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Umland Seelze Nachrichten Seelze will mehr Kindergartenplätze schaffen
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00:45 03.03.2018
Bedarf hat sich geändert: Seelze will Krippengruppen in Kindergartengruppen umwandeln. Quelle: Symbolbild
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Seelze

 Für das Kindergartenjahr 2018/19 will die Stadt Seelze Krippen und Kindertagesstätten erweitern. Vorgesehen ist die Krippengruppe der Kindertagesstätte Buddelburg in Dedensen zum 1. August in eine altersgemischte Gruppe umzuwandeln. Ebenfalls zum 1. August sollen je eine Krippengruppe der DRK-Kindertagesstätte Abenteuerland in Seelze und DRK-Einrichtung Nimmerland in Seelze-Süd in jeweils eine Kindergartengruppe umgewandelt werden. Für die Möblierung der drei Kindergartengruppen stehen 45.000 Euro zur Verfügung. Weitere 15.000 Euro veranschlagt die Verwaltung für Umbauarbeiten. Der Rat hat diesen Plänen bei einer Enthaltung einstimmig zugestimmt.

Die Stadt verweist darauf, dass bereits zum 1. August vergangenen Jahres diverse zusätzliche Plätze geschaffen worden seien, unter anderem 28 Krippen-Plätze in Seelze-Süd und 38 Kindergartenplätze in Letter und Gümmer. Außerdem habe der Rat grünes Licht für eine Kita in Velber mit 25 Kindergarten- und 15 Krippenplätzen gegeben, die im August 2018 zur Verfügung stehen soll. Voraussichtlich im März 2019 sorgten dann drei Gruppen mit 50 Kindergarten- und 15 Krippenplätzen in einem Anbau der Kindertagesstätte Hirtenweg für Entlastung. Dennoch gebe es noch Bedarf.

Die Verwaltung zeichnet auf Basis von Zahlen mit Stand Ende 2016 ein unterschiedliches Lagebild für die einzelnen Stadtteile. So gibt es in Dedensen, Seelze und Letter mehr Krippenplätze mehr als benötigt, wogegen in südlichen Stadtteile Plätze fehlten. Für ihre Berechnung der Zahl der Krippenplätze legt die Stadt eine Versorgungsquote von 36 Prozent zugrunde. Dies bedeutet, dass von den Ende 2016 registrierten 994 Kindern lediglich 359 einen der 394 Krippenplätze in Anspuch nehmen. Bei den Kindergartenplätzen wird eine Versorgungsquote von 95 Prozent angenommen: Von Ende 2016 gezählten 1134 Kindern würden 1077 einen der 985 Plätze nachfragen. Mit der jetzt beschlossenen Umwandlung der Gruppen in den drei Einrichtungen könnte die Stadt den Rechtsanspruch auf einen Krippen- oder Kindergartenplatz für Null- bis Sechsjährige zum 1. August erfüllen.

Seit Ende 2016 gebe es auch einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz, sagte Nadine Pfeiffer (CDU) im Rat. Die Stadt habe darauf reagiert und ihr Angebot vergrößert. Nun gebe es eine neue Planung, weil mehr Kindergartenplätze als vorhanden seien benötigt würden. „Die Pläne sind bedarfsgerecht, die CDU wird deshalb zustimmen“, sagte Pfeiffer.

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Seifert, bemängelte, dass die von der Verwaltung vorgelegten Zahlen nicht auf dem aktuellen Stand seien. Statt Daten von Ende 2016 hätten es Zahlen vom 31. Dezember 2017 sein müssen, damit sich die Politik ein umfassendes Bild machen könnte, sagte Seifert. Schließlich könne es durch die geplanten Baugebiete in Gümmer und Dedensen noch zu Verschiebungen kommen. Trotz der Unsicherheit der nicht aktuellen Zahlen stimme auch die SPD zu. Die Stadt müsse ein besonderes Augenmerk auf die Sicherstellung des Rechtsanspruchs bei der Kinderbetreuung legen, meinte Seifert. 

Von Thomas Tschörner

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