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Umland Seelze Nachrichten SPD Dedensen will Grundschule erhalten
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00:36 17.06.2018
Die SPD kämpft für den Erhalt der Grundschule Dedensen. Quelle: Patricia Chadde
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Dedensen

Die SPD Dedensen will die Grundschule im Ort erhalten. SPD-Ortsratsfraktionssprecher Thorsten Massinger verweist darauf, dass die Klassen in Dedensen auch künftig ausreichende Schülerzahlen hätten. Derzeit besuchen 84 Kinder die Bildungseinrichtung. Dies sei das Ergebnis eines Informationsabend zur Zukunft der Grundschule Dedensen, zu der die SPD eingeladen hatte. Die Sozialdemokraten reagierten damit auf eine Vorlage der Stadtverwaltung, die Handlungsbedarf für die westlichen Stadtteile Lohnde, Gümmer und Dedensen sieht. Die Verwaltung hatte vorgerechnet, dass angesichts steigender Schülerzahlen die Kapazitäten in Lohnde und Dedensen in naher Zukunft nicht mehr ausreichen würden. Da es jedoch kaum Erweiterungsmöglichkeiten gebe, hatte die Stadt den Bau einer neuen Schule für die drei Stadtteile zumindest angedeutet. Klärungsbedarf sieht auch die CDU-Ratsfraktion, die Näheres über Kosten und Szenarien für eine „West-Grundschule“ in Erfahrung bringen will (siehe Kasten).

Massinger betont, dass der Zustand der Dedenser Grundschule sehr gut sei. Das vom Förderverein, dem Sportverein und vielen Betreuern in den Nachmittags-Arbeitsgemeinschaften gezeigte örtliche Engagement sei einzigartig. SPD-Landtagsfraktionsvize Stefan Politze, der den Abend im Haus der Vereine besucht hatte, verwies auf das Prinzip „Kurze Wege für kurze Beine“ als Handlungsrahmen. „Es macht keinen Sinn, Kinder in Bussen zu einer anderen Schule zu fahren, wenn man eine qualitativ gute und ausgelastete Schule im Ort hat“, sagte Politze. Ortsbürgermeisterin Heike Duve-Diekmann stellte mit den Vertretern der SPD Dedensen noch einmal klar, dass sie sich eindeutig für den Erhalt der Grundschule Dedensen einsetzen werde. Dies sei auch Konsens mit den SPD-Abteilungen in Gümmer und Lohnde. „Seitens der Verwaltung und anderer Parteien hören wir sehr unterschiedliche Signale. Das ist alles nicht hilfreich“, sagte die Ortsbürgermeisterin. Massinger sagte, dass die Aufgabe der Grundschule Dedensen fatal wäre.

Erst im Mai hatte Schulleiterin Annette Werner eine positive Bilanz des vor zwei Jahren eingeführten Ganztagsangebot gezogen, die zunächst für Schüler und Lehrer eine enorme Umstellung bedeutet hätte. Die Nachfrage sei aber stetig gestiegen, aktuell nutzen 62 der 84 Grundschulkinder die Ganztagsbetreuung. „Unser Angebot wird sehr gut angenommen“, sagte Werner. Organisationstalent und die Kompetenz des Kooperationspartners in Gestalt des örtlichen Sportvereins seien Grundpfeiler des Erfolges. Die Nachfrage steige weiter.

Die Stadtverwaltung hatte zuvor den möglichen Neubau einer Schule für die westlichen Stadtteile Lohnde, Gümmer und Dedensen ins Gespräch gebracht. Vor allem in Lohnde sieht die Verwaltung Sanierungsbedarf. Dies gilt auch für das Lohnder Bürgerhaus, dessen Zukunft unklar ist. Insgesamt ist Seelzes Grundschullandschaft im Umbruch. Derzeit wird die Brüder-Grimm-Schule in Letter neu gebaut. Neue Grundschulen sind zudem in Harenberg und Seelze-Süd geplant, die Regenbogenschule in Seelzes Ortsmitte soll saniert und erweitert werden. Im Schulzentrum wird gerade die neue Integrierte Gesamtschule aufgebaut, die vorhandene Haupt- und die Realschule sollen auslaufen.

CDU fordert Prüfung möglicher Szenarien

Die CDU-Ratsfraktion sieht noch offene Fragen und will deshalb Kosten und Szenarien für eine „West-Grundschule“ prüfen lassen. „Dabei ist der Erhalt der Grundschule in Dedensen als Prämisse zu berücksichtigen“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Willms. Die Verwaltung soll neben den zu erwartenden Kosten und den möglichen zeitlichen Ablauf auch alternative Standorte für eine Grundschule für Lohnde, Gümmer und Dedensen betrachten. Die neuen Grundschulen in Letter, Harenberg und Seelze-Süd sowie der Schulumbau in der Kernstadt stellten den Beginn der Neuordnung der Grundschullandschaft in Seelze dar, erklärt Willms. Für die westlichen Stadtteile müsse diese Neuordnung mit Ausrichtung auf Seelzes zukünftige Anforderungen noch vollendet werden, heißt es in dem Antrag der CDU-Fraktion, über den die politischen Gremien noch beraten müssen.

Von Thomas Tschörner

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