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Umland Seelze Nachrichten 24 Schwimmer wagen sich ins kühle Nass
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00:16 04.01.2018
24 Schwimmer machen beim Neujahrsschwimmen mit. Quelle: Sandra Remmer
Letter

 Läufer kennen dieses Gefühl, wenn nach den ersten Kilometern eine wohlige Wärme den Körper durchfährt. Sich dann nach dem Laufen allerdings in den fünf Grad kalten Stichkanal zu stürzen, da gehört schon einiges an Überwindung dazu.

24 Menschen haben beim Neujahrsschwimmen der SG Letter 05 den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Etwa 100 Zuschauer verfolgten das Spektakel.

24 Schwimmer haben sich am Montag überwunden und sind ins kalte Wasser gesprungen. 21 von ihnen hatten sich zuvor auf einer sieben Kilometer langen Strecke am Stichkanal warmgelaufen. 

Ohne Überwindung geht es nicht

„Am Anfang ist es eiskalt. Dann geht es“, schilderte Mandy Krause ihre Erfahrung. Sie ist bereits zum dritten Mal dabei und gehört somit zu den Wiederholungstätern. Eine Premiere war der Sprung in den kalten Kanal für Henning Oploch. „Ich hatte mir das einfach vorgenommen. Die ersten Meter sind bitter, dann geht es. Wenn man erstmal am Ufer steht, dann gibt es kein Zurück mehr. Da herrscht dann auch Gruppenzwang“, sagte der Letteraner. Erfrischend fand auch Rolf Hackbarth das Bad im Stichkanal. „Jetzt ist man wach“, meinte der Ortsbürgermeister. 

Tee, Kaffee und Kekse zur Stärkung

Zwischendrin, davor oder danach: Jeder konnte sich an einem kleinen Büfett mit Kaffee, Tee und Keksen stärken. Dort erwartete auch David Dirksen die Teilnehmer, um deren Präsenz abzuhaken. Jeder, der den Lauf und das Schwimmen erfolgreich absolviert hatte, bekam als Andenken eine Urkunde überreicht. „Es sind viele alte bekannte Gesichter heute dabei, aber auch viele neue – vor allem junge Leute“ stellte Jessika Zimmermann von der SG Letter 05 fest. 

Feuerwehr sorgt für Sicherheit

Dafür, dass das Neujahrsschwimmen nicht nur eine sportliche, sondern auch eine sichere Angelegenheit ist, sorgt in jedem Jahr die Freiwillige Feuerwehr. Warm verpackt in einem Taucheranzug überwachte Feuerwehrtaucher Bernhard Behning das Geschehen vom Wasser aus. Per Tauchtelefon und Leinenzugzeichen konnte er während der gesamten Zeit mit seinem Kollgen René Corterier und den weiteren Feuerwehrkameraden am Ufer kommunizieren. „Der Stichkanal ist in der Mitte etwa viereinhalb Meter tief“, erklärte Corterier. Doch mit Freizeittauchen sei die Aufgabe eines Feuerwehrtauchers nicht vergleichbar. „Die Sicht ist sehr schlecht, man orientiert sich nur per Tastinn“, sagte der Feuerwehrtaucher, der auch Ortsbrandmeister in Dedensen ist. Um vorbeifahrende Schiffe darauf hinzuweisen, dass Schwimmer im Stichkanal unterwegs sind, hatte die Feuerwehr eine blauweiße Fahne am Ufer angebracht. 

Zufrieden zeigte sich auch Dirk Platta von der SG Letter mit dem Verlauf des Neujahrsschwimmens und versprach, dass es die Aktion zum Start ins neue Jahr auch in 2019 geben wird. 

Von Sandra Remmer

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