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Umland Seelze Nachrichten Sein Herz schlägt seit 70 Jahren für die Feuerwehr
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15:55 02.01.2018
Wolf Dietrich Sackmann ist seit 70 Jahren Mitglied der Feuerwehr. Quelle: Sandra Remmer
Letter

 70 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr sind wahrhaftig eine lange Zeit. Mit großer Freude nahm Wolf Dietrich Sackmann dafür die Goldene Ehrennadel aus den Händen von Stadtbrandmeister Christian Kiehlhorn entgegen. Eine Selbstverstädlichkeit für den Letteraner, an diesem Abend noch einmal in seine Feuerwehruniform zu schlüpfen und ins Feuerwehrhaus am Buchenweg zu kommen. 

Wolf Dietrich Sackmann erinnert sich noch gut. Regelmäßig stand in Letter nach starken Regenfällen das Wasser mindestens kniehoch auf den Straßen. Das Wasser lief von den Eisenbahndämmen der nah gelegenen Bahnlinie hinunter, und da die Kanalisation in den fünfziger Jahren bei weitem noch nicht so ausgebaut war wie heute, konnte es nicht ablaufen. „Da mussten wir als Feuerwehr helfen und das Wasser abpumpen und in den Gulli leiten“, erzählt Sackmann mit Blick auf etliche Schwarz-Weiß-Fotografien, die die Feuerwehr von damals in Aktion zeigen. Auch an heiße Sommermonate erinnert er sich,  in denen die hohen Temperaturen dafür sorgten, dass die alten Dampfloks auf den Bahngleisen nicht selten anfingen zu brennen. 

Von Gotha über Jena nach Letter

1947 ist Wolf Dietrich Sackmann in die Freiwillige Feuerwehr in Jena eingetreten. Einige Jahre später zog es den 1926 in Gotha geborenen Thüringer nach Letter, wo er seine künftige Ehefrau Renate kennen lernte. 1953 heirateten die beiden und bekamen drei Kinder. Als Gutsverwalter auf dem Hof seiner Schwiegereltern war Sackmann zunächst in der Landwirtschaft tätig. „Wir hatten 28 Milchkühe und Länderein“, erinnert sich Sackmann. Als erfahrener Feuerwehrmann war es für den 91-Jährigen eine Selbstverständlichkeit, seinem Schwiegervater zu folgen und auch in Letter in  die Freiwillige Feuerwehr einzutreten. Bis 1970 war er dort aktiv tätig, zeitweise auch als stellvertretender Ortsbrandmeister. An die regelmäßigen Versammlungen mit den Kameraden und auch Feuerwehrfeste, die die Freiwillige Feuerwehr in Letter organisiert hat, denkt er gerne zurück. Auch daran, wie er als junger Mann das alte Feuerwehrauto aus Letter, einen grünen Opel Blitz, nach Degersen gefahren und dort als Geschenk übergeben hat. 

Thomas Landmann (von links), Christian Kielhorn, Wolf Dietrich Sackmann und Marco Becker. Quelle: Privat

 Aktiv auch in der Kommunalpolitik

Nicht nur in der Freiwilligen Feuerwehr, auch in der Kommunalpolitik engagierte Sackmann sich ehrenamtlich. Zwölf Jahre gehörte er als Vertreter der CDU dem Letterschen Ortsrat an. Als die Gebietsreform 1974 anstand erinnert er sich, wie  aus den Gemeinden Letter, Velber, Harenberg und Ahlem beinah die Gemeinde Heisterberg entstanden wäre.  Doch der ehemalige Bürgermeister von Ahlem dahin habe in letzter Minute einen Rückzieher gemacht. 

Rückzugsort in der Heide

In der Lüneburger Heide hat Wolf Dietrich Sackmann einen Rückzugsort gefunden und ein Blockhaus gebaut.  Außerdem hatte er dort eine Hochwildjagd. Während seiner aktiven Zeit als Jäger schoss er 112 Rehböcke und 21 Hirsche, deren Trophäen seine heimischen Wände zieren. Zudem hatte er 66 Jahre lang die Oberhand über die Lettersche Jagd, wo vorwiegend Niederwild zuhause ist. 

Von Sandra Remmer

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