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Die SPD liegt deutlich über ihrem Bundestrend

Seelze Die SPD liegt deutlich über ihrem Bundestrend

Die SPD hat in Seelze mit 31,1 Prozent ein deutlich besseres Ergebnis erreichen können als im Bundesdurchschnitt mit 20,8 Prozent. "Das ist keine Sensation, das war immer so", sagt SPD-Ratsherr Heinrich Aller selbstbewusst. Auch in der Region liege Seelzes SPD ganz vorn. Allerdings ärgere ihn das Abschneiden der AfD, sagte Aller.

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Einige Kommunalpolitiker und Besucher verfolgen die Ergebnisse der Bundestagswahl im Rathaus, darunter auch Angehörige des Obentraut-Gefolges.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Mit 31,1 Prozent haben die Sozialdemokraten in der Obentrautstadt die meisten Stimmen auf sich vereinigen können. Alle anderen Parteien sind unterhalb ihrer Bundesergebnisse geblieben: Die CDU kam auf 29,9 Prozent (Bund: 33,0 Prozent), die Grünen auf 7,4 Prozent (9  Prozent), Die Linke auf 7,1 Prozent (9,2 Prozent), die FDP auf 8,7 Prozent (10,7 Prozent) und die AfD auf 11,8 Prozent (12,6 Prozent).

Auch bei den Erststimmen liegt der SPD-Kandidat Matthias Miersch in Seelze mit 37,7 Prozent vorn, gefolgt von Maria Flachsbarth (CDU) mit 33,1 Prozent und Sabine Barbara Ehrke (AfD) mit 11,3 Prozent. „Unser Wahlkampf hat Miersch geholfen, den Wahlkreis zu gewinnen“, ist Aller überzeugt. Der große persönliche Einsatz von Miersch und der Seelzer Helfer sei honoriert worden. „Uns freut, dass die CDU mit ihren hochtrabenden Ansprüchen gescheitert ist“, sagte Aller. Ärgerlich sei dagegen, das Abschneiden der AfD. „Mein Wunsch wäre, dass Martin Schulz vor der Wahl gesagt hätte, was er eine Minute nach der Wahl gesagt hat“, spielte Aller auf Schulz’ Absage an eine erneute Große Koalition an. Mit der SPD als Führungsmacht wäre eine bunte Koalition möglich gewesen. Insgesamt sei das Ergebnis für die Seelzer SPD aber so, dass jetzt vor der Landtagswahl die Anstrengungen nochmals intensiviert werden müssten.

„Die SPD ist in Seelze sehr stark“, räumte CDU-Fraktionschef Jens Willms ein. Sowohl Aller in Seelze als auch Rolf Hackbarth in Letter seien sehr präsent. Er hätte sich gewünscht, dass der SPD-Bundestrend auch auf Seelze durchgeschlagen hätte. Bedenklich sei, dass so viele Leute sich für radikale Parteien entschieden hätten. „Was macht man mit Leuten, die die großen Parteien nicht abholen konnte?“, fragt sich Willms. Die Große Koalition habe in vielen Bereichen gut gearbeitet. Die CDU habe sie deshalb nicht so verteufelt wie die SPD.Seelze sei für die FDP ein ganz schwieriges Terrain, sagte FDP-Ratsherr und -Landtagskandidat Harald Temmler. Wenn die Liberalen zwischen 6 und 8 Prozent halten könnten, könnten sie schon zufrieden sein. Es gelte, junge Leute aufzubauen. Er sei erschüttert, dass die Große Koalition rund 53 Prozent der Stimmen erhalten habe und sich nun mit der SPD einer der Partner aus dem Staub mache. „Das Martin Schulz sich jetzt nicht um den Staat, sondern um seine Partei kümmern will, ist erbärmlich.“ Mit dem Seelzer Ergebnis der FDP sei er zufrieden. Dies sei aber nur eine Momentaufnahme – „kein Grund, um vor Glück berauscht zu werden“.

Er sei insgesamt zufrieden, sagte Grünen-Fraktionschef Knut Werner. Vor ein paar Jahren habe es einen Hype für die Grünen gegeben, der aber vorbei sei. Der Kandidat sei zudem in der Stadt unbekannt gewesen. Nicht zuletzt würden die Grünen in den Medien vernachlässigt, meinte Werner.

