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Umland Seelze Nachrichten Mindsquare ist Top-Arbeitgeber
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21:16 18.02.2015
Von Thomas Tschörner
Patrick Höfer hat Mindsquare in Seelze gegründet. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Seit der Gründung im Jahr 2007 sieht sich die Firma auf Erfolgskurs und verzeichnet ein stetes Wachstum. Das Forschungs- und Beratungsinsititut Great Place to Work zeichnet mit dem Preis Unternehmen aller Branchen und Größen aus, die aus Sicht ihrer Beschäftigten eine besonders vertrauenswürdige, wertschätzende und attraktive Arbeitsplatzkultur haben. Mindsquare hat die Auszeichnung in der Kategorie der Firmen mit 50 bis 250 Mitarbeitern erhalten. „Wir hatten vor ein paar Jahren damit angefangen, an uns zu arbeiten – mit dem Ziel, ein hervorragender Arbeitgeber zu werden“, sagt Mindsquare-Gründer Patrick Höfer, der auch einer der fünf Geschäftsführer ist.

Dabei sei schnell der Wunsch nach einer objektiven Bewertung von außen aufgekommen. Nicht zuletzt hätten Kunden wie Volkswagen, Phoenix Contact und Schwäbisch Hall das IT-Beratungsunternehmen inspiriert, sagt Höfer. Bei den Terminen vor Ort habe Mindsquare mitbekommen, wie die Mitarbeiter anderer Firmen an dem Wettbewerb teilgenommen haben. Um den Preis zu erhalten, müssen zwei Hürden genommen werden. Eine Mitarbeiterbefragung geht zu zwei Dritteln in die Wertung ein. Das restliche Drittel kann mit einem Audit erzielt werden, bei dem das Unternehmen seine Prozesse offenlegt. „Der Wert ,Freunde statt Kollegen‘ wird bei uns ehrlich gelebt“, sagt Höfer. Auch bei Veranstaltungen werde nicht immer darauf geachtet, ob sie einen wirtschaftlichen Nutzen haben.

„Es wird einfach auch mal Geld in die Hand genommen, um gemeinsam tolle Dinge zu erleben.“ Unter dem Stichwort „Mitarbeitermotivation 2.0“ hat Mindsquare eine Reihe von Punkten zusammengestellt, die das Wohlbefinden der Mitarbeiter zum Ziel haben. Obst und Getränke in jedem Büro gehörten ebenso dazu wie unter anderem flexible Arbeitszeiten, Teamabende, ständige Weiterbildungen, die Beurteilung der Vorgesetzten durch die Mitarbeiter und die Möglichkeit, Mit-Unternehmer zu werden. Die guten Bedingungen seien nicht zuletzt dem Arbeitsmarkt geschuldet, wie Höfer einräumt. „Wir haben ausschließlich studierte Informatiker, und die sind schwer zu bekommen.“ Neue Absolventen könnten sich ihren Job aussuchen. Deshalb würden die Mitarbeiter gehegt und gepflegt.

Mindsquare startet in einem Zweifamilienhaus

Aktuell hat das IT-Beratungsunternehmen Mindsquare 100 Mitarbeiter und peilt für 2015 einen Zielumsatz von 13 Millionen Euro an. Damit ist die 2007 in Gümmer gegründete Firma schnell gewachsen. „Am Anfang hatten wir gar keine Angestellten“, sagt Firmengründer Patrick Höfer, der zunächst seinen Diplom-Ingenieur in technischer Informatik machte und in einem zweiten Studiengang noch den Master of Science der Wirtschaftsinformatik draufsattelte. In einem Zweifamilienhaus in Gümmer legte er dann mit seiner Frau Jasmin los. Unten wurde gewohnt, die obere Etage war für die Firma reserviert. Immerhin stieg die Zahl der Mitarbeiter schon 2007 auf fünf an, um in den Folgejahren ebenso zu klettern wie der Umsatz. Nach eigenen Angaben wurde bereits 2008 die Millionen-Marke überschritten. „Wir sind dann immer weiter gewachsen.“

Niederlassungen in Bielefeld sowie Düsseldorf und Berlin kamen hinzu. „Seelze ist aber weiter der Hauptsitz von Mindsquare, auch wenn wie am Anfang nur noch meine Frau und ich hier arbeiten.“ An sich ist der Standort auch weniger entscheidend. Denn die IT-Berater fahren zu den Kunden, die Probleme mit ihrer EDV haben und lösen sie, beschreibt Höfer die grundlegende Aufgabenstellung. Zielgruppe seien dabei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, für die Mindsquare Geschäftsprozesse in Informationstechnologie umsetzt. Zu den bekannteren Programmen gehört etwa SAP. Größter Kunde ist VW, in Seelze das Chemieunternehmen Honeywell. „Die Firmen betreiben ihre EDV selbst – wir werden beispielsweise dann geholt, wenn es etwas Neues gibt.“

Mindsquare sei vor allem wegen seiner Mitarbeiter einzigartig, ist Höfer überzeugt. Der Einstellungsprozess sei umfangreich. „Dabei achten wir neben der fachlichen Qualifikation auch darauf, dass unsere neuen Mitarbeiter auch menschlich ins Team passen.“ Der Aufwand ist groß: Die 40 neuen im vergangenen Jahr eingestellten Mitarbeiter seien aus mehr als 3400 Bewerbungen ausgewählt worden. Nachdem das Unternehmen zweimal in Folge zum besten Arbeitgeber in Niedersachsen und Bremen gekürt worden ist, denkt Höfer über den nächsten Schritt nach: 2016 könnte die Bewerbung für den besten Arbeitgeber Deutschlands folgen.

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