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Nachrichten Kesselwagen mit 55 Tonnen Ammoniak kippt um
Umland Seelze Nachrichten Kesselwagen mit 55 Tonnen Ammoniak kippt um
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22:22 25.02.2018
Auf dem Rangierbahnhof Seelze ist ein Kesselwagen umgekippt. Quelle: Stefanie France
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Seelze

 Auf dem Rangierbahnhof Seelze ist in der Nacht zu Donnerstag ein Kesselwagen mit 55 Tonnen Ammoniak umgekippt. Der Vorfall hat sich gegen 1 Uhr nachts zugetragen, sagt der Stadtfeuerwehrsprecher Jens Köhler. 

Umgekippter Kesselwagen mit Ammoniak: Die Bergung ist aufwendig, es besteht jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung.

Im Normalfall funktioniert das Rangieren der Wagen so, dass auf dem sogenannten Abrollberg ein Wagen vom Zug getrennt wird und dieser dann auf ein ausgewähltes Gleis zurückrollt, um dort mit einem anderen Zug verbunden zu werden. Der besagte Kesselwagen ist jedoch während des Zurückrollens aus bislang unbekannten Gründen entgleist und umgekippt. Der Kesselwagen war mit 55 Tonnen Ammoniak beladen, der Wagen selbst wiegt 33 Tonnen. Von dem Ammoniak ist nichts ausgetreten, weshalb die Lage laut dem Stadtfeuerwehrsprecher als stabil und ungefährlich beurteilt wird. 

Am Donnerstag Nachmittag liegt der Kesselwagen noch immer auf der Seite. Um die insgesamt 88 Tonnen aufrichten zu können, muss zuerst von Fachleuten begutachtet werden, wie der Wagen optimal und ohne Beschädigungen wieder auf das Gleis gesetzt werden kann. Dafür rückt die Werksfeuerwehr des Versenders dieses Ammoniaks aus Brunsbüttel an. Zum Aufrichten des Wagens sind ebenfalls zwei 160 Tonnen schwere Kräne aus Wanne-Eikel und Leipzig zum Rangierbahnhof Seelze gefahren. Das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem der Chemischen Industrie wird ebenfalls im Laufe des Donnerstags eintreffen, da es sich dabei um Fachleute für Gefahrengüter handelt. 

Trotz der stabilen Lage werden Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Circa zwölf Feuerwehrmänner sind vor Ort, um den Brandschutz sicherzustellen. Sollte die giftige Flüssigkeit doch austreten, könnte mithilfe eines Wassernebels die Gefahr eingedämmt werden, erklärt Köhler. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist die Abtrennung und Erdnung der Oberleitung während des Einsatzes. 

Von Stefanie France 

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