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Umland Seelze Nachrichten Neuer Laden für soziales Kaufhaus gesucht
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00:15 22.08.2014
In Seelze oder Letter soll eine fairkauf-Filiale entstehen. Derzeit werden noch geeignete Räumlichkeiten gesucht. Quelle: Symbolbild
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Seelze

Das Geschäft muss 350 bis 400 Quadratmeter Fläche bieten. Werden auch Möbel verkauft, müssen es mindestens 500 Quadratmeter sein. Die Miete für den Laden muss bezahlbar sein und der Standort viel Laufkundschaft bieten.

Die Stadt hatte sich vor gut einem Jahr an die Genossenschaft gewandt. Tenor: Ein soziales Kaufhaus mit Möbelverkauf würde gut zur Stadt passen. „Wir haben uns erst vor Kurzem die leer stehende Filiale eines Drogeriemarkts in der Seelzer Innenstadt angesehen. Die Miete ist uns zu teuer. Zehn Euro pro Quadratmeter können wir uns nicht leisten“, sagt Nicola Barke, geschäftsführendes Vorstandsmitglied von fairkauf. Zerschlagen habe sich ein ebenfalls leer stehendes Objekt in Letter als Standort. „Die wollten uns nicht“, sagt Barke. Die Geschäftsräume eines ehemaligen Supermarkts in der Nähe der Innenstadt seien wiederum für die Bedürfnisse von fairkauf schon zu abgelegen gewesen.

Die gemeinnützige fairkauf-Genossenschaft hat Läden in Laatzen, Hannover und Langenhagen. Sie ist ein Qualifizierungsbetrieb. Langzeitarbeitslose werden wieder an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt. Als Angestellte bei der Genossenschaft werden sie angeleitet und von Sozialpädagogen betreut. Sie bleiben zwischen vier Wochen und sechs Monaten und müssen das Kaufhaus auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können.

Die Genossenschaft finanziert sich durch Artikel, die von Bürgern gespendet und zu günstigen Preisen an Menschen mit schmaler Geldbörse und an Laufkunden verkauft werden. Die Genossenschaft erhält keine Förderung. Trotz der Rückschläge will die Genossenschaft am Ball bleiben. „Wir werden bei der Stadt erneut unser Interesse bekunden“, sagt Barke.

Treeske Hönemann

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