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Umland Seelze Nachrichten Göxer Brücke: Endlich wieder freie Fahrt
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15:59 11.04.2014
Wieder frei: Die Brücker an der Göxer Landstraße: Seelzes Ortsbürgermeister Michael Biank (von links), Uwe Schindler, Leiter des Geschäftsbereichs Nienburg des niedersächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, der SPD-Ratsherr und ehemalige Landtagsabgeordnete Heinrich Aller, Staatssekretärin Daniela Behrens, Bürgermeister Detlef Schallhorn und Reitergeneral Michael von Obentraut alias Schauspieler Rainer Künnecke. Quelle: Errol Jurgens
Seelze

Zwar im strömenden Regen, aber es ist vollbracht: Nach eineinhalb Jahren Sperrung ist die Eisenbahnbrücke über die Göxer Landstraße (L 390) am Freitag offiziell wieder für den Verkehr freigegeben worden. Damit ist nicht nur das Seelzer Stadtzentrum von den südlichen Ortsteilen wieder ohne große Umwege direkt erreichbar, sondern auch die wichtige Nord-Süd-Verbindung L 390 von Garbsen bis ins Calenberger Land und den Südwesten der Region wieder frei.

Ein Fest für eine Brücke: nach 18 Monaten heißt es  wieder freie Fahrt auf der Göxer Landstraße. Viele Pendler mussten lange Umwege in Kauf nehmen.

Auch als Umleitungsstrecke bei Staus auf der A 2 steht sie wieder zur Verfügung. „Seelze ist wieder da“, rief Bürgermeister Detlef Schallhorn den rund 300 Seelzern zu, die sich das historische Ereignis nicht entgehen lassen wollten.
„Toll, dass so viele da sind“, freute sich Daniela Behrens, Staatssekretärin im niedersächsischen Verkehrsministerium. Dagegen hätten sich Vertreter der Deutschen Bahn und die örtlichen Landtagsabgeordneten rar gemacht. Noch wichtiger war ihr, dass sich die Verkehrssicherheit mit den beidseitig abgetrennten Rad- und Fußwegen und einer breiteren Fahrbahn deutlich erhöht habe. Die Stadt hat dafür rund 200.000 Euro investiert.  Schallhorn trat zudem hartnäckigen Gerüchten entgegen, dass demnächst womöglich die Kanalbrücke, die sich an die Eisenbahnbrücke anschließt, gesperrt wird: „Das ist nicht so.“ Auch habe sich der auf zehn Millionen Euro prognostizierte Kaufkraftverlust für die Geschäftsleute nicht bewahrheitet. Zahlen nannte Schallhorn nicht.
Etwa 6,7 Millionen Euro hat der Neubau der 76 Meter langen Brücke gekostet, davon tragen das Land 3,2 und die Deutsche Bahn AG 2,8 Millionen Euro. Die alte, 107 Jahre alte Brücke war marode und schon vor fünf Jahren für den Schwer- und Gütertransport von mehr als 16 Tonnen gesperrt worden.

Mit der Freigabe der Eisenbahnbrücke endete am Freitag auch die Zeit langer Umwege über die Umleitungsstrecken. Das betrifft nicht nur Autos und Lastwagen, sondern auch den Busverkehr. Der neue Fahrplan von Regiobus gilt aber erst ab Montag.

Autoverkehr: Die Einbahnstraßenregelung für die Hafenstraße wird aufgehoben, der Stadtteil Lohnde ist wieder wie früher von der B 441 aus erreichbar. Außerdem werden an der St.-Martins-Kirche die Metallpoller wieder eingebaut, sodass eine direkte Zufahrt von der Bonhoefferstraße aus in die Martinskirchstraße nicht länger möglich ist.
Auch ist die Zufahrt von der L 390 in die Bremer Straße und umgekehrt dann wie vor der Brückensperrung nur noch landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Radfahrern gestattet.
Ebenfalls in den Ursprungszustand zurückversetzt wird die Zufahrtsregelung für die Ulmen- und Lindenstraße. Dort wird in der nächsten Woche die Zufahrt wieder mit Blumenkübeln geschlossen. Radfahrer können die Straßen aber weiterhin nutzen.
Eine letzte Regelung betrifft die Zufahrt auf den Wertstoffhof Lohnde an der Werftstraße, der bisher von einem benachbarten Grundstück aus angefahren werden musste. Ab Dienstag, 15. April, wird die Zufahrt wieder von der Werftstraße aus möglich sein. Außerdem werden die Halteverbote im Hermannstal und an der Werftstraße aufgehoben.

Busverkehr: Neue Brücke, neue Fahrpläne – so lautet das Motto bei Regiobus. So wird die Umleitung der Regiobuslinien 572 und 573 sowie des RufTaxis Seelze über die Straßen Vor den Specken und Krumme Masch aufgehoben. Die Fahrzeit aus Seelze-Süd und den südlichen Stadtteilen in die Kernstadt sowie zum Bahnhof verkürzt sich damit wieder um rund sechs Minuten.
Die Abfahrtszeiten der Linien 431 und 574 werden ebenfalls angepasst: Die Linie 431 verkehrt ab Garbsen künftig auf allen Fahrten acht Minuten später als bisher. Die Abfahrtszeiten in der Gegenrichtung von Seelze nach Garbsen sowie der Fahrweg bleiben unverändert.
Die Linien 572 und 573 fahren ab Montag wieder ihren regulären Fahrweg zwischen den Haltestellen Seelze/Bahnhof und Seelze/Am Kanal. Der Haltepunkt Seelze/Am Kanal wird dazu wieder an seine ursprüngliche Position an die L 390 verlegt.

Oliver Kühn

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