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Pastor Ortwin Brand findet Stadt sehr reizvoll

Seelze Pastor Ortwin Brand findet Stadt sehr reizvoll

Pastor Ortwin Brand freut sich über den freundlichen Empfang in seiner neuen Kirchengemeinde St. Martin. "Die Kirche in der Mitte der Stadt ist ein Ort mit Ausstrahlung." Die Stadt mit ihren Ortsteilen sei ebenfalls sehr reizvoll. Die unprätentiöse, direkte Art der Seelzer gefalle ihm, sagt der Geistliche.

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Pastor Ortwin Brand vor der Kirche St. Martin in Seelzes historischer Ortsmitte.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. "Das hat mir gut gefallen", fasst Ortwin Brand seine ersten Eindrücke von den Menschen und der Stadt zusammen. In der Kirchengemeinde St. Martin habe er gewachsene Strukturen vorgefunden, die Kirchenvorsteher hätten viel geleistet. "Der Kirchenvorstand will mit mir einen Neuanfang wagen", sagt Brand. Dies ist für den 48-jährigen Geistlichen ein positives Signal. Denn der Theologe, der zusätzlich als Gemeindeberater und Organisationsentwickler qualifiziert ist, befindet sich in einer Übergangszeit. Endgültig hat er die Stelle bei St. Martin noch nicht. Grund für diese Unsicherheit ist die Suspendierung seines Amtsvorgängers, der sich bei seiner vorherigen Stelle im Landkreis Hildesheim mit krimineller Energie aus dem Etat der Gemeinde bereichert haben soll. Bis dieses Verfahren abgeschlossen ist, sei eine Ausschreibung der Stelle rechtlich nicht möglich gewesen. "Es ist deshalb eine Lösung geschaffen worden, die Gemeinde zu versorgen." Die neue Aufgabe kam seinem Veränderungwunsch - Brand war zuvor Pastor in einer Gemeinde in Göttingen - sehr entgegen. "Ich wollte mir eine Gemeinde suchen, die zu meinen Zielen passt." Über die Landeskirche sei dann der Kontakt zu dem auch für Seelze zuständigen Superintendenten Karl Ludwig Schmidt entstanden. Sein Einführungsgottesdienst Mitte des Monats sei auf positive Resonanz gestoßen. Es gab im Anschluss viele Gespräche, und auch eine Luther-Eiche sei gepflanzt worden. Gefreut hat Brand, dass auch viele Vertreter aus Nachbargemeinden sowie der politischen Gemeinde anwesend waren. 

Die Kirche versuche, das Leben in der Stadt mitzuprägen, gemeinsam mit Vereinen und Verbänden. "Natürlich pflegen wir unser Grundangebot." Neben Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen gehöre dazu die Trägerschaft für den ältesten Friedhof in der Stadt und die Kindertagesstätte als Drehscheibe zwischen den Generationen sowie die Kirchenmusik. Wichtig sei auch die Alterseelsorge, nicht zuletzt wegen der in Seelze entstandenen Senioren- und Pflegeheime. Aber auch neue Angebote liegen Brand am Herzen, wie die kürzlich ins Leben gerufene Initiative EliSe - Eltern in Seelze.

Brand, der verheiratet und Vater von vier Kindern im Alter von 13, 15, 16 und 18 Jahren ist, sieht sich als Teamspieler. Aufgewachsen in Haren an der Ems in der Nähe von Meppen hat er schon früh mit dem Fußballspielen beim SV Meppen begonnen. Neben dem Mannschaftssport hat er schon früh in der örtlichen Kirchengemeinde mitgearbeitet, Freizeiten organisiert und im Gottesdienst geholfen. "Da entstand mein Wunsch, Theologie zu studieren - ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht." nach dem Studium in Göttingen, Predigerseminar in Loccum und dem Vikariat in Northeim arbeitete er als Pfarrer in Fredesloh, in Ortsteilen von Peine und in Göttingen.

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