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Umland Seelze Nachrichten Seelzes Politiker wollen die Sackabfuhr behalten
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20:49 28.04.2013
Von Thomas Tschörner
Die Stadt will die bisherige Sackabfuhr behalten. Quelle: dpa (Symbolbild)
Seelze

Ursprünglich sollte noch als dritter Punkt beschlossen werden, dass sich Bürgermeister Detlef Schallhorn bei der Region für ein „bürgerorientiertes Gebühren- und Abfuhrmodell aktiv einsetzen“ soll. Im Verwaltungsausschuss, der die Arbeit des Rates vorbereitet und bestimmte Entscheidungen in Eigenregie treffen kann, hatte Schallhorn jedoch deutlich gemacht, dass er dies nicht leisten könne. Denn dieser Arbeitsauftrag sei unklar, der Rat müsste erst definieren, was er unter „bürgerorientiert“ verstehe.

Der im Rat gefasste Beschluss war als Kompromiss aus mehreren Anträgen von CDU, SPD und Grünen im Ausschuss für Bau und Umwelt erarbeitet worden. Dennoch kam es im Rat zu einem Schlagabtausch. Philipp Plath (CDU), der auch Regionsabgeordneter ist, hatte das bisherige Gebührensystem als ungerecht bezeichnet.

Der von der Abfallentsorgungsgesellschaft aha und der Region präsentierte Konsensvorschlag sei eine Mogelpackung, das Risiko sei groß, den „geliebten Sack“ etwa bei einem Umzug zu verlieren und eine Mülltonne aufgezwungen zu bekommen. SPD-Fraktionschef Alexander Masthoff rügte Plaths emotionales Plädoyer für die Sackabfuhr als „Showveranstaltung eines Regionsabgeordneten“. Dafür sei der Rat jedoch nicht die richtige Plattform. Im übrigen habe die CDU falsch gerechnet und bestimmte Kosten etwa für Grüngut und Wertstoffe außen vor gelassen.

Während Harald Temmler (FDP) den Müllsack in der Gunst der Bürger vorn sah, wurde Ralf Marter (Bündnis 90/Die Grünen) grundsätzlicher. Nur die Sackabfuhr sporne an, Müll möglichst zu vermeiden. Denn wer weniger Säcke brauche, spare Geld. Diesen Anreiz biete die Tonne nicht, weil sie ohnehin geleert und deshalb von den Menschen gefüllt werde. „Das System ist falsch: Wir reden über Müllvermeidung und schmeißen jetzt alles über Bord“, warnte Marter.

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