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Umland Seelze Nachrichten Räuber bedroht Bäckerei-Verkäuferin mit Schußwaffe
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15:26 10.01.2018
Mit einer Schusswaffe hat ein Räuber eine Bäckerei an der Humboldtstraße überfallen. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

 Ein maskierter Räuber hat am Dienstag gegen 18 Uhr eine Bäckerei an der Humboldtstraße überfallen, eine 61-jährige Verkäuferin mit einer Schusswaffe bedroht und Geld gefordert. Anschließend konnte er mit seiner Beute unerkannt entkommen.

Wie die Polizeidirektion Hannover berichtet, hatte der mit einer Sturmhaube maskierte Mann die Bäckerei zur Geschäftszeit betreten und dort die Angestellte mit einer Schusswaffe bedroht. Nachdem die 61-Jährige das geforderte Geld ausgehändigt hatte, flüchtete der Räuber in Richtung der Seelzer Innenstadt. Die Verkäuferin alarmierte die Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief aber erfolglos. 

Räuber hatte eine graue Winterjacke an

Der Räuber ist etwa 1,80 Meter groß, von kräftiger Gestalt und spricht akzentfrei Hochdeutsch. Zur Tatzeit war er mit einer blauen Jeanshose und einer grauen Winterjacke bekleidet. Die Polizei hofft auf Zeugen, die Angaben zu dem Räuber machen können. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer (0511) 109-5555 entgegen.

 Seelze ist in der Kriminalstatistik unauffällig

In Seelze sind Raubüberfälle mit Schusswaffen eher selten. „Das ist die absolute Ausnahme“, sagt André Butte, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes (KED) des Polizeikommissariats Seelze. Für die Polizei ist grundsätzlich jeder Fall einer zuviel. Dennoch betonte die Leitung des Seelzer Kommissariats bei der Vorstellung der Kriminalstatistik in den vergangenen Jahren stets, dass die Obentrautstadt in Sachen Kriminalität im Vergleich zu anderen Kommunen eher im unauffälligen Bereich angesiedelt sei. Für Schlagzeilen sorgten dennoch einige Raubüberfälle: Im vergangenen Jahr hatte im März ein Unbekannter eine Tankstelle an der Hannoverschen Straße überfallen und eine Verkäuferin mit einer Pistole bedroht. Nachdem die junge Frau ihm das Geld ausgehändigt hatte, sprühte er ihr Reizgas ins Gesicht. Eine ungewöhnliche Waffe nutzte ein Räuber im Juni 2017 bei einem Überfall auf ein Wettbüro an der Hannoverschen Straße: Er betrat das Geschäft mit einer Armbrust, bedrohte eine Angestellte, fesselte sie und flüchtete mit Geld. Allerdings konnte der 56-jährige Räuber bereits einen Tag später festgenommen werden. Im Jahr 2016 bedrohten Jugendliche Ende August einen Schüler mit einem Messer und stahlen ihm 63 Euro. Gewaltsam nahmen drei Angreifer zudem im Juli 2016 einem Jogger das Handy ab und warfen den Sportler anschließend in den Mittellandkanal.

 

 

Von Thomas Tschörner

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