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Jahresprogramm startet mit Schuberts „Winterreise“

Seelze Jahresprogramm startet mit Schuberts „Winterreise“

Mit dem bekannten Liederzyklus „Winterreise“ der Romantik startet das Programm von „Musik in St. Michael“. Neben Kinder- und Jugendkantorei wird auch die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten gefördert.

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Ortrud Hartje (von links), Harald Röhrig, Karin Grollich und Renate Laub haben ein attraktives Jahresprogramm zusammengestellt.

Quelle: Patricia Chadde

Letter.  Der Verein „Freundeskreis Musik in St. Michael Letter“ hat interessante Künstler für sein attraktivesJahresprogramm gewinnen können und startet am Sonntag, 21. Januar, um 17 Uhr mit Franz Schuberts Winterreise. „Unsere Kirche sieht vielleicht nicht so aufregend aus, sondern ist ein Zweckbau. Aber die Akustik ist hier wirklich gut“, erläutert Kreiskantor Harald Röhrig die Gegebenheiten. Dank des engagierten Freundeskreises sowie exzellenten Verbindungen zu Musikern im Zusammenspiel mit Letters aufgeschlossenem Publikum ist St. Michael  bei Solisten wie Ensembles ein gefragter Auftrittsort. Auch ungewöhnliche Projekte kommen dort zur Aufführung  und werden vielleicht nicht von den Massen erlebt - „berühren aber das anwesendePublikum“,  so Röhrigs Erfahrung. 

Am 10

Am 10. März spielt Mattias Eisenberg ein Konzert in Letters St.-Michael-Kirche.

Quelle: privat

Mit ihren rund 3000 Besuchern im Jahr 2017 zeigen sich Karin Grollich, Renate Laub, Ingeborg Damm, Gunda Jortzig  und Ortrud Hartje vom Vorstand sehr zufrieden. Auch die Musikauswahl kommt beim Publikum richtig gut an, weshalb es imm er wieder „Freude macht, ein neues Jahresprogramm zu konzipieren“, wie Karin Grollich erklärt. Auf die Wünsche der Künstler gehen die Konzertveranstalter dabei gerne ein. So sagte Ausnahmeorganist Matthias Eisenberg, der in Letter und Umgebung auf eine begeisterte Fangemeinde zählen kann, gerne zu. Einzige Bedingung: auf keinen Fall wieder ein Konzerttermin im Monat Januar. „Bei seinem letzten Auftritt in St. Michael  gab es Eisregen, einhergehend mit der Warnung, das Haus bloß nicht zu verlassen“, erinnert sich Ortrud Hartje. Sie ließ sich die Improvisationen des Musikprofessors dennoch nicht entgehen und musste den Heimweg, wegen der besseren Bodenhaftung, dann auf dicken Socken antreten.  In diesem Jahr ist Professor Matthias Eisenberg am Sonntag, 10. März, ab 17 Uhr auf Einladung des Freundeskreises zu hören. Neben seinen Solostücken wird er auch von Harald Röhrig an der Chororgel begleitet.

Spenden sind für Finanzierung notwendig

Der Eintritt zu den Konzerten von „Musik in St. Michael“ ist frei. Trotzdem haben die Zuhörer ein gutes Gespür für Qualität und decken mit ihrer Spende einen Teil der Kosten. „Haben wir bei einer ungewöhnlichen Jazzveranstaltung nur 45 Menschen im Publikum, sind wir natürlich kräftig in der Unterdeckung“, erläutert Kreiskantor Harald Röhrig. Aber dann folgen wieder Publikumsmagneten mit 400 Besuchern,  die aber ebenfalls kostenintensiv sein können.

Programmheft ist ansprechend gestaltet

„Mich beeindruckt die musikalische Vielfalt“, berichtet Renate Laub von ihrer Motivation, sich in dem eingetragenen Verein zu engagieren und viele Menschen mitzureißen oder ebenfalls auf den Geschmack zu bringen. In Sachen Werbung ist die Gruppe „Musik in St. Michael“ professionell und scheut, angefangen beim gedruckten Jahresprogramm über den Internetauftritt bis zu ansprechenden Plakaten, keine Mühen. Das beeindruckte im vergangenen Jahr vor allem den Gospelchor aus Sinsheim. Der hatte vor seinem Letter-Auftritt vor spärlich besetzten Reihen singen müssen und war über den Publikumsandrang in St. Michael entsprechend begeistert. „Ich hätte vorher nicht im Traum vermutet, wie außergewöhnlich ein Holzbläserkonzert sein könnte“, schwärmt auch Renate Grollich von neuen Erfahrungen. 

14 Konzerte sind geplant

Jetzt freuen sich Letters Kirchenmusikfreunde auf die 14 Konzerte, die vor ihnen liegen. „Jedes einzelne ist eine Perle, hat einen ganz eigenen Charakter“, so Karin Grollich. Manche Konzerte haben sogar eine weit zurückreichende Geschichte, wie beispielsweise Jan Katzschkes Auftritt am 20. Oktober um 17 Uhr mit den „Goldberg Variationen“. Die „30 Veraenderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen“ von Johann Sebastian Bach zählen weltweit zu den Höhepunkten in Sachen Kompositionstechnik. Aber auch die Anforderungen an den Cembalisten sind herausragend“, erläutert Harald Röhrig. Er studierte mit Jan Katzschke, der nicht nur Cembalist, Organist und Dirigent ist, sondern auch als ausgewiesener Experte für historische Tasteninstrumente an der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden unterrichtet. 

Von Patricia Chadde

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