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Hälfte der Ganztagsschüler isst in der Mensa zu Mittag

Seelze Hälfte der Ganztagsschüler isst in der Mensa zu Mittag

Während der Schulzeit werden täglich 260 Essen in den Ganztagsgrundschulen ausgegeben. Am Georg-Büchener-Gymnasium in Letter sind es rund 80 Essen, im Schulzentrum Seelze dagegen nur 29 warme Mahlzeiten.

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An der Grundschule Dedensen nehmen besonders viele Kinder das Mittagessen in Anspruch.

Quelle: Christina Lange (Archiv)

Seelze.  In den Grundschulen nutzt rund die Hälfte der Ganztagsschüler das Angebot eines warmen Mittagsessens, in Dedensen sogar mehr als 80 Prozent der Schüler. Während am Georg-Büchner-Gymnasium (GBG)  rund 80 Prozent der Ganztagsschüler ein Mittagessen zu sich nehmen, werden in der Bertolt-Brecht-Gesamtschule im Schnitt 22 und in der Humboldtschule sieben Essen ausgegeben. Diese Zahlen nennt die Verwaltung auf eine Anfrage der SPD-Ratsfraktion.

Anteil der zu Mittag essenden Schüler entspricht den Erwartungen

Im Durchschnitt werden in den Grundschulen täglich 260 Mahlzeiten ausgegeben, am GBG 80 und im Schulzentrum Seelze mit Humboldtschule und Bertolt-Brecht-Gesamtschulen 29. „Der Anteil der Schüler, die das Essensangebot nutzen, entspricht in etwa den Erwartungen und den Erfahrungen in anderen Kommunen“, erklärt Bürgermeister Detlef Schallhorn. Überdurchschnittlich hoch sei der Anteil der Kinder in der Grundschule Dedensen, die ein Essen in Anspruch nehmen. Das Gymnasium hätte zunächst mit einem größeren Zuspruch gerechnet. An den beiden verpflichtenden Ganztagen in der Bertolt-Brecht-Schule sei die Nachfrage groß, an den anderen Tagen aber noch steigerungsfähig. 

Größe der Portionen sind auf das Alter abgestimmt

Das Schulessen wird von zwei Firmen geliefert: Die Firma Meyer Menü ist für Grundschulen und Schulzentrum zuständig, der Caterer vomfeinsten für das GBG. Die Portionen sind auf die Altersgruppen abgestimmt. An den Grundschulen und im Schulzentrum Seelze gibt es jeweils ein normales und ein vegetarisches Essen sowie wahlweise ein Dessert. Im GBG stehen neben normalem Essen, vegetarischem Essen auch Essen ohne Schweinefleisch sowie Salat zur Auswahl. Zweimal die Woche gibt es Dessert.

 Stadt zahlt Zuschuss von 20 Cent pro Essen

Für die Nichtteilnahme am Schulessen gibt es nach Einschätzung der Verwaltung diverse Gründe. Manche Eltern wollten mit ihren Kindern warm zu Abend essen. Kinder mit Allergien erhielten häufig von zu Hause ein spezielles Lunchpaket. Anderen Eltern seien die Kosten zu hoch oder das Anmeldeverfahren zu kompliziert. In den Grundschulen und im Schulzentrum kosten die Essen unter Berücksichtigung des städtischen Zuschusses von jeweils 20 Cent entweder 2,40 Euro (vegetarisch) oder 2,70 Euro. Das Dessert kostet 0,50 Euro. Im GBG sind für eine Mahlzeit 3,50 Euro zu zahlen. Berechtigte Eltern können zudem Zuschüsse aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beantragen, womit sich der Eigenanteil der Eltern auf 1 Euro verringert. Im September hatten Erziehungsberechtigte von 82 Jungen und Mädchen an den Grundschulen und im Schulzentrum diese Förderung genutzt, am GBG wurden von den Eltern 22 Berechtigungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket genutzt. 

Nach dem Bau einer neuen Mensa in der Brüder-Grimm-Schule soll das Catering neu ausgeschrieben werden, erklärt Schallhorn. Während der Übergangslösung in der Seniorentagesstätte und der Bauphase und der Mensanutzung in der Humboldtschule durch Schüler der Regenbogenschule soll die erprobte Zusammenarbeit mit der Firma Meyer Menü fortgesetzt werden. Ansonsten könnten die Verträge mit den Anbietern jährlich zum Schuljahresende gekündigt werden. Beschwerden zur Menge oder Qualität des Essens würden in der Regel sofort mit dem Anbieter besprochen. 

Von Thomas Tschörner

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