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Umland Seelze Nachrichten Wasser wird zum Problem
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16:56 05.01.2018
Selbst Almhorster bekommen Probleme mit Wasser. Mancher muss schon seinen Keller auspumpen, weil das Grundwasser durchdrückt. Quelle: Patricia Chadde
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Seelze

 Wer den Blick über Seelzes Äcker und Wiesen schweifen lässt, entdeckt jetzt immer mehr Wasserlachen auf den Feldern. Daher stellt sich vielen Leineanrainer derzeit gar nicht die Frage nach einem Flusshochwasser. Vielmehr sorgen sie sich um den steigenden Grundwasserspiegel, der mancherorts schon zum Problem geworden ist und erste Tiefgeschosse geflutet hat. 

Von den Flutbrücken des Kanals steht das Wasser bereits fast bis an den Straßenrand. Der Blick über die Felder zeigt viele stehende Wasserflächen ohne direkte Verbindung zur Leine.   

In Almhorst drückt das Wasser in die Keller

So laufen selbst in Almhorster Haushalten bereits Pumpen, um das unwillkommene Wasser wieder aus den gefluteten Kellern zu befördern. „Wir haben hier wirklich selten mit Wasser zu kämpfen“, berichtet Almhorsts Ortsbrandmeister Dirk Wulf, der mit seinen ehrenamtlichen Helfern auch nicht um Hilfe gebeten wurde. Aber das ist nichts Ungewöhnliches, denn „die Almhorster helfen sich meistens selbst“, so Wulfs Erläuterung. Ob Bredenbeeke, Lohnder Bach oder Ochsenkampsriede – was vor kurzem als Rinnsal durch die Landschaft zog, ist inzwischen deutlich angeschwollen. 

Der Grund liegt in den nur kurzen niederschlagsfreien Phasen, in denen die Böden kaum antrocknen und Regen wieder verdunsten konnte. Inzwischen haben sich die unversiegelten Flächen mit Wasser voll gesogen, gelten als gesättigt und können aus diesem Grund keine zusätzlichen Regenmengen mehr speichern. 

Neben der hohen Feuchtigkeit machen aber auch die milden Temperaturen Sorgen. Einerseits würden sich überfluteten Weiden, nach ein paar Frostnächten, besonders gut zum Gleit- oder Schlittschuhlaufen eignen. Gärtner und andere Pflanzenbauer befürchten aber einen heftigen Druck durch extreme Pilzinfektionen, welche Kälte besonders umweltfreundlich mindern könnte. Dennoch bleiben die meisten Seelzer geduldig, denn der Februar machte in den vergangenen Jahren häufig durch kräftige Kältewellen von sich reden, und die stehen ja vielleicht noch bevor. Bis dahin wird das Naturschauspiel auch als Fotomotiv, beispielsweise zum Testen der Drohne, genutzt.

Schicken Sie uns Ihr Wassermotiv

Leser, die ebenfalls der Faszinationen des (Hoch)wasser erliegen oder ein Bild vom Auspumpen des Kellers liefern möchten, können ihre Motive gerne an die Redaktion unter seelze@haz.de mailen. Einzige Vorraussetzung: die Aufnahme wurde im heutigen Seelzer Stadtgebiet fotografiert. In den kommenden Tagen soll die aktuelle Hochwasser-Bildergalerie um weitere, alltägliche, außergewöhnliche, inspirierte und historische Bilder erweitert werden.

Von Patricia Chadde

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