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Anrufer geben sich als Polizisten aus

Mindestens fünf Fälle in Velber Anrufer geben sich als Polizisten aus

Mehrmals haben Unbekannte bei Einwohnern von Velber angerufen und sich als Polizisten ausgegeben. „Allein in der Heinrich-Beensen-Straße gab es drei Anrufe“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Hannover. Die Polizei gibt Tipps, wie sich Bürger vor Betrügern schützen können.

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Die Polizei rät, im Zweifel bei der örtlichen Dienststelle anzurufen oder den Notruf zu wählen.

Quelle: Thomas Tschörner

Velber.  Mit mindestens fünf Anrufen haben Unbekannte am Montag versucht, an Informationen von Velberanern über Geld und Wertgegenstände zu kommen. Die Masche war dabei stets gleich: Die Anrufer gaben sich als Polizisten aus und behaupteten, Einbrecher festgenommen zu haben. Dabei seien sie angeblich auch auf die Adresse des Angerufenen gestoßen, von dem sie nun weitere Informationen benötigen würden, erläutert ein Sprecher der Polizeidirektion Hannover das Vorgehen der Kriminellen. „Allein in der Heinrich-Beensen-Straße waren es drei Anrufe.“ Über den Tag verteilt seien es in Velber mindestens fünf Anrufe gewesen. Diese sogenannte Vorbereitungshandlung sei noch keine Straftat.

Täter nutzen Technik und beeinflussen Telefondisplay

In der Regel würden die Täter dann aber versuchen, Informationen zu Geldbeträgen, sonstigem Vermögen und Wertgegenständen in Erfahrung zu bringen und an diese zu gelangen. Dies sei als Trickbetrug eine Straftat. Die Polizei registriere vermehrt derartige Anrufe, nicht nur in Hannover und der Region, sondern bundesweit. Häufig seien die Täter auch in der Lage, im Telefondisplay des Angerufenen die Nummer der Polizei oder des Notrufs 110 erscheinen zu lassen. Die angezeigte Nummer sollte nicht zurückgerufen werden.

Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Trickbetrügern

Die Polizei warnt deshalb vor Anrufen falscher Polizeibeamter und gibt erneut Tipps, insbesondere an Senioren, an Angehörige, aber auch an Bankmitarbeiter: So sollten am Telefon keine Angaben zu Vermögensverhältnissen gemacht werden. Polizisten würden zudem personenbezogene Daten und Kontoverbindungen nie am Telefon erfragen. „Gehen Sie in keinem Fall auf Geldforderungen oder die Übergabe von Wertgegenständen ein.“ Vorgezeigte Polizeiausweise sollten sorgfältig überprüft werden, im Zweifelsfall bei der örtlichen Dienststelle nachgefragt werden. Fremde sollten nicht in Haus oder Wohnung gelassen werden. „Setzen Sie sich mit Ihrer örtlichen Dienststelle in Verbindung, wenn Sie einen Anruf von einem mutmaßlichen Polizisten erhalten haben oder wählen Sie den Notruf“, rät die Polizei weiter. Bankmitarbeiter sollten bei Verdachtsfällen im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihre Kunden auch über diese Masche aufklären und vor der Auszahlung hoher Geldbeträge die Polizei informieren.

Von Thomas Tschörner

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