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Umland Seelze Nachrichten Macher des Musikfestivals setzen auf Empfehlungen
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14:07 23.02.2018
Robert Leschik und Christoph Slaby vor dem Veranstaltungszentrum Alter Krug. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

 Die Idee für das Musikfestival Seelze (MuSe) reicht bis in vergangene Jahrtausend zurück. „Es muss 1999 gewesen sein, als Christoph Slaby auf mich zukam“, erinnert sich Robert Leschik. Slaby war wie Leschik Mitglied im Förderverein Konzertorgel und regte an, zur Weltausstellung Expo 2000 eine Reihe von Konzerten auf die Beine zu stellen. „Es war Slabys Idee, und wir haben mitgemacht“, sagt Leschik. Helfer gab es von Anfang an, sagt Slaby und nennt unter anderem Werner Huckschlag und Werner Brzuszka. 

Nach den Expo-Tagen habe es abends immer Musik gegeben, sagt Leschik. „Das Publikum sollt erleben können, dass Deutschland ein Kulturland ist –nicht nur in der Stadt, sondern auch in der Region“, ergänzt Slaby. Tatsächlich hielt sich die Zahl der Expo-Gäste bei den Konzerten aber in Grenzen, unter den Zuhörern waren mehr Seelzer zu finden. Immerhin kam die Aktion aber so gut an, dass der Wunsch nach einer Fortsetzung aufkam –das Musikfestival Seelze war geboren. „Die Expo war der Auslöser“, sagt Slaby. Mit der Konzertreihe wurden auch völlig neue Veranstaltungsorte entdeckt, etwa die Flutbrücke, der Kiesteich in Lohnde sowie eine Fläche zwischen den Gleisen am Rangierbahnhof, wo das Orchester der Bundespolizei auf fünf Waggons spielte. Aber auch sonst kann sich die Stadt sehen lassen. „Wir haben zwei tolle Konzertsäle: Die Kirche St. Martin und die Kirche Heilige Dreifaltigkeit“, nennt Slaby die beiden Seelzer Kirche als hochkarätige Veranstaltungsorte. 

Finanziell kam der MuSe anfangs die Unterstützung der Lotto-Stiftung zugute. Dazu kam ein Zuschuss der Stadt, die auch Räume sowie den Betriebshof zur Verfügung stellte. Große Sprünge konnten die Organisatoren aber nie machen, weil nicht nur Künstler, sondern auch Gema-Gebühren anfielen und Ausgaben für Bühnen und Technik. „Wir haben aber noch nie ein Minus gemacht“, sagt Leschik, der für die Finanzen zuständig ist. Letztlich hätten der MuSe die persönlichen Kontakte geholfen, unterstreicht Slaby, der sich als künstlerischer Leiter um das Programm kümmert. „Wir haben immer versucht, uns mit den Künstlern anzufreunden.“ Die Musiker hätten die MuSe häufig weiter empfohlen, erklärt Leschik. Besonders junge Künstler hätte in der Obentrautstadt häufig die erste Auftritttsmöglichkeit gefunden. „Manche sind mittlerweil groß herausgekommen.“ Denn immerhin könnten die Musiker in ihrer Vita vorweisen, bereits auf einem Festival gespielt zu haben, sagt Slaby. Dennoch stimme stets die Qualität der Konzerte. „Es sind immer Profis, die zu uns kommen“, sagt Slaby. Viele Künstler schätzten es, einmal in einem kleineren Rahmen spielen zu können und direkten Kontakt zum Publikum zu haben. „Hier kann man sich unterhalten.“ Die persönlichen Kontakte seien für das Festival immens wichtig. Denn es gebe zwar eine kleine Rücklage, doch die werde von Jahr zu Jahr weniger. 

Leschik wird mittlerweile von seinem Sohn Carsten unterstützt. „Er hat Ideen, die wir nicht haben“, sagt Slaby über den 42-Jährigen. Es passe alles gut zusammen, es ginge darum, die Maschine in Betrieb zu halten. „Wichtig ist, dass das Publikum uns gewogen bleibt.“

Von Thomas Tschörner

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