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Seelze SPD: Seelze soll sich zu Nachtflügen äußern
Umland Seelze SPD: Seelze soll sich zu Nachtflügen äußern
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16:20 31.07.2018
Eine nächtliche Landung auf dem Flughafen Langenhagen. Quelle: Julian Stratenschulte (Archiv)
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Dedensen

Die Stadt Seelze soll sich als betroffene Kommune in den Prozess zur Neuregelung der Nachtflugbeschränkungen am Flughafen Langenhagen beim Verkehrsministerium einbringen. Dies fordert Dedensens SPD-Ortsratsfraktion in einem Antrag, über den die politischen Gremien noch beraten müssen. Ziel soll eine spürbare Entlastung der Dedensener vom Fluglärm sein.

Dedensens Sozialdemokraten verweisen darauf, dass Langenhagen einer der wenigen deutschen Flughäfen ist, an dem nahezu uneingeschränkt Nachtflüge erlaubt sind. Diese belasteten erheblich die Anwohner vor allem in Langenhagen, Garbsen und Burgdorf sowie auch Dedensen. Denn eine von der SPD im Jahr 2015 initiierte Lärmschutzmessung habe gezeigt, dass auch Dedensen von den An- und Abflugrouten maßgeblich betroffen sei. „So stellten die Messwerte damals eine Grundbelastung von deutlich über 50 Dezibel (db(a)) im Ort fest“, sagt Dedensens SPD-Sprecher Thorsten Massinger.

Aktuell ginge es um die Neuauflage der Nachtfluggenehmigung für den Flughafen ab 2020. Erste Signale des Ministeriums hätten deutlich gemacht, dass die Landesregierung durchaus bereit sei, Verbesserungen für die betroffenen Kommunen zu vereinbaren, verweist Massinger auf einen Bericht auf haz.de vom 18. Juli. Die Nachtflugerlaubnis gilt als ein Alleinstellungsmerkmal unter den norddeutschen Airports. Zuletzt war sie 2009 unter Verweis auf die wirtschaftliche Bedeutung verlängert worden. Sie lässt zeitlich unbeschränkt Flüge rund um die Uhr zu. Staatssekretär Berend Lindner, seit Kurzem Aufsichtsratsmitglied der Flughafengesellschaft, schließt daher einen kompletten Nachtflugstopp aus: „Die rechtliche Basis gibt dies nicht her“, sagt er. Auch die Bundesregierung dringe darauf, dass der Flughafen in Langenhagen nachts geöffnet bleibe. Diverse Anliegervertreter wollen jedoch eine Beschränkung erreichen. So haben sich Initiativen aus Garbsen, Langenhagen, Burgdorf und Hannover zu der Gruppe „Besser ohne Nachtflug – Hannover Airport“ (BON-HA) zusammengeschlossen. Die Gruppe fordert ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr.

Während sich bereits Langenhagen, Isernhagen, Burgdorf und Garbsen in die Diskussion eingebracht hätten, sei Seelze außen vor geblieben, sagt Massinger. Deshalb fordere die SPD Dedensen die Stadtverwaltung auf, sich proaktiv in den Diskussionsprozess um die Neuregelung der Nachtflugbeschränkungen einzubringen. „Jede Möglichkeit, etwas weniger Lärm auf Dedensen wirken zu lassen, sollten wir nutzen“, sagte Dedensens SPD-Vorsitzender Frank Chmielewski.

Von Thomas Tschörner

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