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Umland Seelze Nachrichten Schüler informieren sich bei Borges über Berufe
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14:38 21.02.2018
Batuhan (von links), Filip, Sebastian Borges, Ramis, Khalil und Melanie Kuhlmann sehen sich unterschiedliche Tankmodelle an. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

 Präzision ist gefragt bei der Metallverarbeitung der Firma Borges in Seelze, ein Zulieferer für Fahrzeugkomponenten. Denn Tanks müssen dicht sein, Rohre in den meist engen Motorräumen großer Baumaschinen genau passen. Gefertigt werden in Handarbeit nur kleine Serien, bei seltenen Maschinen manchmal auch nur Einzelstücke. „Hier wird nicht am Fließband immer dieselbe Schraube eingedreht“, erklärt Inhaber und Geschäftsführer Sebastian Borges einer Gruppe von Achtklässlern der Geschwister-Scholl-Schule bei einem Rundgang. 

Fatlum (14, von links) und Leonie (15) erfahren bei Marcel Koch etwas über den Beruf des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik. Quelle: Thomas Tschörner

Der Besuch der Jugendlichen der Klasse 8c ist ein Programmpunkt eines sogenannten Berufs-Orientierungscamps. Die Schüler aus Seelze bereiten sich an insgesamt fünf Tagen in einer hannoverschen Jugendherberge unter anderem auf Vorstellungsgespräche vor und lernen bei Exkursionen unterschiedliche Betriebe kennen, die bereit sind, ihnen im neunten Schuljahr jeweils donnerstags ein Praktikum zu ermöglichen. Vor ihrem Besuch bei Borges haben die Schüler der 8c bereits die Kindertagesstätten Spatzennest in Velber und Fröbelstraße in Letter sowie die Firma Fachmann Farbe in Hannover erkundet. Besuche sind zudem beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Lohnde und bei tepu Teppichboden eK in Barsinghausen geplant.

„Wir arbeiten mit Metall und wollen zeigen, was es mit unseren Berufen auf sich hat“, sagt Borges. Aus Sicherheitsgründen sollen die aufgezeichneten Wege nicht verlassen und keinesfalls direkt in die Flammen von Schweißbrennern geschaut werden. „Sonst tun einem mindestens eine Woche die Augen weh.“ Um die Palette zu erweitern, ist Oliver Arndt, Ausbildungsleiter der Elektrofirma Wahl & Co, dabei. Er stellt unter anderem den Beruf des Elektronikers für Energie und Gebäudetechnik vor. Unterstützt wird er von dem Auszubildenden Marcel Koch, der im dritten Lehrjahr ist. Ein Realschul- oder guter Hauptschulabschluss sei die Voraussetzung. Wichtiger seien aber Interesse, Durchhaltevermögen und Spaß. Denn ohne Spaß ließen sich die 50 Jahre bis zum Rentenalter nicht durchhalten. „Oder wie Konfuzius sagt: Sucht euch einen Beruf, der euch Spaß macht, und ihr müsst nicht mehr arbeiten.“ 

Sebastian Borges (von links) erklärt Ramis, Batuhan, Khalil und Filip, worauf es bei der Fertigung eines Tanks ankommt. Quelle: Thomas Tschörner

Für den Beruf des Konstruktionsmechanikers Feinblech seien gute Mathematikkenntnisse und Logik wichtige Voraussetzungen, sagt Borges. Wichtig sei auch ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. 

Die Geschwister-Scholl-Schule arbeitet mit der Koordinierungsstelle Beruf und Bildung der Region Hannover zusammen, sagt die städtische Schulsozialarbeiterin Kirsten Cacopardo, die mit Klassenlehrerin Louisa Ebbeke und die für das Projekt zuständige Lehrerin Melanie Kuhlmann die Schüler betreut. 

Der 15-jährigen Leonie gefallen die Betriebsbesuche. „So kann man sich persönliche Eindrücke von den Berufen verschaffen.“ Dies sei vor allem gut für die Schüler, die noch nicht genau wüssten, was sie mal machen wollen.

Von Thomas Tschörner

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