärt werden, wie steil die Rampe sein dürfe, um zumindest von geschobenen Rollstuhlfahrern und Rollatorbenutzern bewältigt werden zu können.

Günstiger sei mit rund 280.000 Euro der Bau eines zweiten Fahrstuhls, den die Verwaltung als Alternative ins Gespräch gebracht hatte. „Der große Vorteil eines Fahrstuhls an dieser Stelle ist, dass jedem, also neben Fahrradfahrern und Eltern mit Kinderwagen auch Rollatorbenutzern, Rollstuhlfahrern oder auf andere Weise gehbehinderten Menschen, eine barrierefreie Möglichkeit gegeben wird, den kürzesten Weg über die Heimstättenbrücke zu wählen“, hatte die Stadtverwaltung in ihrer Informationsvorlage für die politischen Gremien betont. Die Verwaltung widerspricht auch der Einschätzung, dass der Fahrstuhl besonders anfällig sei. Tatsächlich sei der Aufzug relativ zuverlässig: Im vergangenen Jahr habe es zehn mehrstündige Ausfälle gegeben, bei durchschnittlich mehr als 20.000 Fahrten im Monat.

Von Thomas Tschörner

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