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Umland Seelze Nachrichten Gümmer hat genügend Kandidaten für Kirchenvorstand
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23:55 21.02.2018
Die Kapelle in Gümmer ist das älteste Gotteshaus in Seelze. Quelle: Patricia Chadde
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Gümmer

 Für die Wahl eines neuen Kirchenvorstands in Gümmer gibt es inzwischen genügend Kandidaten. Der amtierende Vorstand, der nicht erneut antritt, habe noch einmal intensiv geworben und Erfolg gehabt. „Ich freue mich als Pastor sehr darüber“, sagte Gerald Petzold, der als Geistlicher für die Gemeinden in Gümmer und Dedensen zuständig ist. Damit hat sich noch alles zum Guten gewendet: Denn im Dezember hatte es noch keinen einzigen Kandidaten für die Kirchenvorstandswahlen am 11. März gegeben. Der Geistliche hatte sogar schon eine Fusion mit einer benachbarten Kirchengemeinde ins Gespräch gebracht, falls sich keine Kandidaten finden ließen. Damit wäre eine 60 Jahre währende Selbstständigkeit verloren gegangen. 

Bei der jüngsten Kirchenvorstandssitzung habe es sogar acht Interessenten gegeben, berichtet Petzold. Mit allen habe es intensive Gespräche gegeben. Der Pastor spricht von einem „Superklima“. Dabei sei als Ergebnis herausgekommen, dass nun sechs Frauen und Männer kandidieren. „Das ist eine komplett neue Mannschaft.“ Mit einem Durchschnittsalter von 43 Jahren sei der zur Wahl stehende neue Kirchenvorstand für die Zukunft gut aufgestellt. „Das bietet neue Chancen, ich freue mich als Pastor sehr darüber.“

Nadine Pfeiffer vom alten Kirchenvorstand, die sich wegen ihrer ehrenamtlichen Arbeit in Rat und Ortsrat Gümmer nicht mehr erneut als Kirchenvorsteherin zur Verfügung stellt, hatte zahlreiche Gespräche geführt –mit Erfolg. „Das war wie eine kleine Lawine, es haben sich dann immer mehr gefunden.“ Sie sei stolz auf die Liste, die sehr vielversprechend sei.

Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl

In den Gemeinden der evangelischen Landeskirche Hannover werden am 11. März die Kirchenvorstände neu gewählt. Von den rund 700 Gemeindegliedern in Gümmer sind 632 wahlberechtigt. Maximal acht, mindestens aber vier Kirchenvorsteher können in Gümmer für eine Dauer von sechs Jahren die Interessen der Gemeinde vertreten.

Mirjam Erkoc Quelle: privat

Mirjam Erkoc wohnt seit 2009 in Gümmer

„Ich bin 1977 in Leer geboren worden und mit Erkan Erkoc verheiratet“, sagt Mirjam Erkoc. Das Paar hat zwei Söhne, Yunus (8) und Levi (6), und wohnt seit 2009 in Gümmer. Erkoc arbeitet als Förderschullehrerin in Wunstorf. „Die Kirche und der Glauben waren in meiner Kindheit und Jugend eine wichtige Säule.“ Dadurch habe sie bis heute mit Vertrauen und Zuversicht durch ihr Leben gehen können. „Es hat mich nachdenklich gestimmt, als ich gehört habe, dass es zunächst nicht genügend Kandidaten gegeben hat, die sich zur Kandidatur für den Kirchenvorstand aufstellen lassen wollen.“ Grundsätzlich finde sie es wichtig, dass die Kirche in einer Welt, in der es zunehmend um Ellenbogeneinsatz und Abgrenzung geht, ein Sprachrohr für mehr Mitmenschlichkeit und Toleranz bleibt. „In diesem Sinne habe ich Lust, mich mit anderen für eine offene und lebendige Kirche zu engagieren.“

Sarah Hannemann Quelle: privat

Sarah Hannemann möchte sich einbringen

Die 35-jährige Sarah Hannemann ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von zehn und 13 Jahren.Seit gut 15 Jahren in Gümmer wohnt sie in Gümmer. „Ursprünglich komme ich aus Hannover.“  Dort war sie schon als Jugendliche in ihrer damaligen Kirchengemeinde in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert. So habe sie etwa Kinder- und Weihnachtsgottesdienste mitgestaltet. „Nun habe ich Lust und Zeit mich auch hier in Gümmer in der Gemeindearbeit mit einzubringen.“ Deswegen stelle sie sich als Kandidatin zur Verfügung.

Simone Rehse liegt viel an Gümmer

Simone Rehse Quelle: privat

 Simone Rehse ist 33 Jahre alt, verheiratet mit Torsten Rehse und hat zwei Kinder, Tillmann (6) Jahre und Bruno (2). „Verwurzelt bin ich in Groß Munzel und lebe seit zehn Jahren in Gümmer.“ Der angestellten Versicherungskauffrau bei der Concordia in Hannover liegt viel an ihrem Ort und einem positiven Miteinander. „Die Vorstellung unser Gemeindeleben aktiv mitzugestalten, gefällt mir sehr.“ Deswegen kandidiere sie für den Kirchenvorstand.

Petra Schomburg ist in Gemeinde aktiv

Petra Schomburg Quelle: privat

Petra Schomburg lebt seit 1999 in Gümmer, ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 16 und 14 Jahren. „Seit gut zehn Jahren bin ich aktiv in der Kirchengemeinde Gümmer tätig.“ Sie habe unter anderem mitgewirkt bei den Kindergottesdiensten, den Krippenspielen sowie den Second-Hand-Basaren für Damenoberbekleidung und den ökumenischen Erntedankgottesdiensten. „Da ich der Meinung bin, dass die Kirchengemeinde Gümmer von Gümmeranern geführt werden sollte und nicht von einer anderen Gemeinde fremdbestimmt wird, kandidiere ich nunmehr für den Kirchenvorstand.“  Ganz besonders liege ihr die schöne kleine Kirche in Gümmer und das Gemeindehaus als Mittelpunkt des aktiven Gemeindelebens am Herzen. 

Frank Schüttpelz war in Jugendarbeit aktiv

Frank Schüttpelz Quelle: privat

Frank Schüttpelz ist 52 Jahre alt und lebt seit 2007 mit seiner Frau und seinem zehnjährigen Sohn in Gümmer. „Für den Kirchenvorstand kandidiere ich, da ich schon früher in der Heilig-Geist-Kirche in Pinneberg mit Begeisterung in der Jugendarbeit und im Kirchenvorstand tätig war“, sagt er.

Sylvia Thiel sieht Kirche als wichtigen Teil von Gümmer

Sylvia Thiel Quelle: privat

Seit 22 Jahren lebt Sylvia Thiel mit ihrem Mann und zwei Söhnen (14 und 16 Jahre) in Gümmer. „Die Kirchengemeine sehe ich als wichtigen Bestandteil der gesamten Gemeinde Gümmer.“  Die kleine Kapelle und das Gemeindehaus böten Raum für alle Altersgruppen Gemeinschaft zu erleben, Feste zu feiern und sich auszutauschen. Dies möchte sie bewahren und komme deshalb der Bitte, für den Kirchenvorstand zu kandidieren, gern nach.

Von Thomas Tschörner

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