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Umland Seelze Nachrichten Diese Dötebergerin zielt seit 42 Jahren ganz genau
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08:04 16.03.2018
Ilse Bähr-Pinkerneils bisher bedeutendste Trophäe ist ein Becher, den sie beim städtischen Schießen in Hannover für den Sieg in 100 Meter Kleinkaliber schießen erhielt. Quelle: Patricia Chadde
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Döteberg

  Scharfe Messer schätzt die gelernte Köchin Ilse Bähr-Pinkerneil ebenso wie scharfe Waffen. Ihre Vorfahren ebenso wie die Eltern der Dötebergerin, selbst Jahrgang 1958, führten in Döteberg ein Landgasthaus inklusive Poststelle. Schon seit 1907 beherbergt die Gaststätte auch Dötebergs Schützenverein. „Als 1970 die Vereinssatzung der Schützen modernisiert und auch Frauen in den Schützenverein Döteberg mitmachen durften, war meine Mutter selbstverständlich Gründungsmitglied, ich folgte dann 1976“, berichtet die 59-Jährige. 

Doch ihr Beruf als Köchin, seit 1985 führt Ilse Bähr-Pinkerneil den elterlichen Betrieb gemeinsam mit ihrem Mann Lutz weiter, ist nicht wirklich trainingsfreundlich. Das macht die erfolgreiche Schützin jedoch mit Talent und Leidenschaft mehr als wett, denn sie kann nach 42 Jahren im Schießsport auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte blicken. 

Seit 42 Jahren begeisterte Schützin

Zwölfmal wurde die zielgenaue Dötebergerin Vereinskönigin, drei Mal Kreiskönigin, einmal Landesverbandskönigin und im Jahr 2014 sogar Landeskönigin in ihrer Altersklasse. „Es war großartig, beim großen hannoverschen Schützenumzug ganz vorne als Landeskönigin mitzumarschieren“, erinnert sich Ilse Bähr-Pinkerneil an den denkwürdigen Tag. Was aber ebenso typisch für die Wirtin ist: Nachdem sie bei den Würdenträgern die sechs Kilometer mitgelaufen war, eilte sie zurück zu ihrem Döteberger Schützenverein und lief die Strecke noch einmal zusammen mit ihren Schützenschwestern und -brüdern aus dem Seelzer Ortsteil.

Sicherheit steht bei unserem Sport an erster Stelle

„Der Schießsport fordert es, dass wir Schützen uns immer wieder extrem fokussieren können, denn jeder Schuss muss neu avisiert werden“, erläutert Ilse  Bähr-Pinkerneil. Auch sind die durchschnittlich 40 Schuss, die im Verlauf der 75-minütigen Sporteinheit verschossen werden, auch körperlich kein Pappenstiel, schließlich wiegt ein Gewehr gut und gerne viereinhalb Kilogramm.

Erfahrunsaustausch und das physische Erlebnis sind unersetzlich

Beim Tag der offenen Tür erleben die Mitglieder der Schützenvereine dagegen immer wieder, dass Eltern ihre Kinder zwar mitbringen, ihnen dann aber das Anfassen eines Gewehres untersagen. Dabei gebe es viele, beeindruckende Erfolgsgeschichten von Jugendlichen. Echter Schießsport im Verein sei viel sinnlicher, als es ein Computerspiel sein könnte. Einerseits, weil man am Computer alleine zu Hause sitzt und nicht das Gruppenerlebnis und den Erfahrungsaustausch hat. Aber auch, weil man nichts Schweres in den Händen hält, dass sich aufgrund der physikalischen Kräfte eigenwilliger bewegt, als ein Joystick. Daher plädiert die Döteberger Schützin für das Gemeinschaftserlebnis. 

Schon mit acht Jahren kann Seelzes Schützennachwuchs bei den Lichtpunktzwergen erste Schießsporterfahrungen sammeln. Dabei zielen sie, wie der Name schon sagt, mit einem Lichtpunktgewehr, „schießen“ also mit Licht. Erwachsene, wie Ilse Bähr-Pinkerneil nutzen dagegen Luftgewehr und Luftpistole, die Dötebergerin setzt beispielsweise auf den Hersteller Steyer. „Ich trainiere  auch mit einer Kleinklaliberwaffen von Walther“, zählt Ilse Bähr-Pinkerneil auf. 

Das Jahr begann mit einem Erfolg. Als die Damenleiterinnen ihren Kreisdamenpokal des Kreisverbandes Leine zu Jahresbeginn ausschossen, siegte die Dötebergerin. Als nächstes Ziel wird sie stehend mit Auflage auf Pflock mit Luftgewehr auf zehn Meter schießen –und sich über einen sehr kleinen Teiler mächtig freuen.

Von Patricia Chadde

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