So haben Seelzes Ortsteile gewählt:

Almhorst:   Maria Flachsbarth liegt mit 37,7 Prozent vor Matthias Miersch, der auf 36,2 Prozent kommt. Die CDU erzielt mit 34,6 Prozent ein überdurchschnittliches Ergebnis, die SPD erreicht 28,2 Prozent, die Grünen 9 Prozent, FDP und Linke kommen auf jeweils 7,4 Prozent, die AfD auf 10,3 Prozent.

Dedensen: Matthias Miersch erzielt 38,1 Prozent, Maria Flachsbarth 32,4 Prozent. Die SPD führt mit 31,6 Prozent, es folgen die CDU (29 Prozent), AfD (10,6 Prozent), FDP (10,2 Prozent), Grüne (9,4 Prozent) und Linke (6,1 Prozent).

Döteberg: Maria Flachsbarth kann sich über 43,9 Prozent freuen, Matthias Miersch erreicht 28,3 Prozent. Die CDU erzielt mit 37,8 Prozent eines ihrer besten Ergebnisse in Seelze, die SPD ist mit 20,2 Prozent abgeschlagen. Die Grünen erreichen 14,9 Prozent, die Linke 8,5 Prozent, die FDP 8 Prozent und die AfD 6,4 Prozent.

Gümmer: Matthias Miersch liegt mit 38,4 Prozent vor Maria Flachsbarth (31,6 Prozent). Die SPD liegt mit 30,2 Prozent vorn. Die CDU erzielt 28,1 Prozent, die AfD 13,3 Prozent, die FDP 10,2 Prozent, die Grünen 7,4 Prozent und die Linke 7 Prozent.

Harenberg: Maria Flachsbarth erreicht 41,6 Prozent, Matthias Miersch 34,5 Prozent. Die CDU kann 36,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen, die SPD 27,8 Prozent, die AfD 10,7 Prozent, die FDP 7,9 Prozent, die Grünen 7,2 Prozent und die Linke 6,8 Prozent.

Kirchwehren: Matthias Miersch liegt mit 36,9 Prozent vor Maria Flachsbarth (33,1 Prozent). Die CDU erreicht 31,2 Prozent, die SPD 28,1 Prozent, die AfD 12,9 Prozent, die FDP 8 Prozent, die Linke 7,6 Prozent und die Grünen 7,2 Prozent.

Lathwehren: Maria Flachsbarth erzielt 35,6 Prozent, Matthias Miersch 33,2 Prozent. Die CDU kommt auf 31,2 Prozent, die SPD 29,2 Prozent, die AfD 11,1 Prozent, die FDP 9,5 Prozent, die Linke 8,7 Prozent und die Grünen 7,1 Prozent.

Letter: Matthias Miersch erhält 38,8 Prozent, Maria Flachsbarth 29,7 Prozent. Die SPD holt mit 32,3 Prozent die meisten Stimmen, gefolgt von CDU (26,6 Prozent), AfD 14,4 Prozent, FDP 8,3 Prozent, Grüne 7,2 Prozent und Linke 6,5 Prozent.

Lohnde: Matthias Miersch wird von 41,2 Prozent gewählt, Maria Flachsbarth von 30,7 Prozent. Die SPD kommt auf 33,9 Prozent, die CDU auf 27,4 Prozent, die AfD auf 11,4 Prozent, die FDP auf 9,8 Prozent, die Grünen auf 7,5 Prozent und die Linke auf 6,6 Prozent.

Seelze: Matthias Miersch errreicht 37,9 Prozent, Maria Flachsbarth 28,7 Prozent. Die SPD liegt beu 32 Prozent, die CDU bei 26,1 Prozent, die AfD bei 14,6 Prozent, die Linke bei 9,6 Prozent, die FDP bei 7,5 Prozent und die Grünen bei 5,8 Prozent.

Velber: Matthias Miersch holt 39,4 Prozent, Maria Flachsbarth 33 Prozent. Die SPD liegt mit 28,4 Prozent knapp vor der CDU mit 28 Prozent. Es folgen die Grünen mit 13,5 Prozent, die FDP mit 10,3 Prozent, die Linke mit 8,1 Prozent und die AfD mit 7,8 Prozent.

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