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Umland Seelze Nachrichten 27-jähriger Letteraner täuscht Überfall vor
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16:56 12.01.2018
Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um den angeblichen Räuber zu stellen. Quelle: Symbolbild (Archiv)
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Letter

 Einen Großeinsatz mit zehn Streifenwagen hat am Donnerstag ein 27-jähriger Mann ausgelöst. Seine Behauptung, von einem bewaffneten Mann überfallen und geschlagen worden zu sein, stellte sich aber als erfunden heraus, teilt die Polizei mit. Der Letteraner muss nun die Kosten für den Einsatz tragen und sich wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten.

Letteraner übergibt angeblich 400 Euro an Räuber

Der 27-jährige Letteraner hatte sich am Donnerstag um 16.50 Uhr über Notruf bei der Polizei gemeldet. „Er gab an, dass er soeben auf der Lange-Feld-Straße überfallen und beraubt worden wäre“, berichtet Ralf Hantke, Sprecher des Polizeikommissariats Seelze und Leiter des Einsatz- und Streifendienstes.  Der 27-Jährige schilderte einen männlichen Angreifer mit dunkler Kleidung und südländischem Aussehen, der ihn mit einer Pistole bedroht und Bargeld von ihm verlangt hätte. Der Räuber hätte zudem die Schusswaffe auch für einen Schlag gegen seinen Kopf eingesetzt, erklärte der Letteraner seine Verletzung. Daraufhin hätte er dem Unbekannten 400 Euro in bar übergeben, der dann mit der Beute geflohen sei.

Mehr als zehn Streifenwagen sind im Einsatz

Die in Letter eintreffenden Polizisten stellten auch tatsächlich eine äußerliche Verletzung am Kopf des Anrufers fest und leiteten eine Fahndung nach dem Räuber ein. Für die ersten Maßnahmen wurden zehn Streifenwagen alarmiert. Darunter waren neben Fahrzeugen aus Seelze auch Diensthundeführer aus Hannover und Streifenwagen der Autobahnpolizei.  „Parallel zur Fahndung wurde das vermeintliche Opfer zu weiteren Tatdetails befragt“, sagte Hantke. Während dieser Befragungen und weiterer intensiver Ermittlungen hätten die Beamten dem Letteraner dann nachweisen können, dass sich die Tat so nicht zugetragen haben konnte. 

27-Jähriger gibt zu, den Überfall nur vorgetäuscht zu haben

Letztendlich gab der 27-Jährige gegenüber den Polizisten dann auch kleinlaut zu, dass er die Tat nur vorgetäuscht hatte. Als Grund für sein Handeln nannte er Geldsorgen. Die Verletzung am Kopf hatte er sich kurz vor seinem Anruf selbst beigebracht. Nunmehr ermittelt die Polizei nicht mehr wegen wegen eines Raubdeliktes gegen Unbekannt, sondern gegen das vermeintliche Opfer wegen des Vortäuschens einer Straftat. „Das Strafgesetzbuch sieht dafür eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor“, erklärte Hantke. Weiterhin werden dem Anrufer die entstandenen Kosten für die polizeilichen Maßnahmen in Rechnung gestellt, deren Höhe noch nicht bekannt ist.

Von Thomas Tschörner

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