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Umland Seelze Nachrichten Heimatmuseum zeigt neue Ausstellung  über Kinder in Seelze
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18:45 22.03.2018
Erika Turek und Norbert Saul im Raum vor der Schulstube. Quelle: Thomas Tschörner
Letter/Seelze

 Das Heimatmuseum an der Straße Im Sande 14 in Letter bereitet sich auf den Umzug nach Seelze vor und hat deshalb seine Ausstellung neu sortiert. Ganz nebenbei präsentieren aber Erika Turek vom Museumsverein und Stadtarchivar Norbert Saul eine neue Sonderausstellung, die Fotos von Kindern zeigt. „Besonders Kinder fragen uns immer, was Kinder früher gemacht haben, wie sie gespielt und gelebt haben“, sagt Turek.

Museumsverein präsentiert zahlreiche Fotos von Kindern in Seelze. Gleichzeitig läuft die Renovierung des Alten Kruges.

Der von der Straße aus gesehene hintere Raum des Museums ist derzeit nicht mehr zugänglich, weil dort die Vorbereitungen für den Umzug laufen. Die Dauerausstellung ist deshalb zusammengerückt: Gezeigt werden die Themenbereiche Landwirtschaft, Eisenbahn, chemische Fabrik und eben Kinder. Dabei habe das Museum nicht nur auf das Stadtarchiv, sondern auch auf die umfangreiche Sammlung von Walter Struß zurückgreifen können. „Wir hoffen, dass Eltern mit ihren Kindern kommen und dabei natürlich auch selbst von früher erzählen“, sagt Turek. Die Ausstellung mit den Fotos derJungen und Mädchen, die bis 1905 zurückreichen, sei im Prinzip eine vollwertige Sonderausstellung, betont Saul. Ausgestellt werden rund 100 Fotos. Dazu kommen einige Dutzend weitere Bilder, die in einem elektronischen Bilderrahmen ablaufen. In dem Vorraum vor der historischen Schulstube sind auch einige Reproduktionen „zum Anfassen“ ausgelegt. Eine Vitrine mit historischem Spielzeug rundet die Ausstellung ab. 

Gleichzeitig hofft das Museum auch, bislang nicht bekannte Schätze aufspüren zu können. „Uns fehlen beispielsweise Kinderbilder aus Kirchwehren“, sagt Turek. Und auch die Namen der abgelichteten Jungen und Mädchen auf dem einen oder anderen Foto seien nicht bekannt. „Wir hoffen, dass die Besucher uns helfen können und vielleicht einige Namen beisteuern.“ Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges im November vor 100 Jahren liefen zudem die Kalenderblätter weiter, die die Auswirkungen auf Seelze zeigten.

Die Ausstellung ist ab Sonntag, 25. März, bis zu den Sommerferien jeweils sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr zu sehen. Lediglich über die Osterfeiertage ist das Museum geschlossen.

Unterdessen laufen die Sanierungsarbeiten im Alten Krug in Seelzes Ortsmitte auf Hochtouren. Dort erhält das Heimatmuseum eine deutlich größere Ausstellungsfläche und kann die Geschichte Seelzes und seiner Stadtteile umfassender und ansprechender präsentieren. Auch die Sonderausstellungen können künftig umfangreicher sein. Der Umzug beginnt im Sommer, zum Teil mit Unterstützung mit externem Hilfspersonal. Die Eröffnung ist für den Regionsentdeckertag am 9. September geplant. Der größte Teil der auf mehr als 100.000 Euro kalkulierten Sanierung ist durch Förderprogramme gesichert. Allerdings muss der Museumsverein rund 30.000 Euro aus eigener Kraft beisteuern und hofft auf Spenden (siehe Kasten). „Wir benötigen vor allem dringend circa 14.000 Euro für den fachgerechten Abbau der Beleuchtung im alten Heimatmuseum und die Beschaffung und Montage der Beleuchtung der neuen größeren Museumsräume im Alten Krug“, sagt Museumsleiter Heinz Gehrke. 

Museumsverein bittet um Spenden

Sorge macht dem Museumsverein die Beleuchtung, die mit etwa 14.000 Euro zu Buche schlagen wird. Dieses Geld muss der Verein selbst aufbringen. „An Museumsbeleuchtung werden heute hohe fachliche Anforderungen gestellt, weshalb es mit ein paar günstigen Beleuchtungskörpern aus dem Baumarkt nicht getan ist“, sagt Museumsleiter Heinz Gehrke. Mit dem Umzug könne das Museum seine bereits mehrfach ausgezeichnete Qualität weiter erhöhen, sei aber auf die Hilfe von Seelzern und Förderern angewiesen. Deshalb hofft der Verein auf Spenden. Jeder Euro helfe. Um die Hilfsbereitschaft unserer Förderer angemessen zu würdigen, wollen wir Personen, die mindestens 100 Euro spenden, und Firmen und Einrichtungen, die mindestens 500 Euro spenden, auf einer Spendentafel im Museum namentlich aufführen.“ 

Spenden sind steuerlich absetzbar und können auf das Konto des Museumsvereins bei der Hannoverschen Volksbank, IBAN: DE61 2519 0001 0726 0660 00, BIC: VOHADE2HXXX, eingezahlt werden. 

Von Thomas Tschörner

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