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Seelze Busemann hält Planungen für zu langsam
Umland Seelze Busemann hält Planungen für zu langsam
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14:50 06.12.2018
Peter Fischer (von links), Jens Willms, Renate Prangel, Gerold Papsch und Bernd Busemann bei der Ehrung. Quelle: Patricia Chadde
Letter

Bernd Busemann moniert bei Seelzes CDU langwierige Planungen im Land und sorgt sich um den schwindenden Rückhalt der Parteien –aufgehängt an der Fragestellung, ob die CDU eine Volkspartei ist. Außerdem ehrt der Vizepräsident des Landtages langjährige Mitglieder.

Seelzes CDU-Stadtverband hat am Mittwochabend Bernd Busemann zu Gast. Gleich zu Beginn stehen im Restaurant Hellas die Ehrungen auf dem Programm. Letters CDU-Chef Jens Willms, der auch Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt ist, hebt die Verdienste von CDU-Mitglied Renate Prangel hervor, die seit 25 Jahren Mitglied in der Partei ist. Für 50-jährige Mitgliedschaft ehrt Bernd Busemann dann Peter Fischer. Anschließden unternimmt Busemann, der nicht zum ersten Mal im Seelzer Stadtverband vorbeischaut, einen Querfeldeinritt durch die Landespolitik. Er ist ein excellenter Redner, mischt biografische Anteile mit Landes, Bundes- und Europapolitik und wirkt nahbar. „Die CDU hat die Armut verwaltet“, erinnert sich Busemann an die Alleinherrschaft der Schwarzen in Niedersachsen. Die gemeinsame Regierungstätigkeit mit der SPD bezeichnet Busemann als Vernunftehe, die „ ja länger Bestand haben kann, als was Romantisches“. Zu den Investitionen Niedersachsens hat er beeindruckende Zahlen mitgebracht, auch die beitragsfreie Kita für alle schreibt sich der CDU-Politiker als Pluspunkt auf die Erfolgsliste seiner Partei. Ihm fehlt aber der Kampfgeist, das Ringen, der Enthusiasmus in der Politik, wie es in den glanzvollen Zeiten eines Heiner Geißler üblich war. Seine Zuhörer, nur wenige um die 30 Jahre und mehrheitlich über 60, nicken ihm in der kuscheligen Atmosphäre des Saales wohlwollend zu. Busemann reißt viele Themen an, die Ehe für Homosexuelle ist ebenso dabei wie die rund 50 Jahre währende Auseinandersetzung um den Bau der Autobahnbau in Bad Oeynhausen. 40 Jahre Kampf der Anlieger gegen die Autobahn, zehn Jahre Planung. 50 Jahre, nachdem Busemann seine Mutter da mal zur Kur gefahren hat, wird sie jetzt endlich eröffnet. „Und dann vergleichen Sie mal, wie schnell Putin seine Brücke auf der Krim gebaut hat“. Busemann zeigt klare Kante, wenn es um die AfD geht: „Die kommen im feinsten Zwirn in den Landtag. Aber es darf nicht sein, dass Rechtsnationale unsere Politik gestalten.“ Die CDU stünde für Null Toleranz von Antisemitismus und Rassismus. Bedenklich findet Busemann, dass bei der anderen Volkspartei bundesweit der Rückhalt schwindet: „Ich mache mir wirklich Sorgen um die SPD und ihren Kevin.“ Nach einer halben Stunde gibt es dann die Möglichkeit zur Diskussion. „Es war ein Fehler, die Wehrpflicht abzuschaffen“, findet Willi Lindhorst, Seelzes ehemaliger CDU-Landtagsabgeordneter.

Von Patricia Chadde

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