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Nachrichten Boris Pfeiffer und „Das wilde Pack“
Umland Seelze Nachrichten Boris Pfeiffer und „Das wilde Pack“
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00:13 22.02.2018
Boris Pfeiffer liest den vierten Klassen der Regenbogenschule aus seinem Buch "Das wilde Pack" vor. Quelle: Patricia Chadde
Seelze

 Der Förderverein von Seelzes Regenbogen-Grundschule hat ein glückliches Händchen gehabt. Die Mitglieder engagierten den Berliner Autoren Boris Pfeiffer (53), der am Freitag zu einer Lesung kam. „Wir möchten unseren Schülern besondere Anreize bieten, zum Buch zu greifen“, erläutert Konrektorin Gerda Schlinke die Aktion. Mit der abenteuerlichen Geschichte vom streundenden Wolf  Hamlet, die Boris Pfeiffer gestenreich und in variierenden Stimmlagen vorträgt, trifft der erfolgreiche Kinderbuchautor auch in Seelze den Nerv seiner Zuhörer. „Seine Geschichte ,Das wilde Pack’, handelt vom Wolf namens Hamlet, der nur das Leben innerhalb der Zoomauern kennt.

Boris Pfeiffer und Das wilde Pack Quelle: Patricia Chadde

Dort wurde Hamlet geboren, gefüttert und immer größer. Bis Hamlet ausbricht und sich zum ersten Mal auf unbekanntem Terrain, nämlich Berlins Straßen herumtreibt.  Während ihn ein Mann am Kiosk  für einen streunenden, nicht „anjeleinten Köter“ hält, hat Hamlet vom Rumlaufen auf dem Asphalt bald wunde Pfoten und immer heftiger werdenden Hunger. Erste Überlebenstipps bekommt Hamlet auch, beispielsweise von einem Kolibri, der ihn zum „Ampel“ genannten Chamäleon führt. Die erste Regel in Hamlets neuer Gruppe heißt: „Keiner frißt den anderen“. Hamelt versteht. Und Regel Nummer Zwei? Keine Ahnung, es ist schon schwer genug, Regel eins einzuhalten, wie Ampel erläutert. Immer wieder unterbricht Pfeiffer seine Lesung, berichtet von seinem baldigen Geburtstag, dem 54. und wie er selbst zum Schreiben kam. Statt Klavier wollte der 13-jährige Boris nämlich lieber das Formulieren von Gedichten lernen.

Boris Pfeiffer im Dialog mit den Schülern. Quelle: Patricia Chadde

Die zehn- bis elfjährigen Grundschüler lassen sich von Pfeiffers facettenreichen Vortrag in Bann schlagen. Zugleich tritt der erfolgreiche Kinderbuchautor in Dialog mit seinen Zuhörern und fragt zum Beispiel nach: „Welches Tier hat denn einen roten Hintern?“ Der Pavian natürlich und wenn Pfeiffer dann weiterliest keckert er den weiteren Text in der Stimmlage des wilden Tieres. Manchmal stellt Boris Pfeiffer auch gar keine richtig formulierte Frage, sondern lässt rätseln, zu welcher Art das springende, münzgroße und türkis gefärbte Tier namens Karamba wohl gehören mag. Die Grundschüler raten sich durch den südamerikaischen Dschungel, angefeuert vom Schriftsteller der darauf mit unterschiedlichen Betonungen des Begriffes „Karmaba“ reagiert. In 45 Minuten sind sich Schriftsteller und Schüler näher gekommen und damit es keine Entzugserscheinungen gibt, schenkt Pfeiffer der Schulbibliothek sieben Bücher aus seinem aktuellen Schaffen. Jugendlichen ist er sicher auch bekannt, denn er setzte die Serie „Die ???“ fort. Wer zu Hause weiterlesen mag, wird erfahren, ob der Zoodirektor, den Hamlet kennt, noch mit dem Gift des Pfeilgiftfrosches Karamba in Berührung kommen wird. Auch die Begegnung von Wolf Hamlet, seinen neuen Freunden und dem Zoodirektor in einem Berliner Feischmeckerrestaurant verspricht einen turbulenten Fortgang der abenteuerlichen Geschichte.

Von Patricia Chadde

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