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Umland Seelze Nachrichten Kosten für IGS überraschen Politik nicht wirklich
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00:32 19.04.2018
Derzeit sind die Bauarbeiten an der neuen IGS im Gange. Quelle: Sandra Remmer (Archiv)
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Seelze

 Die Kosten für die neue Berthold-Brecht Gesamtschule an der Grand-Couronne-Allee sind deutlich höher als von der Verwaltung ursprünglich angenommen. Das Beratungssbüro Drees und Sommer hat den Raumbedarf berechnet und drei Varianten für Aus- und Umbau entworfen. Die Kosten: etwa 27 Millionen Euro. Für die CDU-Fraktion ist diese Summe keine echte Überraschung. „Es ist nie gesagt worden, die IGS kostet nichts“, sagt der Fraktionsvorsitzende Jens Willms. Eher sei die Linie im Rat gewesen: Egal, was es kostet – wir wollen eine Gesamtschule.

„Kosten wurden nicht geprüft“

Die rot-grüne Ratsmehrheit habe aus ideologischen Gründen 2015 die Errichtung der IGS durchgesetzt, die CDU sei dagegen gewesen. Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen: „Die Kosten sind nicht geprüft worden und spielten bei der Entscheidung keine Rolle“, sagt Willms. Auch wenn der Plan jetzt nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, sieht der CDU-Politiker die Stadt jetzt in der Pflicht. Es wäre unfair den Schülern gegenüber, die Schule jetzt nicht mehr realisieren zu wollen, so Willms. „Wenn wir nachtreten, lassen wir es an denen aus, die nichts dafür können.“

Für Knut Werner von den Grünen war die Höhe der Kosten ebenfalls abzusehen:  „Wir haben damit gerechnet, dass das viel Geld kostet“, sagt er. Das sei auch der Tatsache geschuldet, dass sowohl Haupt-als auch Realschule deutlich in die Jahre gekommen seien. Der schulpolitische Sprecher der SPD, Johannes Seifert, ist der Meinung, dass die Stadt ohnehin 18 Millionen Euro hätte ausgeben müssen, um die Seelzer Schulen – wie vom Bund gefordert – bis 2025 für die Inklusion umzubauen und zu sanieren.

SPD will gymnasiale Oberstufe

Laut Seifert hat die Arbeitsgruppe zum Umbau der IGS, die aus Vertretern von CDU, SPD, Grünen, FDP, der Linken und der Verwaltungsspitze besteht, ihre Empfehlung bereits klar für die günstigsten Variante des Umbaus gegeben. Sie sieht vor, das Gebäude der Anne-Frank-Förderschule zu erhalten, aber zu erweitern und umzunutzen. Die Kosten: 24,5 Millionen Euro. Rechne man die bereits verplanten 18 Millionen Euro ein, blieben lediglich gut sechs Millionen für die IGS, sagt Seifert. Für die SPD steht fest, dass die IGS eine gymnasiale Oberstufe erhalten soll. Seifert ist überzeugt davon, dass auch die Anmeldezahlen weiter steigen, wenn die Verwaltungsspitze und die Politik den Eltern signalisiert, dass die Oberstufe kommt.

Langfristig soll durch den Bau der IGS auch das Georg-Büchner-Gymnasium in Letter entlastet werden. Wenn die Schüler die Möglichkeit bekommen, ihr Abitur auch an der neuen Bertolt-Brecht-Schule abzulegen, hoffen Politik und Verwaltung auf eine 50 Prozent Verteiilung. Der Ausbau der IGS ist auch Thema in der kommenden Ratssitzung am Donnerstag, 19. April, im Forum der Geschwister-Scholl-Schule.

Von Thomas Tschörner und Sandra Remmer

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